Für viele Außenstehende haben sie die klangvollsten Namen im DTM-Starterfeld, doch Ralf Schumacher und David Coulthard zählen auch in Zandvoort nicht zum Favoritenkreis - der eine muss noch mit sich selbst klarkommen, der andere muss die DTM erst kennen lernen.

Für Ralf Schumacher ging es zuletzt bergauf. In Nürnberg stand er erstmals auf der Pole Position, am Nürburgring holte er die ersten Punkte in diesem Jahr - so soll es weitergehen. "Mein Ziel ist es, mein Punktekonto aufzustocken", sagt er.

Der Dünenkurs am Meer erleichtert diese Aufgabe nicht. "Zandvoort ist eine Rennstrecke mit vielen schnellen Kurven und dem High-Speed Streckenabschnitt der Saison", erklärt Ralf. Knapp unter 270 km/h erreichen die Fahrer am Ende der Start-Ziel-Geraden vor dem Anbremsen der Tarzankurve. "Besonderes Geschick verlangt die relativ geringe Streckenbreite, die das Überholen nicht einfach macht." Zudem machen einem die heftigen Seitenwinde zu schaffen, da diese die aerodynamische Einstellung der Fahrzeuge erschweren. "Aber das ist für alle gleich."

Auch für Neuling Coulthard, der immerhin gute Erinnerungen an die Strecke hat - dort gewann er 1991 das erste Formel-3-Masters. "Die Strecke direkt am Nordseestrand verbreitet Urlaubsflair, doch für uns gibt es keine Zeit zum Ausruhen", sagt der Schotte. "Nirgendwo ist der Platz in der Startaufstellung wichtiger als in Zandvoort - denn Überholen ist auf dieser Strecke mit ihren vielen lang gezogenen Kurven nur sehr schwer möglich. Daher hoffe ich erstens auf einen guten Startplatz und zweitens endlich auf einen guten Start."