Moto3

Dirk Geiger: Moto3 und Junioren-WM mit Prüstel GP möglich

Deutschlands Motorradsport lechzt nach Nachwuchs. Nun existiert ein neuer Masterplan, wie man Dirk Geiger in die WM bringen könnte.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Deutsche Fahrer sind in der MotoGP in der kommenden Saison Mangelware. Nach aktuellem Stand ist Marcel Schrötter in der Moto2-Kategorie der einzige Stammfahrer aus der Bundesrepublik. Doch im Nachwuchssegment keimt nun ein Hoffnungsträger auf: Dirk Geiger.

Der 17-jährige Mannheimer soll in der kommenden Saison bei Prüstel GP zum Einsatz kommen. Dort hat man zwar mit Jason Dupasquier und Barry Baltus bereits zwei Stammfahrer verpflichtet, doch Baltus wird die Altersklausel zum Verhängnis. Der Belgier erreicht nämlich erst am 3. Mai das Mindestalter von 16 Jahren und darf somit erst ab dem Rennwochenende in Le Mans zum Einsatz kommen.

Zum Zeitpunkt der Verpflichtung hatte sich Teamchef Florian Prüstel noch Hoffnungen gemacht, dass Baltus die Moto3-Junioren-WM gewinnt. Dann wäre eine Ausnahmeregelung schlagend geworden, die nun aber außer Reichweite ist. Denn Baltus hat zwei Rennen vor Saisonende mit 61 Punkten Rückstand keine Chance mehr auf den Gesamtsieg.

Dirk Geiger mit Prüstel in die WM und nach Spanien?

Prüstel muss daher zu Plan B greifen, der Dirk Geiger heißen könnte. Der 17-Jährige soll die ersten fünf Rennen als Ersatzmann für Baltus bestreiten und danach unter der Flagge von Prüstel GP in der Moto3-Junioren-WM an den Start gehen. Als Einsatztruppe in Spanien könnte Kiefer Racing zum Zug kommen, wie Motorsport-Magazin.com aus dem Umfeld der beiden Teams erfahren hat.

Sollte Geiger in der Junioren-Weltmeisterschaft eine ordentliche Leistung abliefern, soll er in Stellung gebracht werden für einen Fixplatz in Prüstels WM-Team ab 2021. Ein deutscher Fahrer in einem deutschen Team - das würde Prüstel GP auch mehr öffentliche Aufmerksamkeit einbringen als aktuell mit den beiden Tschechen Filip Salac und Jakub Kornfeil.

Geiger ist aktuell im European Talent Cup in Spanien unterwegs und holte dort zwei Podestplätze in elf Rennen. Auf dem Sachsenring feierte er im vergangenen Sommer per Wildcard sein Debüt in der Moto3 für Kiefer Racing und sorgte unter anderem mit dem Ralf-Waldmann-Retro-Design seiner KTM für Aufsehen.


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