WEC

Alonso-Toyota-Deal: Neuer WEC-Termin für Japan-Lauf in Fuji?

Mit Fernando Alonso im Toyota hat die WEC wieder ein neues Zugpferd. Löst man für ihn die F1-Kollision mit Austin auf? Eine Alternative für Fuji gibt es.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Es war ein Paukenschlag, den McLaren und Toyota vor wenigen Tagen offiziell verkündeten: Fernando Alonso wird im LMP1-Team der Japaner Platz nehmen - und das nicht nur für die 24h von Le Mans! Der zweifache Formel-1-Weltmeister bestreitet gleich die komplette Saison der FIA WEC. Für den neuen Superstar ist man offenbar sogar bereit, den Kalender noch einmal zu verändern.

Hintergrund: Stand jetzt könnte Alonso nicht alle WEC-Rennen im Kalenderjahr 2018 bestreiten. Denn der Termin für den Japan-Lauf in Fuji am 21. Oktober kollidiert mit dem US-GP der Formel 1 auf dem Circuit of the Americas. Somit kann Alonso nur an einem der beiden Rennen teilnehmen - und hier dürften seine Verpflichtungen für McLaren im Vordergrund stehen.

Eine unglückliche Situation für die Langstrecken-WM und alle Beteiligten. Daher gibt es nun Medienberichte, nach denen die WEC-Macher darauf reagieren könnten, indem der Termin für das Rennen in Fuji noch einmal kurzfristig verlegt wird. Allzu viel Spielraum hat man hier allerdings nicht. Denn in der Woche nach Fuji (WEC)/Austin (Formel 1) ist die Königsklasse bereits schon wieder unterwegs, dann auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko. Zwei Wochen zuvor bestreitet die Formel 1 ihren japanischen Lauf in Suzuka.

Neuer Fuji-Termin war schon ursprüngliches WEC-Datum

WEC Fuji 2017: Die Highlights des Rennens: (03:04 Min.)

Somit sind den WEC-Bossen im Falle einer Terminverlegung die Hände gebunden: Die einzige Möglichkeit wäre es, das Rennen um eine Woche nach vorne zu verlegen, auf den 14. Oktober. Dieser Termin war auch ursprünglich für das Rennen in Japan angedacht.

Doch dagegen hatten viele WEC-Fahrer protestiert. An jenem Wochenende findet nämlich auch das Petit Le Mans statt, das Saisonfinale in der US-amerikanischen Sportwagen-Serie IMSA. Bei deren Langstrecken-Rennen ist traditionell ein Großteil des WEC-Feldes mit dabei, gerade die GT-Hersteller involvieren ihre Werksfahrer in das IMSA-Programm. Die WEC muss sich daher entscheiden: Macht man alles, um das absolute Zugpferd der Serie in jedem Rennen dabei zu haben, oder befriedigt man die Interessen von vielen Fixstartern?


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