Wenn BMW vom „Beginn einer neuen Ära“ spricht, klingt das nach großen Worten. Doch beim neuen iX3 scheint das nicht übertrieben. Das vollelektrische SUV ist nicht nur die nächste Generation eines bestehenden Modells, sondern der erste Vertreter der sogenannten „Neuen Klasse“. Mit ihr will die Marke in den kommenden Jahren gleich einige neue Modelle prägen.

BMW, iX3
Foto: BMW

Technologisch bedeutet das: neue eDrive-Antriebe, eine komplett überarbeitete Elektronik-Architektur und ein Fokus auf Nachhaltigkeit. Optisch führt der iX3 auch eine neue Designsprache ein – weniger verspielt, klarer in den Linien und bewusst an die BMW-Tradition der 60er-Jahre angelehnt, insbesondere wenn man sich das völlig neue Design der Front ansieht.

Reichweite und Ladeleistung auf neuem Niveau

Angetrieben wird der BMW iX3 50 xDrive von zwei Elektromotoren mit zusammen 345 kW (469 PS). Die 108,7-kWh-Batterie ermöglicht laut WLTP bis zu 805 Kilometer Reichweite. Dank 800-Volt-Technik und einer Ladeleistung von bis zu 400 kW sollen 372 Kilometer in nur zehn Minuten nachgeladen werden können – Werte, die BMW in der Praxis erst noch beweisen muss, die aber das Zeug zur Benchmark haben. Eine Besonderheit ist die Kombination zweier Motortechnologien: stromerregter Synchronmotor an der Hinterachse, Asynchronmotor vorn. Das soll für Effizienz sorgen und zugleich Kosten senken.

BMW, iX3
Foto: BMW

Das Interieur als digitaler Erlebnisraum

Im Cockpit ersetzt das neue „BMW Panoramic iDrive“ die bisherige Bedienphilosophie. Informationen werden über die gesamte Windschutzscheibe projiziert, ergänzt von einem großen Zentraldisplay. Touch, Sprache und klassische Tasten sollen so kombiniert werden, dass der Fahrer möglichst wenig abgelenkt wird.

BMW, iX3
Foto: BMW

Das Interieur wirkt insgesamt aufgeräumter, fast wohnlich: textile Oberflächen, hinterleuchtete Flächen und eine breite, umlaufende Gestaltung der Armaturen. An das eigenwillig gestaltete Lenkrad werden sich vermutlich jedoch noch einige gewöhnen müssen. Platz bietet der iX3 wiederum reichlich – bis zu 1.750 Liter Ladevolumen und zusätzlich 58 Liter Stauraum unter der Fronthaube.

Produktion in Debrecen – Nachhaltigkeit als Leitmotiv

Gebaut wird der neue iX3 im ungarischen Debrecen. Das Werk arbeitet komplett ohne fossile Brennstoffe. Auch im Auto selbst steckt ein hoher Anteil recycelter Materialien – von PET-Flaschen bis hin zu Aluminium mit bis zu 80 Prozent Sekundäranteil.

BMW, iX3
Foto: BMW

BMW gibt an, den CO₂-Fußabdruck des iX3 über den gesamten Lebenszyklus um rund ein Drittel gegenüber dem Vorgänger gesenkt zu haben. Schon nach etwa 20.000 Kilometern Fahrt mit dem europäischen Strommix soll er bilanziell klimafreundlicher sein als ein vergleichbares Modell mit Verbrenner.

Markteinführung ab 2026

Der iX3 startet im Frühjahr 2026 in Europa, im Sommer in den USA. Für China wird eine speziell angepasste Variante lokal produziert. Neben dem Allradmodell 50 xDrive mit 469 PS sind weitere Versionen geplant, darunter auch ein günstigerer Einstieg.