Im Rahmen der 24h Qualifiers wurde am Sonntag die Pole in der großen 24h-Generalprobe im ersten Einzelzeitfahren des Jahres ausgefochten. Mit einem Showdown, der am Ende einen Überraschungssieger hervorbrachte, während Max Verstappen bei der Zeitenhatz am Ende gar nicht teilnahm.
Die Regeln: Das Format des Top-Qualifyings am Sonntag bei den 24h Qualifiers war das aus den letzten Jahren bekannte. Alle Autos der Top-Klassen SP9 GT3 und SP-X wurden in 15-Sekunden-Intervallen auf zwei gezeitete Runden hinaus auf die Nordschleife geschickt.
Das Ergebnis: Die Pole-Entscheidung fiel bereits auf der ersten Runde, und sie fiel überraschend an einen Niederländer aus dem erweiterten Verstappen-Universum, nicht aber an Verstappen selbst. Thierry Vermeulen, der Sohn von Verstappens Manager Raymond Vermeulen, brannte im Ferrari 296 GT3 von Kondo Racing eine 8:10,275 in den Asphalt.
Nur um eine Tausendstel scheiterte aber der das ganze Qualifier-Wochenende im Gamota-BMW M4 GT3 stark auftrumpfende David Jahn an seiner zweiten Pole des Wochenendes. Die beiden konnten sich auf der zweiten Runde allerdings nicht mehr verbessern. Einige Konkurrenten schon.
Christopher Haase im Scherer-Audi machte es dabei besonders eng, nur 0,965 Sekunden fehlten ihm im zweiten Versuch. Auch Thomas Preining im Manthey-Porsche machte noch einmal druck, doch es reichte nur für die zweite Reihe. Die Top-5 rundete Lucas Auer ab. Er durfte den Winward-Mercedes #3 bewegen. Max Verstappen sah sich sein erstes Top-Qualifying aus der Garage an, nachdem er im regulären Qualifying am Vormittag zumindest auf Regenreifen noch der Schnellste gewesen war.
24h Qualifiers - Ergebnis Top-Qualifying am Sonntag - Top-10
| P. | Nr. | Team | Auto | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 45 | REALIZE KONDO RACING with Rinaldi | Ferrari 296 GT3 Evo | David Perel Dennis Marshall Thierry Vermeulen | 8:10,275 |
| 2 | 23 | Gamota | BMW M4 GT3 EVO | Anzal Zsigo Moritz Kranz David Jahn | + 0,001 |
| 3 | 16 | Scherer Sport PHX | Audi R8 LMS GT3 evo II | Christopher Haase Alexander Sims Ben Green | + 0,965 |
| 4 | 911 | Manthey | Porsche 911 GT3 R | Thomas Preining Matt Campbell | + 2,033 |
| 5 | 3 | Winward | Mercedes-AMG GT3 | Max Verstappen Lucas Auer | + 3,076 |
| 6 | 26 | PROsport | Mercedes-AMG GT3 | Adam Christodoulou Chris Lulham Mikael Grenier | + 3,202 |
| 7 | 11 | Schnitzelalm Racing | Mercedes-AMG GT3 | Kenneth Heyer Jay Mo Härtling Jannes Fittje | + 3,649 |
| 8 | 48 | LOSCH Motorsport by Black Falcon | Porsche 911 GT3 R | Daan Arrow Patrick Assenheimer Tobias Müller Dylan Pereira | + 3,809 |
| 9 | 80 | Winward | Mercedes-AMG GT3 | Maro Engel Fabian Schiller Luca Stolz | + 4,034 |
| 10 | 5 | Black Falcon EAE | Porsche 911 GT3 R | Mustafa Mehmet Kaya Thomas Kiefer Gabriele Piana Mike Stursberg | + 4,218 |
M3 Touring schlägt BMW-Top-Teams, Desaster für Falken/Dunlop-Porsches
Respektabel präsentierte sich der BMW M3 Touring im Qualifying-Trimm mit Neil Verhagen am Steuer. Verhagen wurde am Ende 14. Inmitten der GT3-Meute, und sogar zweitbester BMW. Er ließ die M4 GT3 von ROWE und auch von Schubert knapp hinter sich und verlor nur 5,891 Sekunden auf Vermeulens Pole-Zeit.
Die Zwischenfälle: Bitter lief das Top-Qualifying für das Team von Sven Schnabl, welches die Porsches von Dunlop und Falken betreute. Alessio Picariello rutschte im Dunlop-Auto noch auf der Einführungsrunde im Kesselchen in die Leitplanke, als es dort für ein paar Minuten kurz nieselte. Nur Minuten später flog Sven Müller im Falken-Porsche im Hatzenbach ab. Auf der letzten Runde musste schließlich auch Yuichi Nakayama im Ring-Racing-Mercedes im Hatzenbach abstellen.
Das Rennen am Sonntag (Start: 13:00 Uhr) gibt es hier im Liveticker:



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