MotoGP

Cadalora: Iannone gut für Ducati - Wohin geht die Reise für Rossi?

Valentino Rossis ehemaliger Team-Manager Davide Brivio und der frühere Weltmeister Luca Cadalora äußern sich zu Valentino Rossi und seiner Zukunft.
von Eva Wagner

Motorsport-Magazin.com - Mit der Vertragsverlängerung von Jorge Lorenzo wurde die Diskussion neu entfacht: Gerade der Platz von Casey Stoner, der zum Saisonende seinen Rücktritt angekündigt hat, ist heiß begehrt. Doch es scheint immer deutlicher zu werden, dass für Rekordweltmeister Valentino Rossi eine Rückkehr zu Honda nicht in Frage zu kommen scheint. Nach Teamchef Shuei Nakamoto hat jetzt auch sein ehemaliger Team-Manager Davide Brivio gegenüber GPOne erklärt, dass es bisher keine Gespräche gab.

"Um ehrlich zu sein weiß ich nicht, ob Honda an Rossi interessiert ist, aber es gab keinen Kontakt zwischen ihnen. Das Einzige, was Valentino momentan gerade im Kopf hat ist die Frage, wie er die Ducati verbessern kann, um in der Lage zu sein Rennen zu gewinnen. Es ist keine leichte Zeit und sie müssen arbeiten, um den Auftritt zu verbessern und die Lücke zu den Führenden zu schließen", sagt Brivio. Rossi reise jedes Wochenende an die Strecke mit dem Wissen, dass er um das er um das Podium kämpfen kann, aber er könne es nicht umsetzen. "Es ist klar, dass er zurück auf die Siegesstraße will und er arbeitet mit Ducati bereits seit 1,5 Jahren daran. Ich weiß nicht, ob sie es schaffen werden. Ich habe keine Kristallkugel, aber jetzt ist es sicher noch zu früh, um aufzugeben."

Kritischere Worte für Valentino Rossi und Ducati findet der ehemalige 125er- und 250er-Weltmeister Luca Cadalora: "Valentino [Rossi] ist ein außergewöhnlicher Fahrer, aber die Beziehung zwischen Ducati und ihm ist eine schwierige. Leider denke ich, dass daraus auch nichts Gutes mehr werden kann. Das sage ich definitiv nicht, weil die Ducati ein schlechtes Bike ist. Ich denke einfach, dass sie einen Fahrer brauchen, der keine große Erfahrung mit komplett anderen Maschinen wie Honda oder Yamaha besitzt. Ich habe das Gefühl, dass jemand wie Iannone gut passen würde."

Alles andere als überrascht ist Cadalora vom starken Saisonstart seines Landsmanns Andrea Dovizioso: "Es macht mich sehr glücklich zu sehen, dass Dovizioso konkurrenzfähig ist. Ich habe immer gedacht, dass die Yamaha seinen Eigenschaften gut stehen würde – und wir dürfen nicht vergessen, dass er noch kein komplettes Werksbike besitzt. Er könnte in der Zukunft sogar noch stärker werden."


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