Gute Nachrichten für alle Fans von "Il Dottore": Lokalmatador Valentino Rossi legte vor seinen Fans die Qualifying-Schwäche ab und schaffte nach Assen und Brünn zum dritten Mal in diesem Jahr den Sprung in die erste Startreihe. In Holland resultierte daraus ein triumphaler Erfolg nach epischem Zweikampf gegen Marc Marquez, in Tschechien dagegen konnte Rossi nie mit Marquez und Sieger Jorge Lorenzo mithalten. Wie geht es diesmal vor Rossis eigener Haustür von Startplatz drei aus aus?

Im FP4 war Rossi noch nicht ganz auf dem Level von Lorenzo und Marquez, konnte sich aber schon als dritte Kraft in Misano etablieren und verlor im Renntrimm nur wenige Zehntelsekunden pro Runde auf die Konkurrenz. Da Rossi normalerweise zum Rennen hin noch bei der Setup-Arbeit einiges findet, dürfen sich die Fans Hoffnungen auf eine Wiederholung des Vorjahressieges machen. "Die erste Reihe ist sehr wichtig. Normalerweise ist Lorenzo von der ersten Kurve an stark, vor allem bei seiner Pace hier in Misano, und Marc kann ihm für gewöhnlich folgen", weiß Rossi noch aus Brünn.

Sieht die Konkurrenz Rossi morgen doch wieder nur von hinten? -, Foto: Tobias Linke
Sieht die Konkurrenz Rossi morgen doch wieder nur von hinten? -, Foto: Tobias Linke

Anfangsphase entscheidet

Seine Lektion aus dem tschechischen Grand Prix: "Es ist extrem wichtig, sie nicht entkommen zu lassen. Wenn ich nah dran bin, dann schauen wir mal, was passiert. Aber heute war schon mal ein guter Tag für mich, da ich das Setting und die Pace verbessern konnte." Dazu muss Rossi aber auch einen guten Start erwischen. Umso wichtiger also für ihn, freie Sicht auf die Ampel zu haben. "Es ist gut, vor Dani in der ersten Reihe zu stehen. Aber das Wichtige ist das, was zwischen Ende des Qualifyings und morgen um 14 Uhr passiert", mahnt Rossi gleichzeitig.

Neben der freien Sicht ist aber auch eine gute Anfangsphase von besonderer Bedeutung für den Doktor: "Ein guter Start ist zwar sehr wichtig, aber nicht genug. Die ersten drei bis vier Runden sind elementar für das Ergebnis. Das Rennen wird aber sehr lange für Fahrer, Motorrad und Reifen." Rossi wird also wieder seine ganze Erfahrung in die Waagschale legen müssen, um den beiden Spaniern einen erbitterten Fight bieten zu können.

Auch hier hat der Yamaha-Pilot noch das Rennen aus Brünn in lebhafter Erinnerung: "Jeder hat einen großen Kampf erwartet, leider hatte ich dann ein schlechtes Rennen und überhaupt keinen Rhythmus. Alles kann passieren. Wenn man sich die Pace von heute anschaut, dann ist Jorge ein bisschen stärker. Hoffentlich kann ich morgen ein gutes Rennen abliefern und um den Sieg kämpfen, oder zumindest so nah wie möglich ins Ziel kommen."