In der IDM haben weder Martin Bauer noch KTM mehr etwas zu beweisen. 2010 holten die Orangenen aus Österreich den Hersteller-Titel, in dieser Saison knatterte Bauer zum Fahrer-Titel. Für den 35-Jährigen war es nach 2007 und 2008 der dritte Superbike-Titel in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft, damals gewann er auf Honda. Für Bauer ist damit das Kapitel IDM abgehakt.

Bereits vor Hockenheim hatte der Österreicher bekannt gegeben, dass er dort sein letztes Rennen in dieser Serie fahren wird. Nun will er sich neuen Aufgaben widmen. Bauer soll für KTM im nächsten Jahr ein neues Motorrad entwickeln, wenn man so will den Nachfolger der erfolgreichen KTM RC8 R.

"Mit Martin als Testfahrer und Konrad [Hefele] mit seinem Team hinter ihm werden wir sicher die gleichen großen Vorzüge in der Entwicklung des Superbikes einheimsen, wie wir das von unseren Werksfahrern bei der Entwicklung der Offroad-Bikes gewöhnt sind", kommentierte KTM Straßenrennsport-Chef Konrad Hefele. "KTM ist stolz auf seine 'Ready to Race'-Philosophie und damit einhergehend fließt die Erfahrung, die wir auf der Strecke machen, direkt in die Entwicklung unserer Serienmodelle ein."

Bauer, Hefele und der Rest der Crew wird sich nun voll auf die Weiterentwicklung der KTM 1190 RC8 R konzentrieren. Und das mit dem Ziel die Farbe Orange auf das nächste Level des Superbike-Wettbewerbs zu bringen. 2012 werden daher nur vereinzelte Renneinsätze mit Wildcards angestrebt. "Wir könnten in der italienischen Superbike-Meisterschaft fahren, weil die mit dem WM-Reglement fahren, und natürlich könnten wir ein paar Superbike WM-Läufe fahren", sagte Martin Bauer gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ziel ist dann 2013 natürlich eine ganze WM-Saison."