WRC

WRC 2018: Neue Autos vorgestellt, alle Prüfungen live verfügbar

Mit dem Launch ist der Start in die Saison 2018 der Rallye-Weltmeisterschaft erfolgt. Die größte Neuigkeit betrifft die Live-Übertragungen der WRC.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Der Startschuss für die Saison 2018 der Rallye-Weltmeisterschaft erfolgte am Donnerstag auf der Autosport International Show in Birmingham. Alle Teamchefs, Fahrer und Beifahrer waren anwesend. Die neuen Boliden aller vier Hersteller in der WRC wurden gemeinsam vorgestellt.

Anschließend gab es wichtige Neuigkeiten für alle WRC-Fans. Zum ersten Mal in der Geschichte der Serie werden bei WRC+ alle Prüfungen live übertragen. Zusätzlich wird es Live-Übertragungen von Siegerehrungen und Presse-Konferenzen geben. Insgesamt verspricht der WRC Promoter mehr als 300 Stunden Live-Sendung. Das Angebot kostet 89,99 Euro im Jahr oder 8,99 Euro im Monat.

Citroen präsentiert weiteren Gaststarter

Bereits im Dezember gab Citroen bekannt, dass Rekord-WRC-Champion Sebastien Loeb 2018 drei Events bestreiten wird. Beim Launch in Birmingham stellte das Team überraschend noch einen weiteren Fahrer vor: Mads Östberg. Aktuell ist nur ein Start bei der Rallye Schweden geplant, doch eine vollständige Rückkehr zu Citroen ist das erklärte Ziel von Östberg. In der vergangenen Saison ging der Norweger in seinem Privatteam an den Start.

M-Sport baut Zusammenarbeit mit Ford aus

M-Sport erhält in der WRC-Saison 2018 mehr technische Unterstützung von Ford Performance. Das Know How der US-Amerikaner soll bei der Entwicklung von Motor, Chassis und Aerodynamik helfen. Die verstärkte Zusammenarbeit ist bereits optisch erkennbar, denn Ford Perfomance erscheint als großer Schriftzug oberhalb der Windschutzscheibe des Ford Fiesta WRC. Außerdem wird Ford bei den Rallyes zugegen sein. Bereits zum Launch in Birmingham schickte Ford Perfomance einen Vertreter. Danach geht es zum M-Sport-Firmensitz, um die technischen Projekte 2018 zu besprechen.

Auch die Zusammenarbeit mit Red Bull hat M-Sport für die WRC-Saison 2018 ausgebaut. Bei der Rallye Monte-Carlo werden insgesamt vier Boliden von M-Sport in einer Red Bull-Lackierung zu sehen sein: neben dem Auto von Sebastien Ogier, der schon 2017 in diesem Look fuhr, auch das von Elfyn Evans sowie die beiden R5-Fiestas von Teemu Suninen und Eric Camilli.

Hyundai gibt Einsatzplan von Sordo und Paddon bekannt

Da Andreas Mikkelsen für die Saison 2018 als Stammfahrer zu Hyundai stößt, gibt es eine Umstellung im Team. Hayden Paddon und Dani Sordo werden sich einen i20 Coupe WRC teilen. Geplant ist, dass Sordo die Rallyes in Monte Carlo, Mexiko, Frankreich, Argentinien, Deutschland und Spanien bestreitet. Paddon soll in Schweden, Italien, Finnland, der Türkei, Großbritannien und Australien zum Einsatz kommen. Bei der Rallye Portugal plant Hyundai, vier Autos an den Start zu bringen, womit keiner der Piloten aussetzen müsste.

Toyota wünscht sich Comeback der Rallye Japan

Aus naheliegenden Gründen hofft Toyota auf eine Rückkehr der Rallye Japan, die seit 2010 nicht mehr im WRC-Kalender steht. Der nächste Schritt in der Entwicklung des Herstellers, der 2017 ein Comeback in der WRC gab, erfolgt 2018 mit dem Einsatz von drei Autos bei allen Rallyes. Zudem erhält das Team Verstärkung in Person von Ott Tänak. Der Este begründete seinen Wechsel von M-Sport zu Toyota mit dem Potential, das er bei Toyota sieht und der Chance, um den Titel zu kämpfen.

Kleine Anekdote am Rande: Während der Interviews auf der Bühne mit allen Teamchefs der vier Hersteller erlaubte sich M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson einen Scherz. Auf die Frage, ob er auf Tommi Mäkinen sauer sei, weil dieser Ott Tänak abgeworben hat, antwortete er: "Er wird die Show mit zwei Veilchen verlassen."


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