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MotoGP

Petrucci ruiniert Repsol-Wochenende gänzlich - Argentinien-GP: Vier Piloten mit Strafen belegt

Beim Großen Preis von Argentinien bekamen vier Piloten der verschiedenen Klassen für diverse Vergehen Strafen aufgebrummt. Hier findet ihr alles auf einen Blick
von Samy Abdel Aal

Motorsport-Magazin.com - MotoGP-Klassenprimus Repsol Honda verließ Termas de Rio Hondo nicht nur mit kaum fassbaren null Punkten, sondern sorgte auch bei der Rennleitung für zusätzliche Arbeit. Sowohl Marc Marquez als auch Hiroshi Aoyama stürzten nach Kontakt mit Kontrahenten in den letzten eineinhalb Runden des Rennens. Während Sieger Valentino Rossi nach seiner heftigen Berührung mit Marquez jedoch von jeder Schuld freigesprochen wurde, kam Pramac-Pilot Danilo Petrucci nicht ohne Strafe davon.

Wie die Rennleitung nun offiziell per Presseaussendung bekanntgab, bekommt der Italiener einen Strafpunkt auf sein Konto angeschrieben, der erst nach 365 Tagen wieder getilgt werden kann. Beim vierten Sünden-Punkt wird ein Pilot in erster Instanz dazu verdonnert, vom letzten Platz im Grid ins Rennen zu starten.

Rambo-Doppelpack: Morbidelli und Fenati

Auch in der Moto2 sah sich die Rennleitung gezwungen, eine Strafe auszusprechen. Franco Morbidelli vom Italtrans-Team fiel während des Warm-Ups zwei Mal unangenehm auf, als er mit aggressiver und rücksichtsloser Fahrweise zwei Konkurrenten unnötig in Gefahr brachte. Mit Azlan Shah gab es gar heftigen Kontakt, sodass dieser nur mit Mühe und Not einen Sturz verhindern konnte. Morbidelli selbst musste durch die Auslaufzone, um einen eigenen Crash zu vermeiden.

Franco Morbidelli riskierte mit riskanter Fahrt die Gesundheit von zwei Kontrahenten - Foto: Milagro

Am Schlechtesten kamen jedoch die Piloten der kleinsten Klasse Moto3 davon. Besonders negativ fiel Sky-VR46-Pilot Romano Fenati auf, der nach Pöbeleien, einem Tritt und Schlägen gegen den Helm von Kontrahent Niklas Ajo während des Warm-Ups hart bestraft wurde. Da der Italiener in Rage zudem noch Ajos Motorrad vor den Startübungen abstellte, sammelte er drei Strafpunkte, die ihn in Kombination mit seinem bereits bestehenden Sündenpunkt vom Vorjahres-Rennwochenende in Argentinien eine Rückversetzung ans Ende des Feldes (Platz 34) kosteten.

Auch Red-Bull-KTM-Pilot Miguel Oliveira wurde für ein Vergehen im Warm-Up zur Rechenschaft gezogen. Der Portugiese war ohne erkenntlichen Grund deutlich zu langsam auf der Ideallinie unterwegs gewesen, brachte so unnötig von hinten heraneilende Piloten in Gefahr. Oliveira kam mit einem Straf-Punkt im Vergleich zu Fenati jedoch noch glimpflich davon.


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