WRC

WRC 2020: News, Bilder und Videos in der Coronavirus-Pause

In der Rallye-freien Zeit wegen der Coronavirus-Pandemie sammelt Motorsport-Magazin.com News, Bilder, Videos und Podcasts aus der WRC.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Bis August pausiert die Rallye-Weltmeisterschaft wegen der Coronavirus-Pandemie. Also gibt es vorerst keine Live-Ticker und Rennberichte. Das heißt aber nicht, dass in der WRC Funkstille angesagt ist. Im Gegenteil. Wir sammeln für euch News, Bilderserien, Videos und Podcasts.

  • Video: Die zehn kuriosesten Erlebnisse von Beifahrern
  • Der erste Aufschrieb der Geschichte
  • Safari-Comeback in Kenia 2020 abgesagt
  • Update zum WRC-Kalender 2020
  • Carlos Sainz zum besten Fahrer aller Zeiten gewählt
  • Rallye Portugal findet 2020 nicht statt
  • Co-Pilot gibt Tipps für den Lockdown
  • FIA verbietet Testfahrten
  • Podcast mit Thierry Neuville
  • Loeb über Trampolinspringen und Monopoly
  • Aprilscherz der offiziellen WRC-Webseite
  • Bilderserie über die Beifahrer der Saison 2020

Montag, 25. Mai

Ein Co-Pilot hat es schon bei einer reibungslosen Rallye nicht leicht. Wenn etwas schief geht, wird es mitunter noch riskanter, schmerzhaft oder unerwartet nass. Dann heißt es: Prioritäten setzen.

WRC: Die zehn kuriosesten Erlebnisse von Beifahrern: (05:08 Min.)

Dienstag, 19. Mai

Hättet ihr gedacht, dass ein Formel-1-Fahrer den ersten Aufschrieb diktierte? Laut der offiziellen Webseite der WRC bereitete sich Sir Stirling Moss auf die Mille Miglia 1955 vor, indem er seinen Beifahrer Denis Jenkinson Anmerkungen zu Abzweigungen und Kurven notieren ließ. Dank dieser Vorbereitung bewältigte das Duo in einem Mercedes-Benz 300 SLR die 1597 Kilometer lange Strecke innerhalb von 10 Stunden 7 Minuten und 48 Sekunden und feierte damit den Sieg. Sir Stirling Moss starb vor etwa einem Monat im Alter von 90 Jahren.

Sir Stirling Moss und sein Beifahrer Denis Jenkinson bei der Mille Miglia 1955 - Foto: Daimler AG

Freitag, 15. Mai

Die WRC muss die zweite Coronavirus-bedingte Absage verkünden, das Comeback der Safari-Rallye wird sich auf 2021 verschieben. Damit wird die Rallye Finnland im August zum provisorischen Neustart der Saison.

Mittwoch, 6. Mai

Die FIA und der WRC Promoter haben ein Update zum Kalender der Saison 2020 veröffentlicht. Konkrete Entscheidungen sind darin jedoch nicht enthalten, sondern lediglich der Status Quo. Die Rallye Argentinien kann aufgrund von Beschränkungen, die von der Regierung verhängt wurden, erst im vierten Quartal 2020 nachgeholt werden. Einen Termin gibt es noch nicht. Ob die Rallye Neuseeland wie geplant ihr Comeback feiern kann, soll Ende Mai entschieden werden. Anfang Juni soll auch ein Entschluss zur Austragung der Rallye Finnland fallen, die möglicherweise in den September oder Oktober verschoben werden könnte.

Nach bisherigem Stand ist das erste Event nach der COVID-19-bedingten Pause die Rallye Kenia. Doch auch hinter dieser steht noch ein Fragezeichen. Eine Entscheidung soll am 15. Mai fallen, denn an diesem Tag muss klar sein, ob die Seefracht losgeschickt wird oder nicht.

Dienstag, 5. Mai

In einer Abstimmung auf der offiziellen Webseite der WRC wurde Carlos Sainz zum besten Fahrer aller Zeiten gewählt. Fans und eine Gruppe von sechs Journalisten wählten jeweils in Kopf-an-Kopf-Duellen ihren Sieger (siehe Grafik unten). Sainz trat im Finale gegen Sebastien Loeb an und erhielt 57,28 Prozent der mehr als 80.000 Stimmen.

'El Matador', wie Sainz genannt wird, gewann 1990 und 1992 den Titel in der WRC. Neun Mal beendete er eine Saison auf Gesamtrang zwei oder drei. In 196 Starts feierte Sainz 26 Siege und stand bei fast der Hälfte aller Rallyes, die er bestritt, auf dem Podium.

"Ich könnte nach dieser Anerkennung nicht glücklicher und stolzer sein", sagte Sainz. "Ich muss euch nicht sagen, wie sehr ich Sebastien Loeb schätze und wie sehr er es verdient, der Größte zu sein. Aber ich muss sagen, nicht nur er, sondern alle Weltmeister verdienen diese Anerkennung. Aber jemand muss gewinnen und in diesem Fall habe ich gewonnen. Ich habe alles für den Rallyesport gegeben. Der Rallyesport war mein Leben, mein Traum."

Zur Wahl standen alle 18 Weltmeister seit der Einführung des Fahrertitels im Jahr 1979 sowie zwei Piloten mit einer Wildcard. Findet ihr diese Art der Abstimmung mit Kopf-an-Kopf-Duellen repräsentativ? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!

