24 h Nürburgring

24 h Nürburgring: BMW eilt von Panne zu Panne

BMW schlittert in den ersten sechs Stunden auf dem Nürburgring von einer Panne in die nächste. Fünf der sechs Autos sind bereits chancenlos.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Die Hoffnungen von BMW auf die Eroberung des Gesamtsieges beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring erhielten schon in den ersten Stunden des Rennens einen schweren Dämpfer. Nach den ersten fünfeinhalb Stunden befindet sich kein GT3-Bolide der Münchner auf der gleichen Runde wie der Führende.

Nach einigen Abflügen und Defekten war der #98 M6 von Rowe Racing schon nach fünf Stunden das letzte verbliebene Fahrzeug in der Spitzengruppe. Doch dann missachtete Tom Blomqvist Gelbe Flaggen und bekam dafür eine Zeitstrafe von 3:32 Minuten aufgebrummt. Das katapultierte ihn aus den Top-10.

Das Schwestern-Auto mit der #99 hatte bereits in den ersten Rennstunden ein Kühlerschaden ereilt, der die Truppe weit mehr als eine Stunde kostete. Unglückspilot Connor De Phillippi entschuldigte sich bei seinen Teamkollegen via Twitter.

"Große Entschuldigung an mein Rowe Racing Team und meine Teamkollegen Alexander Sims, Martin Tomczyk und Jesse Krohn. Wurde in einer Code-60-Zone hinter einem langsamen Auto aufgehalten und hatte einen kleinen Kontakt, der uns das Rennen kostete", schrieb De Phillippi.

BMW Z4 crasht im Kesselchen

Kurz nach acht Uhr musste BMW auch den #100 Z4 aufgeben, der im Kesselchen crashte und das Rennen nicht wieder aufnehmen konnte. Die #33 war zuvor nach zwei Sensordefekten bereits über eine halbe Stunde an der Box gestanden. "Wir hatten seit dem zweiten Stint Motorprobleme, jetzt müssen zwei Sensoren gewechselt werden. Eigentlich müsste man gar nicht mehr rausfahren, aber wir geben nicht auf", ärgerte sich Jens Klingmann.

Der #102 M6 fiel nach einem Missgeschick früh weit zurück. Unfallfahrer Christian Krognes rechtfertigte sich: "Ich hatte in der ersten Kurve Kontakt, als ich gerade aus der Box rauskam. Die Motorhaube löste sich und ich musste erneut die Box ansteuern. Das ist sehr enttäuschend und hat unseren Rhythmus zerstört. Aber wir können weiterfahren und werden so hart wie möglich kämpfen", sagte er.

Das Schwesternauto #101 war nach einem Crash im Training erst gar nicht in das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gestartet. BMW hat das 24-Stunden seit 2010 nicht mehr gewonnen - damals noch mit dem M3 GT2.


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