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Superbike-WM: Razgatlioglu übernimmt wieder Gesamtführung

Der heiße Zweikampf in der Superbike-WM geht weiter. Im letzten Hauptrennen in Barcelona schlägt Toprak Razgatlioglu gegen Jonathan Rea zurück.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Toprak Razgatlioglu verlässt das Superbike-Wochenende in Barcelona trotz einiger Probleme als WM-Führender. Im abschließenden zweiten Hauptrennen belegt der türkische Yamaha-Fahrer hinter Michael Ruben Rinaldi (Ducati) den zweiten Platz. Da Jonathan Rea (Kawasaki) nur auf dem 6. Platz ins Ziel kommt, geht Razgatlioglu in der Gesamtwertung wieder um einen Punkt am amtierenden Weltmeister vorbei. Jonas Folger verlässt Barcelona hingegen ohne Punkte.

Die Schlüsselszene im 2. Hauptrennen

Toprak Razgatlioglu war bereits solide in Führung, doch Michael Ruben Rinaldi legte das bessere Reifenmanagement an den Tag und konnte fünf Runden vor Schluss die Führung zurückerobern. Razgatlioglu konnte den Anschluss nicht halten, sodass das Rennen entschieden war.

Superbike-WM in Barcelona - der Rennfilm

Startaufstellung: Im Superpole-Race konnte Jonathan Rea die Pole Position vor Toprak Razgatlioglu und Alvaro Bautista erobern.

Start: Rea kommt nicht gut weg und muss Razgatlioglu die Führung überlassen, auch Bautista und Rinaldi schieben sich vor den Weltmeister. In der ersten Kurve stürzt Alex Lowes, wodurch auch Lachlan Epis zu Fall kommt. Folger verliert viel Zeit, da er durch den Kies ausweichen muss.

1. Runde: Rea schnappt sich Bautista, während an der Spitze Razgatlioglu 0,2 Sekunden vor Rinaldi liegt.

2. Runde: Bautista versucht in der ersten Kurve einen Angriff gegen Rea, der aber scheitert. Sykes und Mahias kollidieren an der gleichen Stelle. Der Brite bleibt bewusstlos liegen, weshalb die Rennleitung Rote Flaggen schwenken lässt. Sykes wird minutenlang behandelt, ehe er bei Bewusstsein im Krankenwagen ins Medical Center transportiert wird.

Startaufstellung 2: Da nur kurz gefahren wurde, kommt die ursprüngliche Startaufstellung zur Anwendung. Somit hat Rea erneut die Pole Position inne.

Start: Rea verliert wieder Plätze und muss sich auf Rang 3 hinter Razgatlioglu und Rinaldi einreihen.

1. Runde: Rea sticht im zweiten Sektor bei Rinaldi durch und attackiert in Turn 10 auch Razgatlioglu. Über Start/Ziel fährt das Top-Trio quasi nebeneinander.

2. Runde: In der ersten Kurve bremst sich wieder Razgatlioglu vor Rinaldi und Rea in Führung.

4. Runde: Rinaldi geht in der ersten Kurve in Führung vor Razgatlioglu und Rea. Dahinter entbrennt ein Duell zwischen Bautista und Redding um dem 5. Rang.

6. Runde: Redding attackiert Bautista erneut, doch der Spanier kann schon wieder kontern.

8. Runde: In der ersten Kurve geht eine weitere Attacke von Redding ins Leere.

9. Runde: Rea verliert an Boden auf die beiden Führenden und muss sich nun nach hinten orientieren, wo Locatelli heranbraust.

11. Runde: Auf der Geraden zieht Locatelli an Rea vorbei und schnappt sich dessen Podestplatz. Auch Redding kann an Rea vorbeigehen, dessen WM-Führung somit wackelt.

12. Runde: In der ersten Kurve bremst Rea zu spät, wodurch ihm Bautista durchschlüpft. Nur wenige Sekunden später überholt Razgatlioglu Rinaldi und sichert somit Platz eins in der Gesamtwertung ab.

13. Runde: Razgatlioglu führt 0,124 Sekunden vor Rinaldi, bei dem sich ein Absperrband an der Gabel verhängt hat. Die Verfolger kommen erst mit drei Sekunden Rückstand über den Strich.

15. Runde: Rinaldi geht in der ersten Kurve wieder in Führung! Razgatlioglu kann den Anschluss nicht halten und verliert sofort eine halbe Sekunde.

16. Runde: Rinaldi ist Razgatlioglu nun um eine Sekunde enteilt und sieht wie der sichere Sieger aus.

18. Runde: Redding kann am Ende von Start/Ziel an Locatelli vorbeiziehen.

19. und letzte Runde: Bautista zieht in der ersten Kurve ebenfalls an Locatelli vorbei. Redding holt an der Spitze der Verfolgergruppe massiv auf Razgatlioglu auf.

Zieleinlauf: Michael Ruben Rinaldi gewinnt vor Toprak Razgatlioglu und Scott Redding. Hinter Alvaro Bautista und Andrea Locatelli belegt Jonathan Rea nur den 6. Platz. Garett Ferlogg, Axel Bassani, Michael van der Mark und Kohta Nozane beschließen die Top-10. Jonas Folger bleibt als 16. in Misano ohne Punkte.


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