Francesco Bagnaia meldet sich nach einem Aufwärtstrend in den vergangenen Wochen im MotoGP-Sprint von Brünn endgültig zurück. Er übernimmt am Start die Führung und gibt sie nie mehr ab. Polesitter Ai Ogura muss sich mit Rang zwei begnügen, Marc Marquez wird Dritter. Dahinter landen Fabio Di Giannantonio und Jorge Martin. WM-Leader Marco Bezzecchi stürzt ebenso wie Pedro Acosta.

In der MotoGP-Fahrerwertung schmilzt der Vorsprung von Bezzecchi gegenüber Martin damit auf 15 Punkte. Di Giannantonio liegt 36 Zähler zurück, Acosta 48, Marc Marquez nur noch 65.

MotoGP Brünn: Der Rennfilm im Sprint

Die Startaufstellung: 1. Ogura, 2. Di Giananntonio, 3. Bagnaia, 4. Bezzecchi, 5. M. Marquez, 6. Moreira, 7. R. Fernandez, 8. Acosta, 9. Morbidelli, 10. Martin, 11. Aldeguer, 12. Mir, 13. Vinales, 14. Quartararo, 15. Marini, 16. Bastianini, 17. Miller, 18. Rins, 19. Binder, 20. Razgatlioglu, 21. Crutchlow, DNS A. Marquez

Start: Francesco Bagnaia schießt von Startplatz drei nach vorne und übernimmt die Führung. Dahinter reihen sich Polesitter Ai Ogura, Diogo Moreira, Fabio Di Giannantonio, Marc Marquez und Marco Bezzecchi ein. Jorge Martin ist Achter.

Runde 1/10: Marc Marquez kassiert Di Giannantonio für Rang vier.

Diogo Moreira und Maverick Vinales stürzen unabhängig voneinander in Kurve zwölf aus dem Sprint.

Runde 3/10: Bagnaia macht an der Spitze mächtig Tempo und schraubt seinen Vorsprung auf fast eine Sekunde. Er ist zusammen mit Teamkollege Marc Marquez der einzige Fahrer in den Top-Ten mit dem weichen Hinterreifen.

Runde 4/10: Martin greift Pedro Acosta im Duell um Platz sechs an. Die beiden Spanier tauschen mehrere Überholmanöver aus, Acosta behält vorerst aber die Oberhand.

Runde 5/10: Bagnaia scheint mit dem Soft-Hinterreifen nun in Probleme zu geraten. Ogura und auch Marc Marquez knöpfen ihm in einer Runde fast eine halbe Sekunde ab.

Runde 6/10: Acosta ist gestürzt! Er versenkt die KTM im Kies von Turn 11.

Bagnaia hat sich unterdessen gefangen, den Vorsprung gegenüber Ogura wieder vergrößert und jenen gegenüber Marquez stabil gehalten.

Runde 7/10: Das Jojo-Spiel geht weiter: Ogura und Marquez nähern sich Bagnaia wieder um knapp vier Zehntel.

Luca Marini sorgt für den nächsten Sturz.

Runde 8/10: Ogura ist jetzt dran! Er liegt nur noch knapp drei Zehntel hinter Bagnaia, Marquez fährt eine weitere halbe Sekunde dahinter.

Runde 9/10: Bezzecchi ist gecrasht! Er wirft seinen fünften Platz in Kurve drei weg.

Die Abstände an der Spitze zwischen Bagnaia, Ogura und Marquez bleiben unterdessen stabil.

Runde 10/10: Es kommt zu keinen Angriffen mehr.

LCR-Ersatzmann Cal Crutchlow kommt ebenfalls noch zu Sturz.

Ziel: Bagnaia gewinnt 0,241 Sekunden vor Ogura. Marc Marquez komplettiert weitere 0,553 Sekunden dahinter das Podium. Di Giannantonio wird Vierter vor Martin. Raul Fernandez belegt P6, gefolgt von Enea Bastianini und Fermin Aldeguer. Brad Binder holt den letzten WM-Punkt.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium im Sprint von Brünn

Francesco Bagnaia (Sieger, Ducati):
"Zum Glück lagen wir diesmal (mit der Reifenwahl, Anm. d. Red.) richtig, nicht so wie in Austin oder auch ein paar Rennen zuvor. Ich bin sehr glücklich. Die ersten beiden Runden waren entscheidend. Ich hatte einen guten Start, pushte und habe eine Lücke herausgefahren. Dann habe ich es kontrolliert, denn am Heck war zwar der Grip gar nicht so schlecht, aber es gab starke Vibrationen. Da habe ich etwas langsamer gemacht und versucht, Ai in den letzten beiden Runden in Schach zu halten. Ich bin sehr glücklich, denn dafür haben wir sehr hart gearbeitet. Ich hoffe, dass wir das morgen wiederholen können."

Ai Ogura (Zweiter, Trackhouse):
"Die Leistungsfähigkeit des Hinterreifens war wirklich gut. Für mich war die größte Einschränkung die Front. Ich dachte, dass ich gegen Rennende mehr draufhätte. Aber es war diesmal so und wir haben ja noch eine Chance morgen. Wir werden es wieder versuchen."

Marc Marquez (Dritter, Ducati):
"Ich bin zufrieden mit dem dritten Platz. Wir haben die richtige Wahl (mit dem Soft-Reifen, Anm. d. Red.) getroffen. Ducati hat gute Arbeit geleistet. Jetzt werden wir für morgen arbeiten und versuchen, uns für das längere Rennen zu verbessern."