ADAC GT Masters

Titel zum Greifen nahe - Asch warnt: Noch sind wir nicht Meister

Sebastian Asch und Luca Ludwig stehen vor dem Titelgewinn im ADAC GT Masters. Der Sohn von Roland Asch warnt jedoch von verfrühter Euphorie.

Motorsport-Magazin.com - Am kommenden Wochenende (02. - 04.10.) wartet das große Finale des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring. Sebastian Asch und sein Teamkollege Luca Ludwig reisen als Tabellenführer mit 31 Punkten Vorsprung an und haben gute Chancen, den Meistertitel im ADAC GT Masters zu gewinnen. In der Teamwertung liegt ihr Team Zakspeed ebenfalls an der Spitze und könnte zum ersten Mal in der Geschichte des Teams diese Meisterschaft für sich entscheiden.

Für Sebastian Asch wäre es bereits der zweite Meistertitel in der Liga der Supersportwagen. 2012 siegte er zusammen mit seinem damaligen Teamkollegen und heutigem DTM-Piloten Maximilian Götz - ebenfalls mit einem Flügeltürer. Mit einem weiteren Titel könnte der Ammerbucher Geschichte im ADAC GT Masters schreiben. Er wäre der erste Pilot, der die Fahrerwertung ein zweites Mal für sich entscheidet.

Von Saisonbeginn an überzeugten Sebastian Asch und sein Teamkollege durch Konstanz und absoluten Siegeswillen. In 8 von bisher insgesamt 14 Rennen stand das Duo auf dem Podest - dabei dreimal als Sieger.

Auf dem Hockenheimring werden die ADAC GT Masters-Läufe 15 und 16 der Saison ausgetragen. Insgesamt sind in den beiden Rennen noch 50 Punkte zu gewinnen. Den ersten Matchball hat Sebastian Asch bereits am Samstag in Rennen 1. Machen er und sein Teamkollege Punkte auf die Verfolger gut, oder verlieren maximal fünf Zähler, ist Sebastian Asch sein zweiter Titel im ADAC GT Masters nicht mehr zu nehmen. Der Fernsehsender SPORT1 überträgt beide Läufe am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live.

Drei Fragen an Sebastian Asch

Sebastian, ihr reist mit 31 Punkten Vorsprung an den Hockenheimring. Mit welchen Gefühlen blickst du auf das Finale?
Sebastian Asch: Viele kommen bereits jetzt auf mich zu und meinen, dass nichts mehr passieren könnte und wir schon so gut wie Meister sind. Aber das stimmt einfach nicht. Wenn unsere Konkurrenten ein Rennen gewinnen, und wir keine Punkte holen, ist alles wieder offen. Natürlich gehen wir hochmotiviert in die beiden letzten Rennen und glauben fest an unsere Chance, aber ich habe im Rennsport schon so viel erlebt und freue mich erst, wenn es wirklich einen Grund zur Freude gibt.

Bei aller Zurückhaltung: Mit diesem Vorsprung kannst du doch etwas entspannter als eure Verfolger anreisen?
Sebastian Asch: Wir sind sicher unter den drei Meisterschaftsanwärtern in der besten Position. Wir kommen mit Vorsprung an die Strecke und die anderen müssen eher anfangen zu rechnen. Wir machen an diesem Wochenende unseren Job, wie wir es die ganze Saison getan haben. Wenn es am Ende reicht, ist das super. Wenn es nicht klappen sollte, können wir uns keinen Vorwurf machen, denn wir haben immer unser Bestes gegeben.

Wie schätzt du euch und eure Gegner auf dem Hockenheimring ein?
Sebastian Asch: Es ist sehr schwierig, etwas dazu zu sagen, bevor wir nicht wirklich auf der Strecke gefahren sind. In meiner Meistersaison 2012 habe ich in Hockenheim gewonnen und die Strecke sollte sehr gut zu unserem SLS AMG GT3 passen. Gleiches gilt aber auch für Porsche und BMW. Sie werden dort ebenfalls stark sein. An den vergangenen drei Wochenenden war es ohnehin schwierig, klare Favoriten zu nennen, da eigentlich alle Autos Chancen auf die vorderen Plätze hatten. Für uns war die letzte Veranstaltung in Zandvoort aber enorm wichtig. Wir haben mit unserem Sieg in Rennen 1 gezeigt, dass wir wieder zurück sind. Daran wollen wir in Hockenheim anknüpfen.


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