MotoGP

MotoGP Spielberg 2018: Reaktionen zum Qualifying am Samstag

Marc Marquez schlägt das Ducati-Duo im MotoGP-Qualifying von Spielberg, Valentino Rossi scheitert in Q1. Die Reaktionen der Fahrer zum Samstag in Österreich
von Tobias Ebner

1. Marc Marquez (Honda): "Eigentlich ist das hier ja Ducati-Land, sie sind hier sehr stark. Aber ich konnte in allen Trainings schnell sein, und das ist das wichtigste. Morgen soll es trocken sein, also müssen wir fokussiert bleiben, denn sie haben eine sehr gute Pace. Sie fahren sehr konstant und leicht. Wir waren im FP4 sehr gut, aber das wichtigste wird morgen das Warm Up sein."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Die erste Reihe ist immer das Ziel. Mit der Zeit bin ich auch zufrieden. Ich hatte damit nicht gerechnet, denn im FP4 waren die Bedingungen komisch. Ich habe mich nicht so wohlgefühlt, deshalb haben wir dann den Medium-Reifen aufgezogen. Das hat dann funktioniert. Insgesamt müssen wir happy sein, denn die Verhältnisse werden morgen anders sein. Wir arbeiten in der wenigen Trainingszeit gut gearbeitet."

3. Jorge Lorenzo (Ducati): "Das war ein gutes Qualifying. Mit dem ersten Satz waren wir etwas langsam, mit dem zweiten Reifen haben wir uns nämlich um eine Sekunde verbessert. Dann haben wir aber den Vorderreifen nicht gewechselt, da kaum noch Zeit dafür. Das hat uns wohl diese zwei Zehntel gekostet, die uns auf die Pole fehlen. Aber die erste Reihe ist gut und die letzten Rennen liefen auch gut, wir sind also happy."

4. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Qualifying. Ehrlich gesagt glaube ich, dass sich die Top-3 den Sieg unter sich ausmachen. Mein Ziel ist es, mit ihnen mithalten zu können. Wichtig wird es sein, mit den Reifen gut hauszuhalten. Eine Zielankunft in den Top-5 wäre gut."

Cal Crutchlow unterlief ein Fehler auf der schnellsten Runde - Foto: LCR

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir müssen zufrienden sein mit der zweiten Reihe, aber ich habe meine Runde verhauen. Ich weiß zwar nicht, um wie viel weiter es nach vorne gegangen wäre, aber wir haben alles versucht. Wir haben aber eine gute Rennpace. Beim Setup wissen wir noch nicht genau, was wir verwenden sollen. Ich bin mit beiden Varianten gute Zeiten gefahren, daher rätseln wir im Moment noch etwas."

6. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Im FP4 war es trocken und ich bin gut gefahren. Die Zeiten waren gut, auch wenn wir Probleme beim Beschleunigen hatten. Das Bike hat mir ein gutes Gefühl gegeben und das Qualifying war ganz interessant. Ich dachte, ich könnte eine gute Zeit fahren, war dann aber Sechster. Es ist schwierig, mit diesen schnellen Bikes da vorne zu kämpfen. Morgen muss ich gut starten und dann zu Beginn so gut wie möglich sein, um im Kampf ums Podium dabei zu sein."

7. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Bisher hatten wir ein gutes Wochenende. Im FP4 war unsere Pace sehr stark, dazu waren wir im Qualifying wieder einmal sehr konkurrenzfähig. Aber das Rennen ist erst am Sonntag. Hoffentlich können wir das Pech der letzten Rennen abschütteln und für ein gutes Ergebnis kämpfen. Wir könnten uns nicht besser vorbereiten und versuchen alles mögliche."

8. Andrea Iannone (Suzuki): "Mein Gefühl war gut, aber trotzdem war ich nicht schnell. Wir hatten Probleme beim Herausbeschleunigen und beim Topspeed, auch mit dem Grip und wir sind generell viel herumgerutscht. Das ist schwierig zu kontrollieren. Wir haben hier zu kämpfen, aber ich werde morgen alles geben."

Dani Pedrosa kämpfte mit dem geringen Grip-Level - Foto: Repsol

9. Dani Pedrosa (Honda): "Die Strecke hatte nach dem Regen gestern und heute nicht viel Grip und ich hatte kein gutes Gefühl hinten. Das war unser Problem heute und der Grund, warum unsere Performance nicht so war wie erhofft. Hoffentlich verbessern sich die Streckenbedingungen morgen. Ich hoffe auf einen guten Start und eine gute Pace von Beginn an."

10. Alex Rins (Suzuki): "Das Qualifying war gut, ich habe mich wohlgefühlt und alles gegeben, um in Q2 zu kommen. Da habe ich dann mein Bestes gegeben und es genossen. Am Ende wurde ich Zehnter. Wir brauchen einen guten Start und versuchen, das Rennen zu genießen. Ich fühle mich gut und bereit für den Kampf. Von Startplatz zehn ist es zwar schwierig, weil die Strecke eng ist, aber wir werden kämpfen."

11. Maverick Vinales (Yamaha): "Dieses Wochenende haben wir größere Probleme mit der Elektronik und das Bike hat nicht gut gearbeitet. Für morgen können wir das hoffentlich beheben. Wir hatten die gleiche Situation wie gestern und konnten uns nicht verbessern. Vielleicht schaffen wir das im Warm Up noch. Ich weiß nicht, was uns morgen bringen wird, aber ich gebe mein Bestes. Wenn wir das Rennen überstanden haben, fokussieren wir uns auf Silverstone."

12. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Wir haben eine volle Renndistanz mit einem weichen Vorderreifen absolviert und ich fühlte mich wohl damit. In Q2 haben wir einen Medium-Reifen aufgezogen, das war nicht so gut. Wir hatten keinen anderen weichen Vorderreifen verfügbar, also musste ich einen benutzen, der schon 15 Runden auf dem Buckel hatte. Damit hatte ich zu kämpfen. Morgen versuchen wir, von Beginn an mit der Spitzengruppe mitzuhalten."

Bradley Smith verpasste knapp den Sprung in Q2 - Foto: Ronny Lekl/gp-photo.de

13. Bradley Smith (KTM): "Es war frustrierend, es nicht in Q2 geschafft zu haben. Ich hätte das im ersten Run schaffen sollen, aber dann habe ich in Kurve 4 einen Fehler gemacht. Wir hätten die Pace für Q2 gehabt. Aber es zählt ja erst morgen, und im FP4 hatte ich eine gute Pace auf dem Medium-Reifen. Wir werden alles untersuchen für das Rennen morgen. Die Top-10 sind möglich, aber es wird sehr eng zugehen."

14. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich hatte Pech, denn nur am Freitag hatten wir ein trockenes Training für den Einzug in Q2. Außerdem hat sich der weiche Reifen heute im Qualifying nicht gut angefühlt. Ich konnte mich zwar verbessern, aber nicht sehr viel. Dazu habe ich mich unwohl gefühlt und es nicht in Q2 geschafft. Meine Pace im FP4 war ziemlich durchschnittlich. Wir müssen sie also noch verbessern. Ein Start aus der fünften Reihe wird chaotisch. Wir müssen irgendwie nach vorne kommen, und dann schauen wir weiter."

15. Aleix Espargaro (Aprilia): "Im Qualifying hatte ich erwartet, 24,5 fahren zu können. Wir lagen nicht weit dahinter, es haben nur zwei, drei Zehntel gefehlt. Morgen erwartet uns aber ein kompliziertes Rennen. Der Kurs beansprucht die Reifen sehr, daran müssen wir also hart arbeiten. Im FP4 haben wir dafür schon ein Mapping ausprobiert, im Warm Up wollen wir aber noch einen besseren Kompromiss sowie den richtigen Reifen finden."

16. Jack Miller (Pramac Ducati): "Das ist ein sehr schwieriges Wochenende für mich. Ich dachte, ich könnte besser mithalten. Aber wir haben Probleme, die es mir nicht ermöglichen, das richtige Gefühl zu finden. Das Rennen morgen wird sehr schwierig, aber wir werden zusammen mit dem Team daran arbeiten, Positionen gutzumachen und wertvolle Punkte mitzunehmen."

Hafizh Syahrin wurde 17. im Qualifying - Foto: Tech 3

17. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Es war nicht leicht für mich, hier ein gutes Gefühl zu finden, vor allem wegen des wechselhaften Wetters. Mit dreht das Hinterrad oft durch und ich habe versucht, den erforderlichen Grip und einen guten Rhythmus zu finden. Aber es war ziemlich hart, aber wir verstehen langsam, wo wir da ansetzen müssen."

18. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Der Tag war gut und ich hatte unter allen Bedingungen ein gutes Gefühl. Aber am Ende von FP4 bin ich dann gestürzt. Das hat mir aber kein Vertrauen für das Qualifying genommen. Auch wenn ich mit dem Ersatzbike fahren musste, konnte ich eine gute Zeit und den besten Startplatz des Jahres herausfahren. Hoffentlich kann ich morgen mit der Gruppe vor mir kämpfen und meine ersten Punkte holen."

19. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich bin ganz zufrieden. Mir ist eine anständige Zeit gelungen, wenn man bedenkt, dass wir nur zwei trockene Trainings hatten. Daher hatte ich nur wenig Zeit, um mich hier an das MotoGP-Motorrad zu gewöhnen. Im Rennen wird es hoffentlich trocken."

20. Scott Redding (Aprilia): "Leider konnten wir auf trockener Strecke nichts ausrichten. Vor allem im Qualifying haben sich die Zeiten nicht genug verbessert. Das Rennen wird nicht leicht für uns, aber hoffentlich finden wir bis zum Warm Up noch ein paar Lösungen."

Scott Redding konnte auf trockener Fahrbahn nicht mithalten - Foto: Aprilia

21. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Das Wetter war heute sehr wechselhaft. Aber zum FP4 hat es aufgetrocknet. Wir haben ein paar Änderungen ausprobiert, aber konnten uns nicht verbessern. Im Qualifying sind wir zurück auf das Freitags-Setup gegangen, aber die Zeit bleib gleich. Für das Rennen wird die richtige Wahl des Hinterreifens schwierig, denn wir konnten keine Longruns fahren."

22. Thomas Lüthi (Marc VDS Honda): "Das war ein verrückter Tag wegen des Wetters. Im FP4 war ich auf gebrauchten Reifen unterwegs und war daher richtig motiviert für das Qualifying. Da war ich dann 0,6 Sekunden schneller als meine bisherige Bestzeit hier. Ich bin aber etwas enttäuscht über meinen Startplatz, das ist immer noch etwas zu weit hinten. Durch die begrenzte Zeit auf trockener Strecke wissen wir noch nicht genau, welchen Reifen wir verwenden sollen."

23. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich bin verärgert über die Dinge heute. Ich hatte einige Zwischenfälle mit langsamen Fahrern mitten auf der Strecke und wurde dadurch einige Male aufgehalten. Ich bin wirklich genervt, denn wäre es andersrum gewesen, hätte man wieder ein großes Fass aufgemacht. Das hat eine halbe Sekunde und damit vier oder fünf Plätze gekostet. Das Bike arbeitet auch nicht wie gewollt. Ich hatte Probleme, die es mir schwer gemacht haben, mit anderen Fahrern zu kämpfen."


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