Le Mans wird der nächste Anlauf für Nicky Hayden, um in der Saison seiner Titelverteidigung auch ein dementsprechendes Resultat abzuliefern. Nach Problemen zu Saisonbeginn stand ihm dabei zuletzt in Shanghai das Pech im Weg, weswegen er nur Zwölfter werden konnte. "Ich brauche wirklich ein gutes Resultat in Frankreich, für mich und für das Team und wir werden sicher alles dafür tun", sagt der Amerikaner. Die Vorzeichen stehen allerdings nicht gut, denn in Le Mans ging es Hayden noch nie besonders gut. "Das kann den Spaß aus jeder Strecke nehmen, schätze ich."
Aber Dinge ändern sich ja bekanntlich, wie er selbst gerade schmerzvoll erfahren darf. So hofft er, dass es diesmal zum Guten ist, auch wenn er nach wie vor einen langen Weg vor sich sieht, um die Maschine auch so hinzubekommen, wie er das will. Momentan beschäftigen ihn aber andere Dinge noch mehr. "Die Dinge waren in diesem Jahr schwierig für mich und als ich in China die Nachricht gehört habe, dass mein kleiner Cousin bei einem Unfall auf der Motocross Strecke getötet wurde, hat das alles in eine andere Perspektive gerückt. Das war wirklich schwierig und ist mir sehr nahe gegangen, aber ich hoffe, in seinem Gedenken dieses Wochenende ein gutes Resultat zu holen. Nach dieser Woche und allem, was passiert ist, kann ich es wirklich nicht erwarten, wieder in den Sattel zu kommen und zu dem Sport, den ich liebe."
Für Dani Pedrosa geht mit weniger emotionalem Balast in das Frankreich-Wochenende und er hat auch ein paar gute Erinnerungen an Le Mans. Da man aber mit der 800er noch nie an der Strecke war, ist es für ihn zunächst einmal wichtig, das richtige Setup zu finden. "Vor allem bei der Übersetzung, da es viele Bereiche gibt, wo man aus langsamen Kurven heraus beschleunigen muss und es ist sehr wichtig, dass man diesen Punkten den nötigen Drive hat", erklärt der Spanier. Damit er die richtigen Einstellungen finden kann, hofft Pedrosa auf gutes Wetter, was in Le Mans aber immer eher eine Sache ist, die man schwer einschätzen kann.
Im Vorjahr konnte er jedenfalls die Pole Position für das Rennen erobern, hatte dann im Rennen aber etwas Pech. "Ich hatte im Rennen ein Reifenproblem und konnte die Führung nicht halten", erzählt er. Allerdings hatte er die Führung nur inne, weil Valentino Rossi vor ihm gleich das ganze Motorrad kaputt gegangen war und der Italiener aufgeben musste. Was die Reifen betrifft, ist Pedrosa aber guten Mutes, denn Michelin bestreitet das Heimrennen und wird sehr darauf bedacht sein, dort nicht wieder von Bridgestone in die Schranken verwiesen zu werden.

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