Hinter seinem Namen stand in der WEC-Startliste für die Saison 2026 lange ein Fragezeichen: Robert Kubica. Jetzt ist es amtlich: Der Pole geht für ein weiteres Jahr mit dem privat eingesetzten AF-Corse-Ferrari mit der Nummer 83 in der Langstrecken-WM und damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start.
Das wurde am Dienstag offiziell bekanntgegeben. Damit ist das Erfolgstrio des Vorjahres wieder vereinigt. Bereits seit der Veröffentlichung der ersten Starterliste im Dezember stand fest, dass Ye Yifei weiterhin im gelben AF-Corse-Auto am Lenkrad drehen wird. Phil Hanson wird ebenfalls Teil der Formation bleiben.
Robert Kubica: Ferraris Le-Mans-Held bleibt bei AF-Corse
Der Brite wurde in der vergangenen Woche in den Status eines offiziellen Ferrari-Werksfahrers befördert. Da die Aufstellung in den beiden Werksprototypen schon feststand, war die Verkündung seines Verbleibs in der #83 nur noch Formsache. Ye genießt schon seit letztem Jahr das Privileg als Werksfahrer. Damit ist Kubica der einzige Fahrer des Trios, der über keinen Werksfahrer-Status verfügt.
Der einmalige Grand-Prix-Sieger machte sich im Vorjahr beim 24h-Rennen an der Sarthe zum großen Helden bei AF-Corse, indem er in den letzten Stunden des Rennens den gelb lackierten Ferrari 499P zum Sieg steuerte, und fahrerisch den wohl größten Anteil für den dritten Ferrari-Sieg in Le Mans in Serie hatte. Es war gleichzeitig der erste Gesamtsieg für den ehemaligen Formel-1-Fahrer beim WEC-Highlight.
Hinter dem Verbleib von Kubica bei dem Ferrari-Kundeneinsatz war nicht zuletzt deshalb ein Fragezeichen gestanden, weil er im Vorjahr auf dem Weg zum Le-Mans-Sieg mit scharfer Kritik gegen Ferrari am Funk für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Der 41-Jährige hatte kritisiert, dass er gegenüber den beiden roten Werksautos strategisch benachteiligt werde. Der einstige BMW-Sauber-Sieger ist übrigens einer von nur zwei noch aktiven Fahrern, die sowohl in der Formel 1 als auch an der Sarthe siegreich waren - der andere ist Fernando Alonso.
Kubica, Hanson und Ye siegten im Vorjahr im #83-Ferrari nicht nur in Le Mans, sondern beendeten die Weltmeisterschafts-Saison auch auf dem zweiten Rang hinter dem Schwesterauto mit der #51 (Calado/Giovinazzi/Pier Guidi). Der Titel im Weltcup für Kundenteams war AF Corse mit nur einem einzigen Konkurrenten (Proton Competition Porsche) ohnehin nicht zu nehmen.
Ford und McLaren hatten in den letzten Wochen ebenfalls Fahrer-News für die WEC zu vermelden. Mehr dazu könnt ihr in unserem Video erfahren:



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