Superbike WSBK

WSBK Assen 2018: Jonathan Rea gewinnt Duell mit van der Mark

Jonathan Rea und Michael van der Mark liefern sich im ersten Superbike-Rennen in Assen ein tolles Duell. Am Ende hat der WSBK-Champion die Nase vorne.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Der WM-Leader baut seinen Vorsprung weiter aus. Jonathan Rea gewinnt den ersten WSBK-Lauf in Assen und kommt somit zwei Plätze vor Verfolger Chaz Davies ins Ziel. Somit baut Rea seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 21 Punkte aus. Michael van der Mark darf sich nach Führungsrunden beim Heimrennen über Platz zwei in Assen freuen. Alex Lowes, der sich überraschend die Pole Position gesichert hatte, ging hingegen unter.

Rea vs. van der Mark: die Schlüsselszene

In der 8. Runde konnte sich Michael van der Mark mit einer Attacke in die Schluss-Schikane zum ersten Mal die Führung von Jonathan Rea schnappen. Doch der Superbike-Weltmeister revanchierte sich nur zwei Runden später an exakt der gleichen Stelle. Danach gab er seine Führung nicht wieder ab und geriet dank guten Reifen-Managements in den letzten beiden Runden nicht mehr in die Schlagdistanz seiner Gegner.

1. Superbike-Lauf in Assen - der Rennfilm

Start: Seine Pole ist Alex Lowes schon in der ersten Kurve los. Xavi Fores übernimmt die Führung, während sich Lowes nur auf Rang drei wiederfindet.

1. Runde: Rea schnappt sich nach wenigen Kurven Fores und übernimmt die Führung. Auch Lowes kann sich wieder am Spanier vorbeischieben. Dahinter hat sich Michael van der Mark auf Position vier verbessert. Chaz Davies ist hingegen nur Siebenter.

2. Runde: Davies kassiert Sykes, vorne kann sich Lowes in den Windschatten von Rea hängen. Die Top-7 sind nach zwei Runden nur durch 1,7 Sekunden getrennt.

3. Runde: Im ersten Sektor greift van der Mark Fores an und schnappt sich dessen dritten Rang. In der Schluss-Schikane geht er auch an Lowes vorbei und ist somit erster Jäger von Leader Rea. Davies hat mittlerweile Melandri überholt.

5. Runde: Van der Mark hat seinen Rückstand auf unter drei Zehntelsekunden gedrückt. Absetzen konnte er sich von seinen Verfolgern aber nicht. Noch immer trennen Leader Rea vom Siebenten Sykes nur knapp über zwei Sekunden.

7. Runde: Verfolger van der Mark ist endgültig an Rea dran. Er zeigt sich dem Leader deutlich, verzichtet vorerst aber noch auf eine aggressive Attacke.

8. Runde: Fores will Lowes angreifen, doch der verteidigt sich. Der Spanier muss weit gehen und somit kann Davies innen durchschlüpfen. In der Schikane gibt es den Führungswechsel: van der Mark schnappt sich Rea und liegt beim Heimrennen voran. Dahinter überholt Davies auch Lowes.

9. Runde: Lowes muss seine Podesthoffnungen wohl begraben. Er fällt nun auch hinter Fores zurück und ist nur noch Fünfter mit einem Rückstand von fast eineinhalb Sekunden. Auch Melandri und Sykes hängen ihm schon im Nacken.

10. Runde: Melandri und Sykes schnappen sich Lowes. An der Spitze geht Rea wieder in Führung: in der letzten Schikane, wo er zwei Runden zuvor P1 verloren hat.

11. Runde: Davies schiebt sich an van der Mark vorbei! Der kann nicht kontern und ist nun Dritter. Auch Fores hält noch den Anschluss an die Spitzengruppe.

14. Runde: Zwei Drittel des Rennens sind vorbei und noch immer führt Rea knapp vor Davies, van der Mark und Fores. Aber auch Sykes hat mittlerweile den Anschluss gefunden und ist als Fünfter wieder bis auf eine Sekunde an Rea herangekommen.

16. Runde: Sykes schnappt sich Fores, der das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen kann. Er verliert sofort acht Zehntel auf Sykes.

17. Runde: Im ersten Sektor überholt van der Mark Davies und ist nun wieder erster Verfolger von Rea, der sich weiterhin nicht absetzen kann. Der schnellste Mann im Feld ist aber erneut Sykes als Vierter.

19. Runde: Zwei Runden vor Schluss liegt Rea 0,345 Sekunden vor van der Mark. Dahinter hat Davies mächtig Druck von Sykes im Kampf um den letzten Podestplatz.

21. und letzte Runde: Jonathan Rea kann sich absetzen und feiert einen letztlich ungefährdeten Sieg vor Michael van der Mark. Dahinter kann Tom Sykes Chaz Davies nicht mehr entscheidend attackieren.

Zieleinlauf: Hinter den Top-4 kommt Xavi Fores vor seinem Ducati-Kollegen Marco Melandri ins Ziel. Die Top-10 komplettieren Loris Baz, Leandro Mercado, Jordi Torres und Toprak Razgatlioglu. Polesitter Alex Lowes muss sich am Ende mit Rang 12 begnügen.


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