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MotoGP Aragon 2020: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Alex Rins siegt in Aragon, Alex Marquez und Joan Mir komplettieren das Podium. Die Reaktionen zum Rennsonntag im Motorland Aragon.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Alex Rins (Suzuki): "Das ist unglaublich! Im Grid war ich sowas von ruhig. Ich dachte schon, dass das ein schlechtes Zeichen ist, aber mir ist ein richtig guter Start gelungen und auch die ersten Runden waren super. Als ich dann hinter Maverick war, konnte ich sehen, dass ich schneller bin als er. Also habe ich angegriffen, gleichzeitig aber darauf geachtet, den Hinterreifen nicht zu verheizen. Dann konnte ich die Lücke nach hinten gut managen."

2. Alex Marquez (Repsol Honda): "Nach Startplatz elf hätte ich nicht damit gerechnet, heute auf dem Podium zu stehen. In den ersten beiden Runden habe ich angegriffen wie verrückt. Ich wusste, dass ich einer der Fahrer bin, die am Ende weniger Probleme mit dem Reifenverschleiß haben werden. Ich bin sehr, sehr glücklich. Ich hatte das ganze Wochenende eine super Pace, nur am Qualifying müssen wir noch arbeiten. Denn heute war ich der schnellste Fahrer auf der Strecke. Nur ein Überholmanöver hat gefehlt, aber ich war an der Front einfach zu sehr am Limit."

3. Joan Mir (Suzuki) "Die WM anzuführen fühlt sich großartig an. Ich denke aber weiterhin von Rennen zu Rennen und versuche, so konstant wie möglich zu sein. Mit dem Rennen heute bin ich nicht wirklich zufrieden. In den letzten Runden hatte ich große Probleme an der Front. Ich konnte meine Pace nicht halten. Das ist enttäuschend, aber über das Podium freue ich mich sehr. Gratulation auch an meinen Teamkollegen Alex! Er ist heute ein super Rennen gefahren."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich freue mich so über meinen guten Start. Ich lag nach der ersten Runde um 0.7 Sekunden vor dem Rest. Das gibt mir Selbstvertrauen. Ich bin mit meiner ersten Runde sehr zufrieden. Mit dem Vorderreifen lief es heute gut, nur der Hinterreifen hat mir Probleme gemacht. Nach fünf oder sechs Runden hat er auf der linken Seite stark abgebaut. In den Sektoren mit vielen Linkskurven habe ich dadurch Zeit verloren, während ich durch Rechtskurven sehr schnell war. Wir haben heute das Maximum aus dem Bike herausgeholt."

5. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich freue mich darüber, bester Satelliten-Pilot zu sein. Es ist schön, am Sonntag im Parc Ferme zu stehen. Das Rennen war hart und es war schwierig, die Reifen zu verwalten. Ich habe mein Bestes gegeben und im nächsten Rennen hier möchte ich um das Podium kämpfen."

6. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich hatte Schwierigkeiten in den Zweikämpfen zu Beginn des Rennens. Mit dem Medium-Reifen habe ich da zu viel an Boden verloren. Am Ende konnte ich Zeit auf Maverick gutmachen, habe es aber nicht mehr geschafft, ihn anzugreifen. Leider habe ich Platz fünf in der letzten Kurve an Taka verloren. Es war dennoch ein gutes Rennen."

Mit Rang sieben wurde Andrea Dovizioso in Aragon bester Ducati-Pilot - Foto: MotoGP.com

7. Andrea Dovizioso (Ducati): "Am Ende haben wir das Maximum herausgeholt, deshalb bin ich zufrieden. Ich hatte keinen besonderen Speed und habe in einigen Kurven viel verloren. Ich hätte gedacht, dass ich am Ende mit meinem Soft-Reifen weiter zurückfallen würde, doch das ist ausgerechnet den Piloten auf Medium passiert. Wenn man von P13 startet, ist meine Endplatzierung okay. Wir bei Ducati haben aber mehr Luft nach oben für Verbesserungen als unsere Konkurrenz für das zweite Rennen."

8. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Natürlich ist das nicht das Resultat, das wir uns heute erwartet hatten. In der Aufwärmrunde hatte ich ein Problem mit der Kupplung, die gerutscht ist. Ich wusste daher nicht, wie ich es am Start anlegen sollte und hatte auch in den ersten Runden große Schwierigkeiten. Später ist es besser geworden, aber da war ich nur noch auf dem zwölften Platz und musste mich wieder nach vorne kämpfen. Mehr als Rang acht war so nicht mehr drinnen."

9. Jack Miller (Pramac Ducati): "Das ist definitiv nicht das Resultat, das wir wollten, aber wir haben alles in unserer Macht stehende getan. Es war kein schlechtes Rennen, aber ich hatte keinen guten Grip und so war es schwierig, bis zum Ende eine ordentliche Pace zu halten. Wie auch immer: Nächste Woche fahren wir wieder hier und mit den gesammelten Daten können wir uns dann hoffentlich besser schlagen."

10. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Platz zehn ist eine gute Position, vor allem nach dem schwierigen Wochenende, das wir hatten. Ich bin einen Großteil des Rennens in einer Gruppe mit vielen anderen Piloten gefahren und konnte so für das nächste Wochenende gut erkennen, wo meine Stärken und Schwächen liegen."

