MotoGP

MotoGP Sachsenring 2019: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Marc Marquez ist in der MotoGP auch weiterhin der unangefochtene King of the Ring. Die Reaktionen zum Rennsonntag auf dem Sachsenring.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Unglaublich. Meine Strategie ist heute perfekt aufgegangen. Mein Start war nicht gut, aber ich habe dann in Kurve eins extrem spät gebremst und so wieder die Führung geholt. Dann bin ich zwei Runden lang etwas langsamer gefahren und habe erst dann gepusht. Ich konnte eine Lücke aufmachen und als ich mehr als drei Sekunden habe, musste ich nur noch verwalten."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein wirklich hartes Rennen. Schon am Vormittag war der Grip durch den Regen viel schlechter. Wir haben dann auf den harten Hinterreifen gesetzt. Das war ein Gamble, aber er ist aufgegangen. Ich konnte eine konstante Pace fahren und Platz zwei holen. Das war mein Ziel."

3. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich hatte schon vor dem Wochenende das Gefühl, dass ich hier ein gutes Rennen haben könnte, weil ich auch in Assen und Barcelona stark war. Dort habe ich aber Fehler gemacht, hier nicht. Kurz vor dem Ende hatte ich dann einen Rutscher. Da habe ich beschlossen, nicht mehr um Platz zwei zu kämpfen. Mit diesem Podium gehe ich sehr gerne in die Sommerpause."

4. Danilo Petrucci (Ducati): "Wir haben heute das Maximum herausgeholt. Uns ist ein gutes Comeback gelungen und wir haben wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft geholt. Zum Glück hat der Sturz gestern meine Performance heute nicht wirklich beeinflusst. Mein Start war gut und ich konnte sofort einige Positionen gutmachen. Es war nicht leicht, die anderen Fahrer hinter mir zu halten, aber der Kampf mit Dovi und Jack hat richtig Spaß gemacht. Negativ ist heute nur der Abstand zum Sieger."

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Der Abstand zu Marc zeigt, dass wir uns in einigen Bereichen noch deutlich steigern müssen, um in allen Situationen mithalten zu können. Wir sind aber immer noch Zweiter in der WM, obwohl wir in Barcelona großes Pech und in den letzten Rennen Probleme hatten. Wir werden nicht aufgeben und versuchen, in der kurzen Pause einige Lösungen zu finden, um in der zweiten Saisonhälfte konkurrenzfähiger zu sein."

6. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ehrlich gesagt dachte ich, dass mehr möglich war. Ich war schnell genug, um die beiden Werks-Ducatis auf der letzten Runde anzugreifen, aber am Ende entschied ich mich, keine Fehler zu machen und diese wichtigen Punkte mit nach Hause zu nehmen. Damit bin ich erster Independent-Fahrer."

Jack Miller wurde beim Deutschland GP auf dem Sachsenring Sechster - Foto: Pramac Racing

7. Joan Mir (Suzuki): "Es war toll, mit einer schnellen Gruppe um die Spitzenplätze zu kämpfen. Ich habe aber ein paar Fehler gemacht und musste ein paar Plätze zurückholen, das kostete mir Zeit. Egal, ich bin zufrieden mit meiner Leistung, mit meiner Pace. Es war schwierig zu überholen, aber ich gab mein Bestes und konnte Platz sieben nach Hause bringen."

8. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin nicht zufrieden, weil es ein schwieriges Rennen war und ich sehr gelitten habe. Zuerst einmal starteten wir auf dem Medium, weil Michelin uns sagte, es sei auf dem Hard unmöglich. Aber wir sind zu stark gerutscht und hatten keinen Grip. Das war das erste Problem. Schlimmer war, dass ich mich in Assen im Rennen stark fühlte, und das wollten wir hier bestätigen, aber in Wahrheit war ich nicht sehr schnell und fühlte mich nicht komfortabel. Das ist bitter. Als wir zum letzten Mal an dieser Stelle der Meisterschaft standen, war ich vorne dabei, hatte gute Rennen von Le Mans bis zum Sachsenring. Dieses Jahr war es viel schwieriger. Wir müssen verstehen warum."

9. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Das war ein seltsames Rennen für mich. Ich war Teil der großen Gruppe, die bei Platz vier begann, konnte aber nicht angreifen und musste hinten bleiben. Ich versuchte auf die Reifen aufzupassen, aber sogar dann brachen sie etwas ein und ich verlor den Anschluss zur Gruppe. Es ist ein Top-10, aber das Gefühl im Rennen war ganz anders als im Training."

10. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Ich habe das Wochenende wirklich genossen. Nicht viele Leute haben die Möglichkeit, in den Farben von Repsol Honda ihr Heimrennen zu bestreiten. Die Zusammenarbeit mit dem Team hat sehr gut funktioniert. In den ersten Runden des Rennes hätte ich vielleicht aggressiver sein können. Dann wäre ich wohl an der Gruppe vorne drangeblieben. Die Top-Ten waren aber mein Ziel und das habe ich erreicht."