So lief die Abstimmung ab - Foto: WRC

Donnerstag, 30. April

Die Rallye Portugal findet 2020 nicht statt. Das gab der Veranstalter am Donnerstag bekannt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie war das Event, das vom 21. bis 24. Mai ausgetragen werden sollte, zunächst verschoben worden. Da die Suche nach einem Ersatztermin in der Saison 2020 erfolglos blieb, sagte der Automóvel Club de Portugal die Rallye nun ab. Sie soll erst im Mai 2021 wieder stattfinden.

Donnerstag, 23. April

Wer Carlos del Barrio ist, wisst ihr ja aus unserer Bilderserie über die Beifahrer der Saison 2020. Falls ihr sie noch nicht angeschaut habt, wird es jetzt höchste Zeit.

Der Spanier vertreibt sich momentan die Zeit unter anderem damit, sich Rallyes aus den 70er und 80er Jahren anzusehen. Außerdem hat er das technische Handbuch des Hyundai i20 Coupe WRC gelesen, was ihm zugutekommen könnte, sobald die Saison fortgesetzt wird. In einem Interview, das Hyundai am Donnerstag veröffentlichte, verriet del Barrio außerdem seine mentale Strategie während der Coronakrise.

Für del Barrio ist es auf der einen Seite schwierig, momentan auf seine geliebten Marathonläufe zu verzichten. Auf der anderen Seite hilft ihm der Gedanke an einen Marathonlauf dabei, mit dem Lockdown klarzukommen. "Ich beginne einen Marathon nie mit der vollen Distanz vor Augen. Ich konzentriere mich auf die ersten zehn Kilometer, und wenn ich die absolviert habe, denke ich an die nächsten zehn und so weiter. Die Lockdown-Situation erfordert eine ähnliche Denkweise. Denk an heute, dann an morgen, aber nicht darüber hinaus, denn sonst wird man schnell wahnsinnig. Man muss die Zeit auf andere Weise schätzen lernen und die Dinge Schritt für Schritt angehen", erläuterte del Barrio. Seine Bestleistung bei einem Marathon stellte er übrigens vor neun Jahren auf: drei Stunden und elf Minuten.

Im Lockdown hat del Barrio sich mehr auf Denksport verlegt. Er arbeitet aktuell daran, seine Französisch-, Englisch- und Italienischkenntnisse zu verbessern. Zudem ist er als freiwilliger Helfer in seiner Heimatgemeinde in Spanien aktiv. Er verteilt Mundschutz oder geht für ältere Menschen einkaufen. "Als Profisportler müssen wir normalerweise sehr egoistisch sein, wenn wir gewinnen wollen. Aber jetzt ist das eine ganz andere Geschichte. Wir müssen anderen helfen und dürfen nicht nur an uns selbst denken", betonte er.

Donnerstag, 9. April

Die FIA teilte am Donnerstag mit, dass jegliche Testfahrten bis 31. Mai verboten sind. Damit will die FIA vermeiden, dass einige Hersteller benachteiligt werden, weil in ihrem Land strengere Richtlinien während der Coronavirus-Pandemie gelten als in anderen.

Throwback Thursday: Ihr wollt wissen, wie die Rallyekarriere von Thierry Neuville begann? Wie er lebt und was er überhaupt nicht leiden kann? Dann hört euch die erste Episode der neuen Podcast-Serie 'WRC Backstories' auf der offiziellen Webseite der WRC an:

Donnerstag, 2. April 2020

Am Dienstag kündigte Hyundai an, seine Fans auch in der durch das Coronavirus bedingten Saisonpause zu unterhalten. Den Anfang macht ein Interview mit Sebastien Loeb, der mit seiner Frau und seiner Tochter in der Schweiz lebt. "Ich würde sagen, dass ich ziemlich viel Glück habe, denn wir leben nah an einem Wald in einem Haus mit einem Garten. Es gibt viele andere, die weniger Glück haben", sagte Loeb.

Die Zwangspause nutzt der neunfache Rallyeweltmeister unter anderem zum Radfahren und für Brettspiele wie Monopoly. Er hat außerdem im Garten ein Trampolin für sich und seine Tochter aufgebaut. "Wir müssen diese Situation akzeptieren, die Regeln respektieren und unseren Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verringern", betonte Loeb.

Die Zeit lässt sich auch nutzen, um in Erinnerungen zu schwelgen, etwa an den ersten Sieg in Finnland. Noch lieber denkt Loeb jedoch an den Sieg in seiner Heimat, dem Elsass, im Jahr 2010 zurück. Damals erzielte er vor heimischem Publikum gleichzeitig den Titel in der Fahrer- und in der Herstellerwertung. "In einem Moment wie heute würde ich diese Leute gerne wiedersehen und mit ihnen feiern."

An diesem Moment denkt Loeb gerne zurück - Foto: Andre Lavadinho

Mittwoch, 1. April 2020

Die offizielle Webseite der WRC wartet heute mit einem wirklich gelungenen Aprilscherz auf:

Bei dieser Gelegenheit möchten wir euch auch unsere Bilderserie zu den Beifahrern der Saison 2020 ans Herz legen. Wusstet ihr, dass zwei von ihnen Fahrer waren, ehe sie Beifahrer wurden?


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