11. Brad Binder (KTM): "Es war generell ein anspruchsvolles Wochenende. Wir hatten ein paar gute Sessions, aber vieles hat hier für uns auch einfach nicht funktioniert. Das ganze Team hat sehr hart gearbeitet, aber wir haben viele Dinge ausprobiert und einfach keine Lösung gefunden. Heute bin ich so gut gefahren, wie ich konnte und habe bis zum Ende auf jeder Runde mein Bestes gegeben."

12. Pol Espargaro (KTM): "Es war kein einfacher Tag. Wir hatten schon in der Startaufstellung einen harten Job und auf den ersten Runden haben sich jede Menge Fahrer berührt. Die Bike-Teile sind nur so herumgeflogen. Ich habe ein paar Positionen verloren und hin dann hinter einigen anderen fest. Das ganze Paket hat heute nicht so funktioniert, wie es sollte."

KTM-Pilot Pol Espargaro schlug in Aragon seinen Bruder Aleix auf der Aprilia - Foto: MotoGP.com

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war kein einfaches Rennen. Ich bin gut gestartet, aber ein Kontakt vor mir hat mich ein paar Positionen gekostet. Meine Pace war nicht schlecht, aber nicht auf dem Level, das ich erwartet hätte. Leider konnten wir nicht perfekt arbeiten, weil wir nach einem Problem im Training nicht ideal mit den Reifen umgehen konnten. Vor allem bei der Beschleunigung hatte ich Probleme. Ich konnte nicht besonders gut überholen und das hat mich im Rennen eingeschränkt."

14. Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Zu Beginn des Rennens habe ich ein paar Positionen verloren. Später bin ich hinter Miguel (Oliveira) für viele Runden gefahren und habe versucht, meine Reifen für das Ende des Rennens zu schonen. Das war eine gute Idee, weil Miguel stark gepusht hat. So konnten wir die Lücke zur Spitze schließen. Am Ende bin ich an Miguel vorbeigegangen, weil ich mit meinem Extra-Grip gepusht habe. Ich bin mit meinem Rennen zufrieden, ich war sehr konstant und stark."

15. Danilo Petrucci (Ducati): "In der ersten Rennhälfte war ich gut und konnte mit den anderen Ducati mithalten. Dann hat mich aber Pol Espargaro in Turn 5 berührt und ich wäre fast vom Motorrad gefallen, da haben mich drei Fahrer überholt. Darüber bin ich nicht erfreut. Wir haben im Warm-Up noch eine Modifikation vorgenommen, um den Grip zu erhöhen. Dafür mussten wir aber Stabilität in den Kurven opfern."

16. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Es war ein hartes Rennen. In der ersten Hälfte war ich konkurrenzfähig, aber später wurde es schwer, mit dem Reifen zu haushalten. Ich habe ihn ziemlich schnell runtergefahren und habe dann Zeit verloren. Es war nicht einfach, das Rennen überhaupt zu beenden. Ich denke, dass wir uns natürlich noch verbessern können. Darauf werden wir uns am nächsten Wochenende konzentrieren."

17. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Es war ein aufregendes Rennen. Vom letzten Platz aus zu starten war ein Desaster, aber wir konnten ein paar Ränge gut machen und hatten ein paar tolle Fights. Wir haben an der Geometrie des Bikes gearbeitet und verbessern uns Stück für Stück. Unsere Pace im Warm-Up war nicht schlecht, aber leider hat das nicht zu einem besseren Ergebnis geführt. Aber wir machen Fortschritte."

18. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Es war ein technisches Problem. Der Luftdruck im Vorderreifen war vollkommen außer Kontrolle. Die ersten drei Runden war er ideal, aber dann ist er nach oben geschossen. Da kann man sich ja vorstellen, wie es später im Rennen aussah. Ich kann keine Zahlen nennen, aber es war alles andere als normal. So etwas habe ich noch nie erlebt. Dadurch wurde das Fahren natürlich sehr kritisch. Ich konnte nicht richtig bremsen und das Bike nicht umlegen. Deshalb bin ich auch so oft weitgegangen."

Desaströses Rennen in Aragon: Petronas-Pilot Fabio Quartararo - Foto: MotoGP.com

19. Bradley Smith (Aprilia): "Mein Rennen war schon auf der ersten Runde entschieden. Aufgrund eines Problems an der Gangschaltung lag ich mit vier oder fünf Sekunden Rückstand am Ende der Gruppe. Von da an war es ziemlich schwer, wieder aufzuholen. Ich konnte aber die Pace gehen, die ich erwartet hätte. Deshalb sehe ich das Glas halb voll."

20. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Ich hatte einen guten Start und konnte ein paar Positionen gutmachen. Der Rest des Rennens war aber schwierig. Ich konnte die Pace der ersten Runden nicht halten und so haben mich einige Fahrer wieder überholt. Mein Gefühl mit dem Hinterreifen war das gesamte Rennen über nicht gut."

DNF Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Als ich gestürzt bin, hat es sich zunächst angefühlt, als hätte mich jemand berührt. Die Daten haben aber gezeigt, dass ich den Gang wohl nicht richtig eingelegt hatte. Es tut mir leid, denn nach nur drei Runden zu stürzen ist immer schlecht. Vor allem, weil ich glaube, dass ich eine schöne Aufholjagd starten hätte können, denn ich habe endlich das richtige Gefühl gefunden."


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