11. Tito Rabat (Avintia Ducati): Zitat folgt.

12. Pol Espargaro (KTM): "Der Start war nicht herausragend, wir hatten ein kleines Elektronik-Problem. Aber die erste Rennhälfte war okay und ich konnte mit einigen Fahrern kämpfen. Ich versuchte, die Reifen zu kontrollieren, aber gegen Ende waren sie am Ende und es war echt enttäuschend, dass der Hinterreifen so stark abgefallen ist. Ich konnte nicht fahren oder irgendetwas machen, weil er so stark durchdrehte."

Für Pol Espargaro endete der Deutschland GP auf Platz zwölf - Foto: KTM

13. Andrea Iannone (Aprilia): "Wir gehen mit einem Aufwärtstrend in die Sommerpause. Seit Barcelona machen wir Fortschritte. Genau so muss es in der zweiten Saisonhälfte weitergehen. Heute hatte ich kein einfaches Rennen. Ich hatte Probleme mit neuen Reifen, aber nach einigen Runden wurde es besser. Ich konnte ein paar Punkte sammeln und, was viel wichtiger ist, fühle mich jetzt wohl auf dem Motorrad."

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Es war ein weiterer harter Tag. Körperlich habe ich mich nicht besser gefühlt, eigentlich sogar schlechter. Zum Warm Up habe ich eine Spritze bekommen, wodurch ich weniger Schmerzen hatte. Im Rennen waren die Schmerzen aber stark und es war wirklich schwierig für mich. Zumindest konnten wir ein paar Punkte holen. Das ist positiv."

15. Karel Abraham (Avintia Ducati): Zitat folgt.

16. Hafizh Syahrin (Tech3 KTM): "Der Rennbeginn war sehr gut, aber nach zehn Runden hat der Reifen an Performance verloren. Ich habe trotzdem versucht meine Pace zu halten, aber dann hat er noch weiter abgebaut. In den Linkskurven war es unmöglich, Grip zu bekommen. Ich bin viel gerutscht. Ich konnte nicht gut fahren und habe vor allem in den Linkskurven wirklich kämpfen müssen."

17. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Es war ein sehr eigenes Wochenende. Ich musste FP2 aufgrund des Sturzes in FP1 überspringen, und mein körperlicher Zustand war nicht perfekt. Am Samstag lief das Training besser, und sogar das Warm-Up stimmte uns zuversichtlich. So viele Probleme im Rennen haben wir nicht erwartet. Ich kann es gar nicht erwarten, nach Brünn zu fahren."

18. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Wir beenden das Wochenende ziemlich enttäuscht, denn eigentlich war es mein Stärkstes in der bisherigen Saison. Meine Rennpace war konstant und sehr schnell. Es ist schade, dass ich früh im Rennen diesen Fehler gemacht habe, denn sogar nach dem Sturz war ich mit einem kaputten Winglet noch sehr schnell. Ich hatte die Pace, um in die Top-10 zu fahren."

Aleix Espargaro stürzte kurz vor Rennende auf dem Sachsenring - Foto: Aprilia

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Heute wären wir endlich einmal konkurrenzfähig gewesen. Es tut mir leid für das Team und alle, die an diesem Projekt mitarbeiten. Wenn du ein Rennen mit einem Sturz beendest, bist du normalerweise wütend, aber heute bin ich auch zufrieden, weil wir in der Gruppe waren, wo wir sein wollen: Zwischen Platz vier und zehn. Leider habe ich einen kleinen Fehler in Kurve eins gemacht und bin gestürzt."

DNF Alex Rins (Suzuki): "Ich habe heute ein Podium verloren. Das Feeling mit dem Bike war sehr gut und ich versuchte so schnell wie möglich Platz zwei zu holen. Ich dachte, mein Rhythmus würde stark sein. Leider habe ich in einer schnellen Rechtskurve die Front verloren, kam nur ein paar km/h schneller an. Deshalb bin ich gestürzt."

DNF Johann Zarco (KTM): "Der Start war ganz gut, aber bei den kühleren Bedingungen bin ich viel gerutscht. Ich habe es erwartet und versuchte die Fehler zu minimieren, aber in Kurve 3 kam ich - vielleicht zu stark geneigt - an und verlor die Front. Schade, weil wir in den Punkten waren, und das war das Ziel."

DNF Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Ich habe einen kleinen Fehler gemacht. Da wollte ich einen anderen Fahrer überholen und war unentschlossen, ob ich es dann wirklich machen sollte. Dann kam ich in der Kurve zu schnell und mit zu viel Schräglage an. Das ist mein erster Fehler in einem Rennen, ich werde davon lernen und stärker zurückkommen."


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