Gary Paffett ist zurück in der DTM, wenn auch nur als Zuschauer. Der Zeitpunkt ist für den zweifachen Champion perfekt, denn: "Die DTM war nicht mehr so spannend, seit ich gegangen bin. Es ist unglaublich, wie eng es zwischen den Top-6 mit unterschiedlichen Herstellern zugeht. Jeder hat in Hockenheim noch die Möglichkeit [auf den Titel; Anm. d. Red.]. Das ist großartig."

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In der DTM-Saison 2018 lieferte sich Paffett ein spannendes Duell mit Rene Rast und holte am Ende seinen zweiten DTM-Titel nach 2005. Während Paffett die Serie im Anschluss verließ, kämpfte Rast weiterhin um Siege und Titel. 2025 hat er mit Platz drei in der Tabellenwertung und elf Punkten Rückstand auf die Spitze noch gute Chancen auf den Gesamtsieg.

Doch Paffett drückt beim Saisonfinale in Hockenheim (04./05. Oktober) einem anderen die Daumen. "Mein Favorit ist Lucas Auer, er ist mein Mann", betonte Paffett. Der Brite und Auer waren mehrere Jahre Teamkollegen - zuerst bei ART Grand Prix, dann bei HWA. Doch Paffett kennt den Motorsport und weiß, dass alles passieren kann.

Lucas Auer und Gary Paffett auf dem Lausitzring
Gary Paffett war 2015 Lucas Auers erster DTM-Teamkollege, Foto: IMAGO / HochZwei

Paffett tippt auf Auer, aber "alles kann passieren"

"Ich würde auf ihn [Auer] setzen. Aber wer weiß schon, was passieren wird. Es gibt noch so viel zu holen und alle Fahrer sind gut. Wer am Ende den besten Job macht, wird gewinnen, so wie es sein soll", so Paffett, der sich sieben Jahre Zeit ließ, um ein DTM-Rennen live zu besuchen. Warum? Das weiß Paffett selbst nicht so genau.

"Ich weiß nicht, warum ich so lange gebraucht habe, um zurückzukommen. Ich war ziemlich beschäftigt mit meinen eigenen Sachen. Es ist schön, nach sieben Jahren wieder da zu sein", erzählte Paffett und sagte im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com lachend: "Ein paar Leute kennen mich noch, aber nicht viele."

2018/19 ging er für HWA in der Formel E an den Start. Danach war er Team-Manager beim Mercedes-Werksteam und dessen Nachfolger NEOM McLaren. In der kommenden Saison übernimmt er die Rolle als Renndirektor bei Cupra-Kiro. Mit 23 Rennsiegen und zwei Titeln ist Paffett hinter Rene Rast und Mattias Ekström der erfolgreichste Fahrer der DTM-Geschichte.

Gary Paffett sicherte sich den Titel 2018 erst im letzten DTM-Rennen in Hockenheim, Foto: DTM
Gary Paffett sicherte sich den Titel 2018 erst im letzten DTM-Rennen in Hockenheim, Foto: DTM
Seine Freude über P3 im Rennen und P1 in der Gesamtwertung war auf dem Podium sehr groß, Foto: DTM
Seine Freude über P3 im Rennen und P1 in der Gesamtwertung war auf dem Podium sehr groß, Foto: DTM