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MotoGP

MotoGP-Geschichte - Top-5: Die besten Fahrer-Team-Gespanne

Traumehen zwischen Fahrern und ihren Arbeitgebern gab es in der Motorrad-Weltmeisterschaft immer wieder. Die fünf besten Fahrer-Team-Gespanne.
von Sophie Riga

5. Kevin Schwantz und Suzuki

Viele MotoGP-Piloten verspüren früher oder später in ihrer Karriere den Wunsch, sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Und diese neue Herausforderung ist in der Regel der Wechsel in ein neues Team. Eine Handvoll Piloten haben dieser Versuchung aber widerstanden: Unter anderem auch Kevin Schwantz. Der US-Amerikaner hat seine Karriere in der Königsklasse dort begonnen, wo er sie auch beendet hat: Bei Suzuki. Von 1986 bis 1995 wechselte der Name des Werksteams der Blauen zwar mehrfach, doch die Besetzung blieb immer gleich. Zehn Jahre lang hatte die Verbindung Suzuki-Schwantz damit Bestand und konnte in diesem Jahrzehnt beachtliche Erfolge feiern. Vor allem natürlich Schwantz' WM-Titel im Jahr 1993, aber auch in den Jahren davor und danach war der Texaner ein Garant für gute Ergebnisse und spannende Rennen. Die Karriere-lange Treue, die er dem Suzuki-Werksteam hielt, hat ihn nicht nur in Hamamatsu, sondern auch bei Suzuki-Fans auf der ganzen Welt zur lebenden Legende werden lassen. Noch heute ist Schwantz ab und an bei MotoGP-Rennen in der Box 'seines' Teams zu Gast.

4. Max Biaggi und Aprilia

Nicht nur in der Königsklasse, sondern auch in den kleineren WM-Kategorien gab es immer wieder Fahrer-Team-Gespanne, die in die Geschichte eingegangen sind. So auch in der 250cc-Klasse, die in den Jahren 1994 bis 1996 ganz klar von der Aprilia-Werkstruppe und Max Biaggi dominiert wurde. In allen drei Saisons entschied das italienische Dreamteam aus Fahrer und Rennstall den Titel der Fahrerwertung in der mittleren WM-Kategorie für sich. Den deutlichsten Triumph konnte man 1996 erzielen: In insgesamt 15 Rennen krönte Biaggi sich und sein Team neun Mal zum Sieger. Kein Wunder, dass danach der Wechsel in die Königsklasse folgte, allerdings war der Italiener dort mit Honda und Yamaha unterwegs. Das zwar ebenfalls erfolgreich, aber an die Rekorde mit seinem Aprilia-Team zu 250cc-Zeiten konnte Biaggi dort nicht mehr anknüpfen. Das schaffte er erst wieder ab 2009, nachdem er den Wechsel von der MotoGP in die Superbike-WM wagte. Wenig überraschend machte er diesen Sprung gemeinsam mit Aprilia - die nach einer siebenjährigen Pause in die WSBK zurückkehrten. Die Rückkehr mit Biaggi klappte hervorragend - zwei weitere WM-Titel sind Beweis genug.

3. Casey Stoner und Ducati

Stoner ist Ducatis einziger MotoGP-Weltmeister - Foto: Ducati

Casey Stoner wird in den Herzen vieler Ducatisti auf den Straßen dieser Welt und den Mitarbeitern im Werk in Borgo Panigale immer einen festen Platz haben. Schließlich ist es dem Australier als erstem und bisher einzigem Piloten gelungen, mit der Desmosedici GP einen Weltmeistertitel in der MotoGP einzufahren. Obwohl Andrea Dovizioso in den letzten Jahren mit der Topspeed-Rakete aus Bologna schnell unterwegs war, an die Erfolge Stoners konnte er dabei nicht anknüpfen. Niemand ist in der Lage gewesen, diese Maschine so zu bewegen, wie Stoner es konnte. Auch Valentino Rossi nicht, der dessen Nachfolge im Ducati-Team antrat und sich an der zickigen Italienerin zwei Jahre lang vergeblich die Zähne ausbiss, bevor er mit hängenden Schultern den Rückzug antreten musste. Stoners Errungenschaften sind in der Geschichte von Ducati bisher also unerreicht - und machen dieses Fahrer-Team-Gespann damit so einmalig.

2. Marc Marquez und Repsol Honda

Viele Piloten in der MotoGP-Geschichte waren auf Honda-Material überdurchschnittlich erfolgreich. Mike Hailwood ist ein gutes Beispiel, Mick Doohan ebenso. Aber keine der MotoGP-Legenden kann auf so viele Erfolge mit dem japanischen Hersteller zurückblicken wie Marc Marquez. Seit 2013 ist er Teil des Repsol-Honda-Teams - und es ist kein Wunder, dass das Werksteam der Japaner den achtfachen Weltmeister gleich für vier weitere Jahre an sich gebunden hat. Denn Marquez ist ein WM-Garant: Immerhin hat er in seinen acht Jahren bei Repsol Honda nicht weniger als sechs Fahrertitel eingefahren. Von Konstrukteurs- und Teamtiteln, die er praktisch im Alleingang gestemmt hat, gar nicht erst zu reden. Gleichzeitig hat Marquez in seinem Team alles, was er sich wünscht: Den unangefochtenen Nummer-1-Status, ein gutes Umfeld und die besten technischen Möglichkeiten. Deshalb steht außer Frage, dass Marquez und Repsol Honda ein Match Made In Heaven sind.

1. Valentino Rossi und Yamaha

Valentino Rossi und Yamaha - die vielleicht größte Liebesgeschichte der MotoGP. Seinen Anfang fand sie im Jahr 2004. In den vorherigen drei Jahren dominiert Rossi als Pilot des Honda-Werksteams die WM und fährt in jeder dieser Saisons den Titel nach Hause. Doch er sucht eine neue Herausforderung - und entscheidet sich zur Überraschung aller für einen Wechsel in das von Problemen geplagte Yamaha-Werksteam. Nicht wenige halten ihn für verrückt, doch dann gewinnt Rossi gleich sein erstes Rennen auf der M1. Was folgt, ist eine beispiellose Reihe von Erfolgen: Vier WM-Titel feiern Rossi und Yamaha gemeinsam, sieben weitere Male fährt der Italiener mit der M1 unter die besten drei Piloten des Jahres. Auch das kurze Fremdgehen Rossis mit der Desmosedici GP hat die Beziehung, die Fahrer und Hersteller bis zum heutigen Tag miteinander haben, nicht getrübt. Man vertraut und verlässt sich blind aufeinander. Ganz zu schweigen von dem Profit, den beide Parteien miteinander machen. Rossis Beziehung zu Yamaha geht über die eines normalen Fahrers hinaus: Nicht zuletzt deshalb, weil sogar das Merchandise des Teams über den 'Doktor' läuft.

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