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MotoGP Jerez 2020: Die Reaktionen zum Rennen

Fabio Quartararo hat sich unter der Hitze in Jerez zum ersten Mal in seinem Leben zum MotoGP-Sieger gekrönt. Die Reaktionen zum ersten Rennsonntag des Jahre
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Verdammte Scheiße, das ist der beste Moment meines Lebens! Ich kann es noch gar nicht glauben. Es fühlt sich so surreal an, ohne Fans hier zu sein. Ich hätte sie heute so gerne da gehabt um mit ihnen zu feiern. Ich möchte den Fans und allen Leuten, die von Corona betroffen sind, diesen Sieg widmen. Und natürlich auch meiner Familie, die mich immer unterstützt hat."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Jerez ist normalerweise keine gute Strecke für mich, aber es wird von Jahr zu Jahr besser. Mit diesem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden. Das ist ein solides Resultat. Ich wollte am Beginn voll pushen, habe aber zwei oder drei Mal das Vorderrad verloren und wäre fast gestürzt. Deshalb habe ich Tempo rausgenommen, um am Ende kämpfen zu können. Da habe ich dann auch wieder meinen Rhythmus gefunden."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin unglaublich happy, aber ich habe nicht mehr die Energie um es zu zeigen. Das Rennen war so hart. Ich hatte wirklich Probleme, das Motorrad richtig zu fahren, aber ich habe nicht aufgegeben. So konnte ich an den anderen Fahrern dranbleiben und dann zuschlagen, als ihre Reifen nachgelassen haben. Ich bin sehr glücklich, denn vor nur zwei Wochen habe ich mir das Schlüsselbein gebrochen."

4. Jack Miller (Pramac Ducati): "Für mich war es insgesamt ein wirklich gutes Rennen, vor allem wenn man es mit dem letzten Jahr hier in Jerez vergleicht. Das Motorrad hat super funktioniert und ich habe mich wohlgefühlt. Die Reifen konnte ich gut verwalten und wir wissen, wo wir uns noch steigern können. Diesen vierten Platz nehmen wir gerne mit."

5. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Mein Ziel waren die Top-Five, aber in den letzten Runden war ich dann sogar mitten im Kampf um das Podium. Da habe ich mich leider nicht richtig verhalten und hätte cleverer sein können. Es war dennoch ein positives Rennen. Ich habe mich nach vorne gekämpft und hatte ein paar gute Zweikämpfe. Unsere Schwäche an diesem Wochenende war das Qualifying. Bei unserem Speed war es nicht akzeptabel, vom zehnten beziehungsweise neunten und dann achten Platz zu starten."

6. Pol Espargaro (KTM): "Es war ein sehr guter Tag und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, aber natürlich will man immer mehr. Wir waren nur eine Sekunde vom Podium entfernt. Ich muss näher an die Jungs vorne rankommen, um zu überholen, aber die Reifentemperatur war so schon extrem hoch. Normalerweise haben wir in Jerez immer Probleme, also ist dieses Ergebnis bei derart hohen Temperaturen sehr gut."

Pol Espargaro konnte die KTM auf Rang sechs stellen - Foto: MotoGP.com

7. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "In den ersten Runden habe ich in der Spitzengruppe versucht, meine Reifen zu managen, denn uns war klar, dass es sein sehr langes Rennen wird. Ich konnte dann 15 Runden lang in den Top-Five fahren. So etwas ist mir im Vorjahr nie gelungen. Ich bin also ganz zufrieden."

8. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Ich bin sehr, sehr zufrieden mit diesem Wochenende. Nachdem wir in den Trainings ein paar Probleme hatten, denke ich, haben wir uns dieses Ergebnis verdient. Die Saison mit einem Top-10-Ergebnis zu starten ist besser, als wir erwartet hätten. Wir haben natürlich noch viel Arbeit für das nächste Rennen vor uns, aber ich bin mit meiner Performance zufrieden, denn das Qualifying war wirklich schwierig. Ich freue mich sehr, meinem Team dieses Ergebnis schenken zu können."

9. Danilo Petrucci (Ducati): "Es war ein hartes Rennen für mich. Zusätzlich zu meinen Nackenschmerzen habe ich aufgrund der vielen Schmerzmittel in den vergangenen Tagen auch noch Magenprobleme bekommen. Da war heute einfach nicht mehr möglich. Im Rennen habe ich einfach nur versucht durchzuhalten und bin immerhin in die Top-Ten gekommen. Hoffentlich bin ich nächste Woche wieder völlig fit."

10. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Wir haben das erste Rennen beendet, was gut ist. Davon abgesehen bin ich aber nicht wirklich zufrieden. Leider hatte ich vom Start weg Probleme mit dem Vorderrad. Ich habe mich dann stark darauf konzentriert, nicht wegzurutschen. Hoffentlich können wir hier nächste Woche unser wahres Potenzial zeigen."

11. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Ich bin einfach nur froh, das Rennen beendet zu haben. Das ist mir seit fast zehn Monaten nicht mehr gelungen. So kann ich mich Schritt für Schritt wieder auf ein gutes Niveau hocharbeiten. Im Rennen habe ich viele Dinge verstanden, die ich jetzt mit Ducati besprechen kann, um ein noch besseres Gefühl und eine bessere Pace zu erreichen."

12. Alex Marquez (Repsol Honda): "Es war ein ganz gutes erstes Rennen. Wir haben eine ordentliche Basis, auf die wir aufbauen können. Das Rennen war bei dieser Hitze ein echter körperlicher Härtetest. Gegen Rennhälfte war ich schnell, aber ich muss mich in den ersten und letzten Runden steigern. Das gehört aber zum Rookie-Dasein dazu."

MotoGP-Rookie Alex Marquez beendete sein erstes Rennen als Zwölfter - Foto: MotoGP.com

13. Brad Binder (KTM): "Ich muss mich beim Team entschuldigen. Wir hätten heute ein sehr gutes Resultat holen können. Leider habe ich einen Fehler gemacht. Mir war klar, dass ich in dieser Gruppe mitfahren kann, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass es mir so leichtfällt. Das war eine Überraschung. Mit dem Motorrad bin ich sehr zufrieden. Das gesamte Paket funktioniert ausgezeichnet."

14. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Die ersten Runden haben wirklich Spaß gemacht. Ich war in einer Gruppe, aber dann habe ich den Anschluss verloren. Dann sind noch Probleme mit dem Vorderrad dazugekommen, die es mir sehr schwer gemacht haben, schneller zu fahren. Das Rennen wurde dadurch sehr lang für mich und ich konnte mich leider nicht mehr zurückkämpfen."

15. Bradley Smith (Aprilia): "Mein Ziel heute war es, alle 25 Runden zu fahren um möglichst viele Informationen über das neue Motorrad zu sammeln. Ich bin sehr gut gestartet, aber im Windschatten von vielen anderen Fahrern habe ich schnell Probleme bekommen. Die Reifentemperatur und die -drücke waren jenseits von Gut und Böse. Ich hatte kaum Grip."

DNF Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Um ehrlich zu sein bereue ich meine Entscheidung, in die Box zurückgekehrt zu sein. Es waren nur noch fünf Runden. Ich hätte nur ein bisschen Speed mitnehmen sollen und versuchen, das Rennen zu beenden. Die Punkte wären sowieso in Reichweite gewesen. Ich habe ein mögliches Top-10-Ergebnis verpasst, aber ich habe mich sehr schwach gefühlt und wollte keinen Crash riskieren und dabei noch jemanden verletzen, also habe ich aufgehört."

Musste mit einem technischen Defekt an seiner Yamaha vorzeitig aufgeben: Valentino Rossi - Foto: MotoGP.com

DNF Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein hartes Wochenende, denn durch die hohen Temperaturen hatte ich große Probleme mit der Reifentemperatur am Hinterrad. Der Reifen funktioniert einfach nicht richtig. Nach ein paar Runden im Rennen habe ich viel Grip verloren und war daher auch nicht wirklich schnell. Dann hatte ich auch noch ein Problem am Motorrad. Auf der Geraden ist ein rotes Licht angegangen und ich musste aufgeben."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Es tut mir sehr leid für Aprilia und die Fans. Vom Start weg habe ich mich gut gefühlt und war schneller als die Fahrer vor mir. Bei einem Überholmanöver ist mir dann aber das Vorderrad weggerutscht. Wenn der Tank voll ist, ist es mit unserem Bike schwierig, richtig zu pushen."

DNF Joan Mir (Suzuki): "Unser Wochenende war eigentlich nicht schlecht, nur im Rennen hatten wir Probleme. Ich habe versucht, möglichst viele Positionen gutzumachen, aber mein Start war schlecht. Dann habe ich das Vorderrad verloren und bin gestürzt. Es war mein Fehler und ich möchte mich dafür beim Team entschuldigen."


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