MotoGP

MotoGP Sachsenring 2018: Die Reaktionen zum Training

Jorge Lorenzo war im Training am Freitag der schnellste Mann auf dem Sachsenring. Die Reaktionen zum ersten Tag des Deutschlands GPs.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Jorge Lorenzo (Ducati): "Ich bin mit diesem Tag sehr zufrieden, vor allem weil wir große Fortschritte gemacht haben zwischen dem ersten und dem zweiten Training. Wir werden versuchen, morgen an diese Fortschritte anzuknüpfen und uns einen Startplatz in der ersten Reihe zu sichern. Auf jeden Fall sind wir im Moment deutlich besser als letztes Jahr und das sind gute Neuigkeiten."

2. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem ersten Tag Freier Trainings zufrieden. Wir sind am Morgen gut gestartet und haben daran gearbeitet, dass der Hinterreifen nicht so schnell abbaut. Vielleicht sind wir mit unserer Rennpace noch nicht an der Spitze, aber mein Gefühl ist sehr positiv."

3. Andrea Iannone (Suzuki): "Der heutige Tag war nicht schlecht. Wir haben am Morgen gut begonnen und konnten dann am Nachmittag einige Dinge ausprobieren. Am Ende haben wir dann noch einmal neue Reifen aufgezogen um sicher in die Top-Ten zu kommen. Wir haben noch etwas Probleme mit dem Grip am Hinterrad, wie auf jeder Strecke. Hier belastet mich das aber besonders stark."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Wir waren sowohl vormittags als auch nachmittags schnell. Das ist wichtig, damit wir uns am Wochenende auf die Details konzentrieren können. Im Moment ist Marquez der schnellste Mann im Feld, aber es gibt auch einige Ducati-Piloten mit einem guten Speed. Unsere Basis ist also gut."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein guter erster Tag, auch wenn unsere Rivalen im Vergleich zu letztem Jahr dichter an uns dran sind. Das Wochenende soll komplett trocken werden, deshalb sollte es am Sonntag wieder sehr eng werden. Trotzdem sind wir sehr gut gestartet und konnten eine gute Pace halten, sowohl mit den weichen, als auch mit den harten Reifen. Das ist positiv. Morgen wollen wir einen weiteren Schritt mit dem Setup machen, denn noch kann ich nicht so sliden, wie ich gerne würde."

6. Maverick Vinales (Yamaha): "Der Tag heute war schwierig. Ich bin wirklich fokussiert und pushe auf jeder Runde so hart wie ich kann. Aber es sieht so aus, als ob sich unser Bike von Strecke zu Strecke verändert. Die Strecke ist rutschig, daher braucht man eine wirklich gute Elektronik. Daran arbeiten wir hart."

Maverick Vinales war bester Yamaha-Pilot - Foto: Tobias Linke

7. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich bin mit unserer Arbeit heute sehr zufrieden. Wir hatten nicht erwartet, dass das erste Training so gut laufen würde. Schließlich ist die Strecke ziemlich knifflig und nicht einfach zu verstehen, vor allem mit einem MotoGP-Bike. Aber ich fühle mich mit dem Bike wohl und wir haben im zweiten Training eine neue Idee für das Setup getestet und das hat gut funktioniert."

8. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich habe mit dem harten Hinterreifen kein gutes Gefühl gefunden. Mit dem Medium-Reifen lief es viel besser. Ich habe bis zum Maximum gepusht, aber ich denke, es war noch Platz für Verbesserung. Morgen wird es wichtig, direkt ins Q2 zu kommen."

9. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Es ist Freitag, der 13., und ich pushe nie an einem Freitag, den 13.! Spaß beiseite - wir waren nicht gut unterwegs. Ich habe kein großartiges Setup gefunden und keinen sehr guten Grip am Hinterreifen. Ich hatte kein gutes Gefühl mit den Reifen und morgen müssen wir unseren Rennreifen bestimmen. Zudem müssen wir als Team das Bike verbessern."

10. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Heute habe ich mich gut auf dem Bike gefühlt und das hat sich in meiner Position und den Rundenzeiten gezeigt. Am Morgen war die Strecke rutschig, aber wir konnten trotzdem konkurrenzfähig sein. Wir haben ein paar verschiedene Reifenoptionen ausprobiert, um zu sehen, welche für uns am besten funktioniert und welche nicht. Den harten Reifen haben wir ausgeschlossen, also müssen wir uns zwischen dem weichen und dem Medium-Reifen entscheiden. Morgen werden wir versuchen, den Aufwärtstrend zu halten."

11. Alex Rins (Suzuki): "Es war ein produktiver Tag. Wir sind viele Runden mit einem Satz Reifen gefahren, in FP1 haben wir nur einen Satz verwendet. Wir haben auch den weichen Hinterreifen ausprobiert, um zu sehen, wie stark er abbaut. Am Ende von FP2 wollte ich mit einem neuen Reifen in die Top-Ten kommen, bin aber leider nur Elfter geworden. Am Samstag muss ich also noch mehr Gas geben um in Q2 zu kommen."

12. Pol Espargaro (KTM): "Wir waren zwar letztes Jahr schon hier, dennoch ist die Strecke für uns mit dem diesjährigen Bike wieder anders. Nur 0,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze sind okay. Ich bin zufrieden und glaube, dass wir es morgen in Q2 schaffen, sofern alles so läuft wie geplant."

Pol Espargaro und KTM erlebten einen guten Trainingstag - Foto: Tobias Linke

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir haben uns auf die Renn-Pace konzentriert. Am Nachmittag bin ich 15 Runden lang Zeiten in den hohen 1:21ern gefahren, damit bin ich zufrieden. Morgen am Vormittag ist das Ziel, die RS-GP in die Top 10 zu bringen, um direkt in den zweiten Qualifying-Teil zu kommen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen können."

14. Bradley Smith (KTM): "Am Morgen lief mein Bike schon ganz gut und am Nachmittag konnte ich mich eine Zeit lang an Zarco dranhängen. Wenn wir zwei oder drei Zehntel schneller gewesen wären, hätten wir es vielleicht unter die Top-10 geschafft. Jetzt müssen wir für das Rennen noch mehr an der Elektronik und dem Reifenabbau arbeiten."

15. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Heute Morgen war es etwas schwierig und ich hatte einen Sturz in Kurve 12. Nichtsdestotrotz lief es insgesamt gut und mein Gefühl mit dem Bike war von Anfang an viel besser als erwartet. Morgen erwarte ich einen weiteren Fortschritt. Zusammen mit Assen ist diese Strecke normalerweise für mich die schwierigste. Aber diesmal scheinen wir besser ins Wochenende gestartet zu sein. Hoffentlich können wir es auch besser beenden."

16. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich fahre hier zum ersten Mal auf einem GP-Bike und muss vor allem in Kurve 11 vorsichtig sein, denn es ist die erste Rechtskurve nach vielen Linkskurven. Auf meinem ersten Run wollte ich alles verstehen. Beim zweiten Run habe ich mich für den Medium-Reifen entschieden und habe mich damit wirklich gut gefühlt. Danach habe ich auf die weiche Mischung gewechselt, hatte damit aber das Gefühl, die Front zu verlieren, vor allem wenn ich hart bremse."

17. Valentino Rossi (Yamaha): "Wir hatten hier viele Probleme bei der Beschleunigung. Wenn wir versuchen, die Leistung auf den Asphalt zu übertragen, dreht der Reifen durch. Das macht uns zu schaffen, denn wir verlieren dadurch Vortrieb. Wir haben versucht, das am Nachmittag zu beheben, aber leider konnten wir uns nicht verbessern."

Enttäuschung für Rossi: Nur P17 - Foto: Movistar Yamaha

18. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Am Vormittag bin ich gute Rundenzeiten gefahren, obwohl ich entspannt gefahren bin. Deswegen war ich zufrieden. Am Nachmittag habe ich mich verbessert und wir haben am Ende keinen neuen Reifen aufgezogen. Wir wollten weiter mit dem Fokus auf das Rennen arbeiten. Ich muss also im dritten Training pushen, um direkt in Q2 einzuziehen."

19. Scott Redding (Aprilia): "Am Anfang hatte ich nicht die richtigen Reifen, aber das hatte ich erwartet, also war ich nicht besorgt. Als ich sie dann gewechselt habe, ging es sofort ordentlich nach vorne. In beiden Sessions haben wir hauptsächlich an der richtigen Reifen-Kombination gearbeitet, das macht hier einen großen Unterschied. Insgesamt fühle ich mich hier gut."

20. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Heute waren die Rundenzeiten sofort schnell, aber ich hatte nicht das richtige Gefühl, um mit den anderen mitzuhalten. Ich habe mit dem Setup der Gabel Probleme gehabt. Deshalb war ich in den Kurven nicht schnell genug. Wir konnten im FP2 keinen Schritt nach vorn machen, deshalb müssen wir morgen ein paar Änderungen mit dem Setup ausprobieren."

21. Stefan Bradl (Marc VDS Honda): "Es gab viel zu tun. Ich habe während des ersten Trainings noch für das Fernsehen gearbeitet. Dann habe ich einen Anruf von Alberto Puig von HRC bekommen und er fragte mich, ob ich Franco ersetzen kann. Ein großer Dank an das Team, das mich herzlich willkommen geheißen hat und sehr professionell war. Ich kenne die Honda RC213V, daher habe ich versucht, das zweite Training zu genießen und mich auf das Rennen vorzubereiten. Ich wünsche Franco alles Gute und hoffe, dass er sich gut erholt und so bald wie möglich wieder Rennen fahren kann."

Stefan Bradl feierte ein Blitzcomeback - Foto: Tobias Linke

22. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Heute war kein Desaster, ich habe jetzt schon meine beste Zeit vom Vorjahr unterboten, aber uns fehlen 7 Zehntel auf die Zeit, die wir an diesem Wochenende erreichen wollen. Das Team hat am Morgen gute Arbeit mit dem Bike geleistet, aber ich fühle mich wieder nicht Eins mit dem Bike. In einigen Kurven kämpfe ich mit der Kurven-Performance, das kostet mir Speed. Außerdem habe ich ein paar andere kleine, normale Probleme wie eine blockierende Front und Rutscher am Heck."

23. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Es war ein schwieriger Tag, denn ich bin hier zum ersten Mal mit einem MotoGP-Bike gefahren. Ich musste geduldig sein und habe mich darauf konzentriert, im zweiten Training ein paar Fortschritte zu machen. Eigentlich hatte ich am Nachmittag größere Fortschritte erwartet. Wir werden die Daten analysieren und fangen am Samstagmorgen noch einmal von vorne an, damit ich ein besseres Gefühl mit dem Bike bekomme."

24. Mika Kallio (KTM): Kallio wurde nach seinem Sturz in FP2 mit Verdacht auf eine Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht und gab keine Wortmeldung zu seinem Tag ab.

25. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich hatte von Anfang an einen guten Rhythmus und habe mich auf dem Bike wohlgefühlt. Wir haben die gesamte Session mit dem gleichen Satz harter Reifen bestritten und trotz des Sturzes habe ich meine Rundenzeit verbessert. Als wir dann den weichen Reifen aufzogen, habe ich mit einem Sprung nach vorne gerechnet. Aber aus irgendeinem Grund hatte ich nicht den erwarteten Grip und konnte mich nicht verbessern."

Franco Morbidelli (Marc VDS Honda) - nach FP1 zurückgezogen: "Ich habe heute Morgen im FP1 ausprobiert, ob ich fahren kann, aber es war sehr hart, das Bike zu fahren. Meine linke Hand tut sehr weh, vor allem beim Richtungswechsel. Ich denke, am Sonntag das Rennen zu fahren ist ein Risiko, das ich nicht eingehen möchte. Es ist besser, sich wieder vollständig zu erholen, um beim nächsten Rennen in Brünn wieder fit zu sein. Also ist meine Sommerpause jetzt ein paar Tage länger."


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