Gesamtrang vier drei Wochenenden vor Schluss. Wenn Genesio Bevilacqua, dem Teamchef von Althea Racing, und seinem Fahrer Carlos Checa das jemand vor Saisonbeginn gesagt hätte, sie hätten vermutlich laut aufgelacht. Und hätte dieser jemand dabei noch angefügt, dass keiner der Werks-Piloten von Ducati auch nur annähernd in Schlagdistanz liegen würde, dann hätten sie denjenigen vermutlich für verrückt erklärt.
"Wir haben das nicht erwartet", sagte Carlos Checa gegenüber Crash.net. "Wenn man sich anschaut, dass Haga und Fabrizio letztes Jahr Zweiter und Dritter waren, plus all die Werksteams und wir sind ein Privatteam. Ich dachte, dass es ein Jahr zum Spaß haben wird, das Motorrad anders zu fahren, eine schöne Erfahrung zu machen, neue Leute zu treffen und zu versuchen, es einfach alles zu genießen. Vielleicht hat mich diese Herangehensweise auf dem Motorrad viel glücklicher und freier gemacht."
Das letzte Podium von Checa ist nun aber auch schon ein paar Rennen her. Zuletzt stand er im ersten Lauf von Misano als Zweiter auf dem Treppchen. Seither sind die Gewichtslimits für die Ducati-Zweizylinder neu angepasst worden. Für den Spanier macht das wenig Sinn.
"Es macht keinen großen Unterschied", erklärte er weiter. "Wir könnten eh keine 3 Kilogramm abspecken. Wir fahren vielleicht mit 1,8 Kilo weniger als in den anderen Rennen, aber es ist zu teuer und zu schwierig, das Gewicht zu reduzieren, daher ist das nicht möglich. Ich glaube nicht, dass 3, 2 oder 1 kg, wenn es an der richtigen Position am Motorrad ist, einen großen Unterschied machen sollte."
Probleme sieht Checa vor allem im Topspeed seiner privaten Ducati. "Zu diesem Punkt ist mein Gefühl, dass die Saison gut läuft", fasste er zunächst das Positive zusammen. "Im Moment realisieren wir aber, dass wir ein bisschen Mühe auf langen Geraden haben, aber wir werden sehen, was wir bei den nächsten paar Rennen tun können und versuchen um das Podium zu kämpfen."

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