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WEC / Kolumne

Lucas Auer: Erfolgreiches LMP1-Debüt

Lucas Auer berichtet in seiner Kolumne über seinen Abstecher in die WEC mit Lotus. In Austin erreichte der Österreicher den zweiten Platz.
von Lucas Auer

Motorsport-Magazin.com - Hallo zusammen,

ich bin gerade aus den USA zurückgekommen, wo ich für Lotus in der WEC am Start war. Das Team hat auf dem Circuit of the Americas sein LMP1-Debüt gegeben und es war eine große Ehre für mich, dabei sein zu dürfen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Colin Kolles bedanken, der mir diese Chance ermöglicht hat.

Lotus wurde kein Opfer des Regens - Foto: Adrenal Media

Trotz einiger anfänglicher Probleme zu Beginn des Wochenendes konnten wir die volle Distanz von sechs Stunden absolvieren. Ich war zum ersten Mal mit einem LMP1-Boliden unterwegs und die schwierigen Wetterbedingungen haben es nicht einfacher gemacht, aber am Ende ist es uns gelungen, in der Privatfahrerwertung hinter Rebellion Racing den zweiten Platz zu belegen.

Teilweise hat es so heftig geregnet, dass das Rennen unterbrochen werden musste - die Autos mit Trockenreifen sind einfach von der Strecke gespült worden. Ich war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht im Cockpit, aber mein Teamkollege hat es geschafft, ohne Unfall zurück an die Boxen zu kommen.

Die Zusammenarbeit mit dem Team hat super funktioniert, sie haben mir wirklich schnell geholfen, mich einzuleben. Ich würde natürlich gerne noch einen weiteren Einsatz mit Lotus in diesem Jahr bestreiten, wenn es sich mit meinen anderen Terminen vereinbaren lässt, aber bisher steht diesbezüglich nichts fest. Ich bin jedenfalls für alles offen.

Abseits der Rennstrecke habe ich von Austin leider nicht allzu viel mitbekommen. Aber es gibt hübsche Mädels und gute Restaurants in Texas, das kann ich euch versichern!

Mit Siegen die F3-Saison beenden

Lucas Auer hofft auf einen erfolgreichen Saisonabschluss - Foto: FIA F3

Für mich geht es im Oktober wieder in der Formel-3-Europameisterschaft weiter, wo in Imola und Hockenheim die letzten beiden Rennwochenenden auf dem Programm stehen. Der Meistertitel ist zwar mathematisch noch möglich, aber realistisch gesehen wird es ziemlich schwierig. Deshalb besteht mein vorrangiges Ziel darin, Rennsiege zu feiern. Gelingen mir einige Erfolge, ist der Vizemeistertitel noch möglich.

Ich hoffe, dass wir nach der langen Pause noch einmal einen Schritt in die richtige Richtung machen können. Am Mittwoch teste ich deshalb mit meinem Team Mücke Motorsport auf dem Lausitzring und hoffe, dass wir dabei das eine oder andere Detail finden, das uns gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil verschafft.

Damit ist die Saison für mich aber noch nicht beendet, denn ich werde auch heuer wieder in Macau an den Start gehen. Ich freue mich schon sehr darauf, an diesem spektakulären Rennen teilzunehmen. Letztes Jahr war ich schon ziemlich gut unterwegs, bin dann aber leider ausgefallen. Diesmal will ich es natürlich besser machen.


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