Moto3

Moto3 Spielberg 2018: Bezzecchi siegt, Martin am Podium

Marco Bezzecchi holt sich den Moto3-Sieg in Spielberg. Jorge Martin fährt gut eine Woche nach seinem Handgelenksbruch auf Rang drei.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Galavorstellung von Marco Bezzecchi in Spielberg! Er führt das Moto3-Rennen mit Ausnahme weniger hundert Meter vom Start bis ins Ziel an und holt sich den Sieg. Enea Bastianini kämpft sich in der Schlussphase auf P2 nach vorne, Jorge Martin wird wenige Tage nach seiner Handgelenksoperation Dritter.

Moto3 Spielberg: Die Schlüsselszene

Drei Runden vor Schluss muss Bezzecchi erstmals die Führung an Martin abgeben, der ihn sowohl in Kurve drei als auch Kurve vier ausbremst. Bezzecchi kontert aber jedes Mal sofort und lässt seinen Gegnern an diesem Sonntag keine Chance.

Der Rennfilm

Start: Bezzecchi erwischt von der Pole Position einen guten Start und biegt als Erster in Kurve eins. Dahinter überholt Arenas Martin und holt sich Platz zwei.

1. Runde: In Kurve drei holt sich Martin Platz zwei von Arenas zurück.

2. Runde: Arenas muss auch Rodrigo durchlassen, ist nur noch Vierter. Die vier Mann starke Spitzengruppe mit Bezzecchi, Martin, Rodrigo und Arenas kann sich bereits deutlich vom Rest des Feldes absetzen.

4. Runde: In Kurve drei bremsen sich Rodrigo und Arenas an Martin vorbei, der damit auf P4 zurückfällt. In Turn vier holt er sich Rang drei aber wieder von Arenas zurück.

5. Runde: Martin bremst in Kurve zwei Rodrigo aus, ist wieder Zweiter. In Turn drei muss der auch Arenas durchlassen. Durch die Positionswechsel in der Spitzengruppe haben die Verfolger wieder den Anschluss gefunden, Masia übernimmt direkt P4 von Rodrigo, der in T7 einen Fehler macht.

7. Runde: Rodrigo hat in Kurve drei noch einen Wackler und verliert den Anschluss zur Spitzengruppe, die nun aus Bezzecchi, Martin, Arenas, Masia und Dalla Porta besteht.

8. Runde: Fehler für Dalla Porta. Auch er fällt aus der Führungsgruppe raus.

9. Runde: Masia ist an Arenas vorbei, liegt bereits auf Rang drei.

10. Runde: In Kurve eins geht Masia auch an Martin vorbei auf P2, in Kurve drei überholen ihn aber Martin und Arenas wieder.

11. Runde: Arenas kommt bei einem versuchten Angriff auf Martin in Kurve eins von der Strecke ab, fällt ans Ende des Spitzenquartetts zurück.

13. Runde: Masia ist wieder an Martin vorbei und erster Verfolger von Bezzecchi an der Spitze. Martin schlägt aber schnell zurück.

14. Runde: Auf der Start-Ziel-Geraden nutzen Masia und Arenas den Windschatten und schieben sich an Martin vorbei. Er ist nur noch Vierter.

15. Runde: In Kurve eins holt sich Martin P3 von Arenas zurück. Wenig später holt er sich auch Rang zwei von Masia.

16. Runde: Masia kontert in Kurve vier, ist wieder Zweiter. Bezzecchi kann sich etwas absetzen.

17. Runde: Martin überholt Masia erneut in T3, der auf der folgenden Geraden kontert.

18. Runde: Martin überholt in Kurve eins Masia, der weit gehen muss und auf P4 zurückfällt.

19. Runde: Martin hat den Anschluss an Bezzecchi wieder gefunden, hängt am Hinterrad seines WM-Rivalen.

21. Runde: Martin übernimmt in Turn 3 die Führung von Bezzecchi, der erstmals in diesem Rennen an der Spitze abgelöst wird. Der kontert auf der Gegengeraden und holt sich die Führung zurück. In Turn 4 versucht es Martin erneut, geht aber weit und Bezzecchi schlüpft wieder durch.

23. Runde: Masia bremst in Kurve drei Martin aus und holt sich so P2. Wenig später geht auch der von hinten nach vorne geraste Bastianini an ihm vorbei. Der holt sich auch noch Masia in der letzten Kurve. Auch Martin drückt sich innen an Masia durch, der deshalb weit gehen muss. Das Manöver wird von der Rennleitung untersucht, Strafe wird schlussendlich aber keine ausgesprochen.

Ziel: Bezzecchi gewinnt vor Bastianini und Martin. Arenas wird Vierter vor Dalla Porta und Masia. Philipp Öttl wird 14.

Reaktionen vom Moto3-Podium

Marco Bezzecchi (Sieger, Prüstel GP): "Ich wusste, dass ich eine gute Pace und einen guten Rhythmus hatte. Ich habe versucht, so gut wie möglich zu starten und konnte zur Verfolgergruppe sofort eine kleine Lücke auffahren. Dadurch war alles weniger gefährlich. Drei Runden vor dem Ende hat Jorge Martin mich überholt und ein toller Kampf entbrannte. Ich freue mich daher sehr über diesen Sieg."

Enea Bastianini (2., Leopard Racing): "Leider starte ich in dieser Saison schlecht. Im Rennen habe ich die meiste Zeit damit zugebracht, meinen Abstand nach vorne zu schließen. Aber wenn du hier einen Fahrer überholst, ziehen zwei andere an dir vorbei. Am Ende habe ich gesehen, dass Arenas weit musste und da habe ich sofort in Richtung Podium gepusht."

Jorge Martin (3., Gresini): "Ich kann meine Emotionen gar nicht beschreiben. Es war ein sehr hartes Wochenende für mich und es ist unglaublich, dass ich jetzt hier auf dem Podium stehe."

So lief das Moto3-Rennen von Philipp Öttl

Philipp Öttl erwischte keinen guten Start in den Österreich-Grand-Prix. Schon in der ersten Runde fiel er von Startplatz acht auf Rang zwölf zurück, in den folgenden Umläufen ging es bis auf P15 nach hinten. In der Folge konnte er nur noch einen Platz gutmachen und wurde 14.

So schlug sich Wildcard-Pilot Maximilian Kofler

Kofler fiel in der Startphase von Rang 23 etwas zurück, konnte aber im Feld mitkämpfen. In Runde 16 musste er sich aber aufgrund von wiederholtem Missachten der Streckenbegrenzung um eine Position zurückfallen lassen, wodurch er rund sechs Sekunden verlor. Am Ende wurde Kofler 29. und Letzter.


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