24 h Nürburgring - Zwölfter Start beim Klassiker in der 'Grünen Hölle'

Sebastian Asch peilt Top-Platzierung an

Sebastian Asch startet 2017 zum zwölften Mal bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Das Ziel ist eine Top-Platzierung.

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Asch macht am Himmelfahrts-Wochenende vom 25. bis 28. Mai das Dutzend voll. Zum zwölften Mal geht der Ammerbucher beim legendären ADAC Zurich 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an den Start. Gemeinsam mit Dominik Baumann, Stefan Mücke und Christian Hohenadel hat sich der Mercedes-AMG Performance-Driver große Ziele gesteckt: Er möchte den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 des Mercedes-AMG Team HTP Motorsport zu einem Top-Ergebnis beim Saisonhighlight führen.

Sebastian, du wirst 2017 mit dem Mercedes-AMG Team HTP Motorsport beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring starten. Wie kam es dazu?
Zunächst einmal möchte ich mich für das Vertrauen bedanken, das Mercedes-AMG in mich setzt. Das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife zählt zu den wichtigsten Events im gesamten Kalender und es macht mich stolz, dass eine so renommierte und starke Mannschaft mich für dieses Rennen an Bord haben möchte. In diesem Jahr werde ich bereits zum zwölften Mal bei diesem Klassiker an den Start gehen. Zusammen mit zahlreichen Rennen in der VLN Langstreckenmeisterschaft und unzähligen Testkilometern habe ich schon die eine oder andere Runde auf der Nordschleife absolviert und kann so wohl behaupten, dass ich etwas Erfahrung dort habe. Als Mercedes-AMG mit der Anfrage auf mich zukam, musste ich also nicht lange überlegen!

Bei deiner Erfahrung in der 'Grünen Hölle' kann das Ziel ja nur Sieg lauten...
Natürlich reist jeder mit diesem Ziel in die Eifel. Wir sind gut aufgestellt und ich habe einen Plan, wie wir eine Top-Platzierung einfahren können. Wir müssen sicherstellen, den Fokus auf uns zu behalten und versuchen, uns aus dem Getümmel am Anfang herauszuhalten. In den ersten zwölf Stunden ist es gut, im Mittelfeld zu fahren. Danach heißt es Attacke machen und sich nach vorne arbeiten.

Welche Lehren habt ihr aus der Vorbereitung gezogen, nachdem das Qualifikationsrennen für euch ja leider schon früh beendet war?
Wir hatten ein ziemlich gutes Setup herausgefahren und das, obwohl wir zwischen dem zweiten VLN-Lauf und dem Qualifikationsrennen nicht viel Zeit zum Testen hatten. Wir haben uns nach und nach verbessert und sind mit dem Dunlop-Reifen gut zurechtgekommen. Das Qualifikationsrennen haben wir von der Pole Position aufgenommen. Leider gab es nach wenigen Runden eine unglückliche Berührung mit einem Porsche und das Rennen war für uns vorzeitig beendet. Dadurch ist uns allen wertvolle Zeit im Auto entgangen. Mit unserer Erfahrung können wir das aber wettmachen.

Du sprichst es bereits an: Mit Dominik Baumann, Stefan Mücke und Christian Hohenadel bildest du ein schlagkräftiges Quartett. Was sind eure größten Stärken?
Wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen und konkurrieren nicht untereinander, sondern ziehen an einem Strang. Das ist sehr wichtig bei einem 24-Stunden-Rennen. Zudem haben wir alle viel Erfahrung. Stefan ist mein Teamkollege im ADAC GT Masters und auch die anderen beiden kenne ich gut. Dominik war lange mein Konkurrent im ADAC GT Masters und ich weiß, wie schnell er ist. Christian kenne ich noch aus der Zeit im Seat Cup, als er ein harter Konkurrent von mir war. Er ist ein absoluter Nordschleifen-Spezialist. Wir vier sind eine gute Kombination und ich denke, dass wir bei der Musik sein werden.

Bereitest du dich mit einem speziellen Training auf die Herausforderung 24-Stunden-Rennen vor?
Mir ist es wichtig, mich zu entspannen, bevor der Trubel mit dem Nachttraining am Donnerstag losgeht. Ehe ich ins Auto steige, wärme ich mich mit Joggen auf. Zwischen meinen Stints kann ich problemlos schlafen und das Geschehen auf der Strecke ausblenden. Ich weiß, dass es jetzt jemand anderes in der Hand hat und bin überzeugt, dass er es richtig machen wird. Diese Einstellung ist sehr wichtig, um immer fokussiert zu bleiben für meine eigenen Stints.


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