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KTM gründet Austrian Talent Cup

Österreich ist dank des Red Bull Rings und dank KTM nicht mehr aus der MotoGP wegzudenken. Langfristig will man nun auch einen Fahrer in der Königsklasse.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - KTM startet in Zusammenarbeit mit der Austrian Motorsport Federation und Andy Meklau ein Projekt zur Förderung des österreichischen Motorrad-Nachwuchses. Bereits 2021 soll unter dem Namen "Austrian Talent Cup" ein Kalender mit sechs Events gefahren werden, die Bewerbung ist ab sofort unter Austriantalentcup.at möglich.

Bewerben dürfen sich alle Talente zwischen 13 und 20 Jahren. 17 der 20 Startplätze werden in Kooperation mit dem KTM-Händlernetz vergeben, drei weitere Plätze vergibt das Projekt Spielberg, die Betreiber-Gesellschaft des Red Bull Rings. Das Startgeld liegt bei 2.200 Euro pro Saison. Gefahren wird mit der KTM RC4R, also 250cc-Viertakt-Maschinen.

Als Coach der neuen Rennserie wird Meklau selbst fungieren, der einst selbst jahrelang in der Superbike-WM unterwegs war (u.a. ein Sieg, vier Podestplätze) und aktuell zudem als Renndirektor auf dem Red Bull Ring fungiert.

Als Ziel formuliert die neue Rennserie auf ihrer Webseite, langfristig einen österreichischen MotoGP-Fahrer hervorbringen zu wollen. In Österreich sieht es aktuell nicht allzu vielversprechend mit Motorradtalenten aus. In der Moto3 fährt aktuell der 20-jährige Oberösterreicher Max Kofler, der bislang allerdings noch auf seinen ersten WM-Punkt wartet.

Seit Einführung der MotoGP-Klasse im Jahr 2002 gab es lediglich einen Österreicher, der in der MotoGP starten konnte: Per Wildcard durfte der dreifache IDM-Champion Martin Bauer 2013 in Brünn und Valencia ran, wurde aber in beiden Rennen auf einer Suter-BMW Letzter.


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