Der Nissan Juke war nie ein Auto für die Masse. Als er 2010 auf den Markt kam, wirkte er wie ein rollender Protest gegen die Austauschbarkeit im Kompakt-SUV-Segment – schräg, mutig, polarisierend. Genau damit traf Nissan offenbar ins Schwarze: Rund 1,5 Millionen verkaufte Exemplare zeigen, wie gut der auffällige Crossover über die Jahre funktioniert hat.

Nissan, Juke
Foto: Nissan

Jetzt steht der nächste große Umbruch an. Nissan schickt den Juke in seine dritte Generation und macht aus dem extrovertierten Crossover erstmals ein reines Elektroauto. Der Charakter des Modells soll dabei erhalten bleiben. Nur der Antrieb ändert sich radikal.

Der Juke wird elektrisch, und für Nissan noch wichtiger

Mit dem neuen Juke macht Nissan endgültig ernst mit der Elektrifizierung. Der Crossover wird künftig ausschließlich vollelektrisch angeboten und rückt damit noch stärker in den Mittelpunkt von Nissans EV-Offensive in Europa. Neben Modellen wie dem Nissan Ariya und dem Nissan Leaf soll auch der Juke dabei helfen, die Marke im Elektrozeitalter neu aufzustellen.

Parallel hält Nissan allerdings weiter an seiner e-POWER-Technologie fest. Fahrzeuge wie der Nissan Qashqai e-POWER bleiben wichtige Bausteine im Portfolio, als elektrifiziertes Angebot für Kunden, die ohne externes Laden unterwegs sein wollen. Der neue Juke markiert damit keinen Bruch mit der bisherigen Strategie, sondern einen nächsten, deutlich konsequenteren Schritt.

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Mehr als nur ein Elektroauto

Der neue Juke soll nicht nur emissionsfrei fahren, sondern auch tiefer in ein vernetztes Energie-Ökosystem eingebunden werden. Wie schon beim Leaf setzt Nissan auf Vehicle-to-Grid-Technologie. Das bedeutet: Der Juke kann als mobiler Energiespeicher dienen und Strom bei Bedarf zurück ins Netz speisen.

Nissan, Juke
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Damit wird der Crossover mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Nissan denkt den Juke als Teil eines größeren Energie-Konzepts, mit einem Ansatz, bei dem Elektroautos künftig stärker in den Alltag ihrer Besitzer eingebunden werden sollen.

Sunderland baut den Elektro-Juke für Europa

Produziert wird der neue Juke im britischen Werk in Sunderland. Dort läuft bereits der Leaf vom Band, künftig soll auch der elektrische Juke dort gefertigt werden. Für Nissan ist das ein wichtiger Baustein der Europastrategie: lokale Produktion, kürzere Wege und mehr Kontrolle über die Lieferkette.

Nissan, Juke
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Startschuss 2027

Seine Weltpremiere feierte der neue Juke im Rahmen des „Nissan Vision Events“ in Japan, auf dem der Hersteller seine künftige Modellstrategie vorgestellt hat. Bis der Elektro-Crossover tatsächlich auf Europas Straßen rollt, dauert es allerdings noch etwas: Der Marktstart ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.