Mit dem Nissan Leaf schlägt Nissan ein neues Kapitel in seiner Elektromobilitäts-Strategie auf. Das Modell, das 2011 als eines der ersten Großserien-Elektroautos weltweit antrat, geht nun in dritter Generation an den Start – technisch komplett neu entwickelt und auf der CMF-EV-Plattform aufgebaut. Bestellbar ist der Kompakte ab sofort, die Preise beginnen bei 35.950 Euro, die ersten Fahrzeuge sollen im späten Frühjahr 2026 ausgeliefert werden.

Zwei Batterien, zwei Leistungsstufen

Kundinnen und Kunden haben die Wahl zwischen zwei Antriebsvarianten. Das Basismodell leistet 130 kW (176 PS) und wird von einer 52-kWh-Batterie gespeist. Darüber rangiert eine Version mit 160 kW (217 PS) und 75 kWh Speicherkapazität. Das maximale Drehmoment liegt bei 345 beziehungsweise 355 Nm – jeweils an der Vorderachse.

Nissan, Leaf
Foto: Nissan

Besonders bemerkenswert: Mit der großen Batterie kommt der Leaf laut WLTP auf bis zu 624 Kilometer Reichweite bei einem kombinierten Verbrauch von lediglich 13,7 kWh pro 100 Kilometer. Geladen wird mit bis zu 150 kW Gleichstrom – in 30 Minuten sollen so bis zu 440 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. Serienmäßig an Bord sind zudem eine Wärmepumpe, eine vierstufig einstellbare Rekuperation per Lenkradwippen sowie ein 11-kW-On-Board-Charger für dreiphasiges AC-Laden.

Praktisch im Alltag: Die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) versorgt externe Geräte mit bis zu 3,6 kW Leistung – vom E-Bike bis zum Elektrogrill.

Vier Ausstattungslinien – von solide bis luxuriös

Das Angebot gliedert sich in vier Linien: „Engage“, „Engage+“, „Advance“ und „Evolve“. Bereits die Basisversion „Engage“ bringt unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallräder, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Keyless Entry sowie zwei 12,3-Zoll-Displays für Instrumente und Infotainment mit. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren kabellos.

Nissan, Leaf
Foto: Nissan

Ab der Linie „Engage+“ ist die größere 75-kWh-Batterie serienmäßig. Gleichzeitig wachsen die Displays auf 14,3 Zoll, hinzu kommen Google-basierte Navigationsdienste inklusive Google Maps und Google Assistant. Auch der weiterentwickelte ProPILOT-Assistent mit Navi-Link, der Geschwindigkeit vorausschauend anpasst, ist hier integriert.

Nissan, Leaf
Foto: Nissan

Die Ausstattung „Advance“ ergänzt unter anderem ein Head-up-Display, ein Panorama-Glasdach, Sitz- und Lenkradheizung sowie eine Ambientebeleuchtung mit 64 Farben. Das Topmodell Evolve setzt mit elektrisch einstellbaren Kunstledersitzen inklusive Massagefunktion, BOSE-Soundsystem und 19-Zoll-Rädern noch einen drauf.

Sicherheit und Assistenz auf hohem Niveau

Serienmäßig verfügt der neue Leaf über ein umfangreiches Assistenzpaket: autonomer Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, aktiver Totwinkel-Assistent, adaptiver Tempomat, Spurhalte- und Lenkassistent sowie ein 360-Grad-Kamerasystem für einfaches Rangieren zählen dazu. In höheren Ausstattungslinien kommen zusätzliche Komfort- und Assistenzfunktionen hinzu.

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Bis zu 10.600 Euro Preisvorteil möglich

In Kombination mit der staatlichen Elektroförderung in Deutschland, die aktuell bis zu 6.000 Euro betragen kann, sowie einem herstellereigenen Leasingbonus summiert sich der Preisvorteil beim Einstiegsmodell auf bis zu 10.600 Euro. Damit rückt der neue Leaf preislich deutlich näher an das Niveau konventionell angetriebener Kompaktmodelle heran.

Nissan, Leaf
Foto: Nissan

Nissan gewährt zudem drei Jahre Garantie oder 100.000 Kilometer, erweiterbar auf bis zu zehn Jahre im Rahmen der „Nissan More“-Garantie. Für die Batterie gilt eine Absicherung von acht Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometern.