MotoGP

Abwarten im Repsol-Werksteam - Marquez: Warum er bei Honda noch nicht verlängert

Marc Marquez hat als einziger der MotoGP-Spitzenpiloten seinen Vertrag für 2017 noch nicht in der Tasche. Dafür hat er seine Gründe.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - In den vergangenen Wochen gingen die Plätze auf Werksmotorrädern für die kommende Saison weg wie die warmen Semmeln. Zunächst verlängerte Valentino Rossi bei Yamaha, dann entschied sich Jorge Lorenzo für den Wechsel zu Ducati. Vor dem Grand Prix von Italien wurden die Wechsel von Maverick Vinales zu Yamaha und Andrea Iannone zu Suzuki fixiert, Andrea Dovizioso und Dani Pedrosa bleiben bei Ducati und Honda. Somit haben eigentlich alle großen Stars der MotoGP ihre Zukunft für das kommende Jahr bereits einen Vertrag unterschrieben. Mit einer Ausnahme: Marc Marquez.

Ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben, aber das wird im nächsten Jahr mein Motorrad sein.
Marc Marquez

Der zweifache MotoGP-Champion hat de facto keine andere Wahl, als bei Honda zu bleiben, und dachte wohl auch nie ernsthaft über einen Wechsel nach. "Ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben, aber das wird im nächsten Jahr mein Motorrad sein", erklärte Marquez bei einem Event im Vorfeld seines Heimrennens in Barcelona und deutete dabei auf die Honda RC213V. Worauf wartet Marquez dann noch? Nun, es soll anscheinend wieder einmal um das liebe Geld gehen. Marquez dürfte bisher für eine relativ geringe Entlohnung Siege und Titel für Honda eingefahren haben, was der erfolgreichste MotoGP-Pilot der jüngsten Vergangenheit nun selbstverständlich ändern will.

Zwei MotoGP-Titel holte Marquez für Honda bereits - Foto: Milagro

"Ein perfekter Vertrag muss in Ruhe ausgearbeitet werden", meint Marquez dazu. "So etwas braucht Zeit. In diesem Jahr war das teilweise anders, weil sich alle so schnell entscheiden haben. Zuerst hat Valentino verlängert und dann Jorge bei Ducati unterschrieben. Ich mag solche schnellen Entscheidungen aber nicht." Allzu lange werden sich die Verhandlungen zwischen Marquez und seinem Arbeitgeber aber wohl nicht mehr hinziehen.

Sensationelle Erfolgsbilanz Marquez' für Honda

Honda tut jedenfalls gut daran, Marquez langfristig an sich zu binden. Seit er 2013 mit den Japanern den Aufstieg in die Königsklasse absolvierte, war Marquez der Erfolgsgarant für HRC. In seinen ersten beiden Saison gewann er jeweils den Weltmeistertitel. 2014 gelang ihm das mit beeindruckenden 13 Saisonsiegen, davon zum Auftakt zehn in Serie. Von seinen bisher 60 MotoGP-Rennen konnte Marquez 26 gewinnen, was einen Siegesquote von über 43 Prozent entspricht.


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