Martin Tomczyk hat sich wieder einmal als bester Jahreswagen-Fahrer heraus kristallisiert. Beim Qualifying in Zandvoort ließ der Audi-Pilot einige Neuwagen alt aussehen und pilotierte sein Vorjahresmodell auf den vierten Platz. "P4 ist eine gute Leistung, damit bin ich zufrieden", gab Tomczyk anschließend im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com zu. Gleichzeitig hatte er erkannt, dass die Piloten in Zandvoort traditionell sehr nah beieinander liegen, was die Zeiten angeht.

"Wir haben das ganze Wochenende wieder gesehen, dass das hier eine ganz enge Kiste ist", so Tomczyk. Die Unterschiede würden im Hundertstel-Bereich liegen. Stimmt, denn während des Qualifyings lagen die Rundenzeiten teilweise dicht an dicht, Hundertstel entschieden über das Weiterkommen ins nächste Segment. "Aber so ist das in der DTM, speziell in Zandvoort", meinte Tomczyk.

Noch etwas zeichnet den Dünenkurs aus: Die Schwierigkeit, zu überholen. Das Asphaltband ist eng und verwehter Sand sorgt dafür, dass man nur im Notfall die Ideallinie verlassen will. "Überholen ist hier schwierig. Die Strategie wird eine große Rolle spielen", wusste auch Tomczyk.

Zwar ist die erste Startreihe am Sonntag mit Bruno Spengler und Jamie Green in Mercedes-Hand, doch der Bayer erwartet ein offenes Rennen. "Bei den Longruns während des Trainings waren wir auf einem Niveau mit Jamie Green - deshalb glaube ich, dass das ein ziemlich cooles Rennen wird", sorgte Tomczyk nicht nur bei den Fans für Hoffnung. Es wäre wieder einmal an der Zeit für einen Audi-Sieg in den Niederlanden: In den vergangenen beiden Jahren hatte Gary Paffett sich den Sieg geschnappt.