Bruno Spengler und Zandvoort - das war bislang keine Liebesgeschichte. Noch nie in seiner DTM-Karriere schaffte der Mercedes-Pilot in den Niederlanden den Sprung aufs Podest, seine beste Platzierung war ein vierter Rang im Jahre 2006. "Bis jetzt hatte ich bei den Rennen hier immer ein bisschen Pech", erklärte Spengler im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Heute habe ich meine Zandvoort-Statistik immerhin schon einmal verbessert." Beim Qualifying sicherte sich der Franko-Kanadier seine allererste Pole Position auf dem Dünenkurs.
"Ich habe gar nicht viel anders gemacht, als in den vergangenen Jahren", gestand Spengler. "Ich habe einfach mein Bestes gegeben." Er dankte seinem Team für die gute Arbeit und betonte, dass ihm ein sehr gutes Auto zur Verfügung steht. Das hatte er schon beim abschließenden Training am Vormittag gemerkt, als er bei seinen Longruns konstant gute Rundenzeiten hinlegte. Probleme hatte er auf der 4,3 Kilometer langen Strecke nur im ersten Sektor, wie er zugab. "Aber ich habe mich kontinuierlich verbessert", so Spengler.
Der Sieg in Zandvoort wäre bereits der zweite in der aktuellen Saison. Spengler hatte bereits das Auftaktrennen am Hockenheimring gewonnen. Dort hatte er Probleme beim Start - das soll beim anstehenden Rennen nicht mehr der Fall sein. "Ich versuche, hier einen besseren Start hinzubekommen. In Hockenheim sind mir die Räder durchgedreht", so Spengler. "Wenn ich das schaffe, sollte ich vorn bleiben." Trotzdem muss ein Auge auf die Konkurrenz werfen, denn Jamie Green und Mike Rockenfeller seien laut Spengler gute Starter. "Ich erwarte viel Druck von hinten", glaubte der27-Jährige.
Der Plan für das Rennen ist klar. "Wenn ich nach der ersten Kurve noch vorn liege, werde ich natürlich versuchen, weg zu fahren", erklärte Spengler. "Dann muss ich das Maximum geben, um das Rennen zu gewinnen." Gerade in Zandvoort ist die Pole Gold wert, denn Überholmanöver gehören auf dem fahrerisch anspruchsvollen Kurs eher zur Ausnahme.

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