Ein Blick auf die nackten Zahlen verrät: Zandvoort ist immer eine enge Geschichte. Das bekam Susie Stoddart während des Qualifyings am eigenen Leib zu spüren. Im ersten Segment schied sie als 15. frühzeitig aus - mit einer Tausendstelsekunde Rückstand auf David Coulthard! Der Mercedes-Pilot hatte für seine schnelle Runde 1:32.196 Minuten gebraucht, Markenkollegin Stoddart 1:32.197 Minuten.

"Das ist schon enttäuschend", gestand Stoddart nach dem Aus gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Das Auto war gut, das Team hat gute Arbeit geleistet - daran lag es nicht." Aber woran lag es dann? Stoddart hatte keine Antwort - bei einem Tausendstel Unterschied auch nicht einfach. "Das ist nichts, das kann auch am Wind liegen", vermutete sie. "Ich glaube nicht, dass ich einen Fehler gemacht habe."

Doch die Flinte ins Korn werfen will Stoddart nicht, stattdessen sucht sie das Positive an ihrer Situation. "Ich habe für das Rennen einen Satz frischer Reifen mehr, das ist ein kleiner Vorteil.", erklärte sie. Markenkollege Coulthard hat beispielsweise einen Satz weniger zur Verfügung, nachdem er es in Q2 geschafft hatte. Doch was bringen frische Reifen, wenn man auf dem Aero-Kurs im dichten Verkehr steckt?

"Da können wir ein wenig mit der Strategie spielen", gab Stoddart Aufschluss. "Vielleicht schaffen wir es dadurch, nicht im Verkehr zu fahren. Wir müssen auf jeden Fall hart kämpfen und dann schauen, was möglich ist." Wie sich ihre C-Klasse in den Niederlanden bei Longruns schlägt, weiß Stoddart allerdings noch gar nicht. "Wir haben fast gar keine gefahren, das machen wir erst morgen. Da habe ich aber keine Angst", blieb die 28-Jährige optimistisch.