Valentino Rossi als Ersatz für Felipe Massa?, Foto: Ferrari Press Office
Valentino Rossi als Ersatz für Felipe Massa?, Foto: Ferrari Press Office

Ist nicht manchmal eher der Wunsch der Vater des Gedanken? Manche Italiener können und wollen sich einfach nicht von dem Gedanken verabschieden, Valentino Rossi in der Formel 1 zu sehen. Mit dem geplatztem Comeback Michael Schumachers im Ferrari an Stelle des verletzten Felipe Massas, witterten italienische Kollegen eine weitere Sensation - oder inszenierten sie zumindest. Zumindest starteten sie einen solchen Versuch.

In Brünn wurde Weltmeister Rossi eine wichtige Frage gestellt: Wird er Felipe Massa im Ferrari ersetzen? "Ich habe in den letzten Tagen sehr viel mit Stefano Domenicali über die Rückkehr von Schumi gesprochen", äußerte Rossi gegenüber der Tuttosport. "Aber ich habe kein Angebot erhalten." Eines Schmunzeln konnte sich dabei auch der Yamaha-Pilot nicht entledigen.

"Es ist wirklich sehr schade, dass wir Schumacher nicht zurück im Ferrari sehen werden", sagte der Italiener am Rande des Grand Prix der Tschechischen Republik in Brünn. "Meiner Meinung nach hätte er schon bei seinem zweiten Rennen wieder um den Sieg kämpfen können." Anerkennung und Respekt bringt er dem Deutschen also entgegen. Aber was wäre denn das Szenario, wenn Rossi wirklich in das F1-Auto hüpfen würde? Nun, er würde sich wahrscheinlich unsterblicher machen als jeder andere Pilot.

Zwei Siege an einem Tag - schafft heute nicht mal Rossi., Foto: Yamaha
Zwei Siege an einem Tag - schafft heute nicht mal Rossi., Foto: Yamaha

Es ist Sonntag, der 30. August. Das F1-Rennen in Spa Franchorchamps startet pünktlich um 14 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Nachdem Valentino Rossi gegen 15:30 Uhr den Sieg eingefahren hat, lässt er Siegerehrung und Pressekonferenz sausen um zum siebenten Mal an diesem Wochenende in einem Düsenjet über den Atlantik zu fliegen und pünktlich um 21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit in Indianapolis auf seine Yamaha zu steigen und auch den Sieg in der MotoGP-Klasse einzufahren. So in etwa könnten es sich die italienischen "Fachjournalisten" wohl ausgemalt haben.

Aber auch wenn Valentino Rossi das wohl größte Talent aller Zeiten ist - selbst das würde "zaubern" und "göttliche Kräfte" bei ihm voraussetzen. Und die hat er nun einmal nicht - sonst hätten ihm Nicky Hayden und Casey Stoner nicht in zwei aufeinander folgenden Jahren den WM-Titel "wegnehmen" können. Und das weiß er selbst auch. "Aber egal, ich kann eh nicht gehen. Ich kann nicht auf Motorrädern und in F1-Wagen gleichzeitig Rennen fahren", lautete die kluge Einsicht Rossis.