Motorsport-Magazin.com Plus
Superbike WSBK

Superbike-WM: Marvin Fritz beim Debüt mit Trainingsrang vier

Marvin Fritz hat beim Debüt in der Superbike-WM im tschechischen Most aufhorchen lassen. Das sagte er nach seinem erfolgreichen Einstand.
von Toni Börner

Motorsport-Magazin.com - Das Debüt von iXS YART Yamaha in der Superbike-Weltmeisterschaft ist in den Trainings vom Freitag im tschechischen Autodrom Most sensationell verlaufen. Marvin Fritz klassierte sich in der Tageskombination auf dem vierten Platz, Teamkollege und Lokalmatador Karel Hanika wurde Neunter. Damit ließen die beiden Talente aufhorchen, besonders, weil sie mit den Langstrecken-Maschinen von YART unterwegs waren: Fritz fehlten im Top-Speed rund 15 km/h auf die Schnellsten.

Fritz konnte am Vormittag vorne mitmischen, lag teilweise sogar auf dem dritten Rang. Im Schlussspurt schaffte er dann den Sprung unter die Marke von 1:34 und kam auf eine persönliche Bestzeit von 1:33,809 Minuten. Damit fehlten dem Deutschen nur 0,787 Sekunden auf die Bestmarke von Yamaha-Markenkollege Toprak Razgatlioglu ganz vorn. Der Türke kam auf eine Zeit von 1:33,022 und blieb Tagesschnellster vor Alex Lowes und Scott Redding.

"Wir sind mit dem EWC-Bike hier unterwegs", verriet Fritz im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Das heißt, dass uns rund zehn bis fünfzehn PS fehlen, wir aber auch rund acht Kilogramm mehr Gewicht haben." Von daher zeigte er sich überrascht. "Es war nur das erste freie Training, aber ich wollte gleich von Anfang an pushen, auch wenn mir das Team gesagt hat, ich solle nichts riskieren. Wir waren auch nur einen Tag mit fünf Sessions hier testen – und davor bin ich das letzte Mal 2007 in der IDM mit der 125er hier gefahren." Damals gab es die Schikane nach Start-Ziel noch nicht. "Und auch Rea und Redding waren mit Standard-Bikes hier und haben sich die Strecke schon mal angeschaut."

"Aber es geht auch noch was", sagte Fritz weiter. "Wir haben noch ein paar Ideen, wie wir noch etwas mehr aus unserer YART-R1 heraus holen können und wir sind auch noch nicht auf einem neuen Reifen den großen Angriff gefahren. Ich denke schon, dass die 33 noch fallen kann und wird. Allerdings müssen wir jetzt auch abwarten, wie die Strecke morgen aussieht, nachdem es jetzt am Nachmittag und Abend kräftig geregnet hat. Insgesamt aber ist die Strecke heute in einem sehr guten Zustand gewesen, besonders auch, dass die erste Schikane noch neu asphaltiert worden ist."


Weitere Inhalte:
nach 16 von 26 Rennen