Die WEC muss ihren geplanten Saisonstart 2026 in Katar (26. bis 28. März) wegen des anhaltenden Nahost-Konflikts absagen bzw. das 10-Stunden-Rennen verlegen. Das betrifft auch die als Prolog bezeichneten Testfahrten in der Vorwoche. Die aktuelle Situation im Zuge des israelisch-amerikanischen Angriffs auf den Iran sowie der Vergeltungsschläge lassen nach aktuellem Stand keine sichere Durchführung des Rennwochenendes im Wüstenstaat zu.

Das Management der Langstrecken-WM erteilte die offizielle Absage an diesem Dienstag. Die neue WEC-Saison soll nun stattdessen vom 17. bis 19. April 2026 in Imola beginnen - also drei Wochen später als geplant. Das Event auf der italienischen Rennstrecke war ursprünglich als zweiter Lauf im acht Rennen umfassenden Kalender vorgesehen. Die offiziellen Testfahrten sollen ebenfalls in Imola ausgetragen werden.

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WEC: Rennen in Katar soll nachgeholt werden

Die WEC plant unterdessen, das abgesagte Rennen auf dem Losail International Circuit in Katar zu einem späteren Zeitpunkt in den Kalender aufzunehmen. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com visiert die WEC einen Termin in der zweiten Saisonhälfte an, entweder vor oder nach dem 8-Stunden-Rennen in Bahrain (05.-07. November 2026), das eigentlich als Saisonfinale vorgesehen war.

"Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft haben für die FIA stets oberste Priorität", wurde FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem in einer Pressemitteilung zitiert. "Als Auftaktveranstaltung der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft nimmt das Qatar-1812-km-Rennen für viele Fans, Fahrer und Teams eine besondere Stellung ein. Wir werden eng mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um das Rennen auf einen späteren Zeitpunkt in der Saison 2026 zu verlegen."

WEC-Geschäftsführer Frederic Lequien ergänzte: "Seit Samstagmorgen arbeiten wir alle Hand in Hand daran, die beste Lösung für die Durchführung der Veranstaltung zu finden. Auch wenn wir noch einige Tage benötigen, um das genaue neue Datum festzulegen, kann ich bestätigen, dass es in der zweiten Hälfte der Saison 2026 liegen wird. Weitere Informationen werden wir bekanntgeben, sobald sie vorliegen."

Nahost-Konflikt: Raketen und Drohnen über Katar abgefangen

Für die in der WEC engagierten Hersteller und Teams gilt es nun, Teile des Renn-Equipments nach Europa zurückzubringen, das sich schon in Katar oder im 400 Kilometer entfernten Bahrain befindet. Hier hatten einige Teams zuletzt private Testfahrten durchgeführt bzw. weitere in den kommenden Wochen geplant.

Der Nahost-Konflikt, der am Samstag mit einem israelisch-amerikanischen Angriff auf Iran begonnen hatte, hat sich auf angrenzende und umliegende Länder ausgewirkt, darunter Golfstaaten wie Katar oder Abu Dhabi. Ein Ende ist derzeit nicht abzusehen.

Am Sonntag teilte etwa das Verteidigungsministerium in Katar mit, dass zahlreiche Wellen von Raketen und Drohnen eines iranischen Gegenschlages abgefangen worden seien. Insgesamt hätten die Streitkräfte 65 Raketen und zwölf Drohnen registriert. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in der Hauptstadt Doha, die rund 30 Autominuten entfernt von der Rennstrecke Losail International Circuit entfernt liegt.

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