Moto3

Moto3 Brünn 2018: Di Giannantonio siegt, Bezzecchi WM-Leader

Philipp Öttl führt beim Moto3-Rennen in Brünn, verpasst das Podest aber. Sieg und WM-Führung gehen an die italienischen Asse.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - In Abwesenheit von Jorge Martin, der sich in Brünn im Training verletzt hatte, übernimmt Marco Bezzecchi wieder die Führung in der WM-Wertung der Moto3-Klasse. Der Italiener fährt ein unauffälliges Rennen mit starkem Schlusssprint, in dem er sich auf Rang 6 verbessert.

Philipp Öttl führt das Rennen im letzten Drittel mehrfach an, muss sich am Ende aber mit der 8. Position begnügen. Der tschechische Pole-Mann Jakub Kornfeil schafft es als Dritter auf das Podest.

Die Schlüsselszene

Bis in die letzte Runde hinein lag die Größe der Spitzengruppe bei 20 Mann. Fabio Di Giannantonio fuhr allerdings eine tadellose Schlussrunde und konnte seinen Verfolger Aron Canet auf Distanz halten. Somit klappte es mit dem ersten Sieg, den er in Le Mans noch wegen einer nachträglichen Zeitstrafe verloren hatte.

Moto3 Brünn 2018: Der Rennfilm

Start: Jakub Kornfeil behauptet seine Pole Position. Er geht vor Marcos Ramirez und John McPhee in die ersten Kurven. Philipp Öttl hält seinen Platz im Spitzenfeld.

1. Runde: Kornfeil geht vor Gabriel Rodrigo und McPhee das erste Mal über Start/Ziel. Öttl hält sich auf Rang 6, Marco Bezzecchi fährt als 12. über den Strich.

3. Runde: Kaito Toba mit einem heftigen Abflug! Der Japaner wird in Turn 4 von seiner Honda abgeworfen und fliegt in hohem Bogen ab. Er wird von den Marshalls von der Unfallstelle getragen.

4. Runde: Die Spitzengruppe beträgt nach den ersten vier Runden ganze 17 Fahrer, die aufgefädelt hinter Kornfeil herziehen.

5. Runde: Führungswechsel! Ramirez kassiert Kornfeil, doch wenige Kurven später wird er selbst von Aron Canet geschnappt. Kornfeil fällt auf Rang 4 zurück und liegt somit direkt vor Öttl.

8. Runde: In der Windschattenschlacht an der Spitze wechselt wieder die Führung: Nun liegt McPhee voran, Canet ist auf P5 direkt hinter Öttl zurückgefallen. Bezzecchi hält sich entweder noch bedeckt oder kann nicht schneller: Er liegt immer noch knapp hinter den Top-10.

9. Runde: Dennis Foggia übernimmt Platz eins. Hinten konnten sogar einige Fahrer die Lücke zufahren, sodass die Spitzengruppe nun sagenhafte 22 Mann beträgt.

10. Runde: John McPhee verabschiedet sich aus dem Rennen. Der Schotte crasht in der letzten Kurve nach einer Berührung mit Ramirez. An der Spitze liegen nun Di Giannantonio, Foggia und Rodrigo. Bezzecchi hat sich in die Top-10 geschoben.

12. Runde: Öttl schnappt sich zum ersten Mal in diesem Rennen die Führung! Er geht an vier Piloten vorbei und liegt nun voran.

13. Runde: An der Spitze lassen es jetzt Öttl, Kornfeil und Di Giannantonio ordentlich krachen. Bezzecchi hat sich auf Rang 8 verbessert und übernimmt virtuell somit nun die Gesamtführung in der Moto3.

15. Runde: Di Giannantonio zieht innen an Leader Kornfeil vorbei, der kurz aufmachen muss um eine Kollision zu verhindern. Das war knapp! Dahinter beharken sich Öttl und Rodrigo. Drei Runden vor dem Schluss wird es jetzt richtig ernst.

16. Runde: In die erste Kurve hinein geht Öttl plötzlich wieder in Führung! Di Giannantonio kann sich im Infield aber wieder an die Spitze setzen.

17. Runde: Kornfeil übernimmt im Windschatten die Spitzenposition, Öttl fällt in der vorletzten Runde auf Rang 5 zurück, denn plötzlich mischt auch Enea Bastianini vorne mit.

18. und letzte Runde: Öttl fällt in die erste Kurve hinein auf Rang 8 zurück, an die Spitze setzt sich Di Giannantonio. Auch Bezzecchi hat es auf Rang 6 nach vorne geschafft.

Zieldurchfahrt: Fabio Di Giannantonio lässt nichts mehr anbrennen und holt seinen ersten Sieg in der Moto3! Dahinter reihen sich Aron Canet und Jakub Kornfeil ein. Philipp Öttl belegt am Ende Rang 8, Marco Bezzecchi übernimmt mit Platz 6 die WM-Führung in Abwesenheit des verletzten Jorge Martin.

So lief das Rennen für Philipp Öttl

Philipp Öttl konnte sich von Startplatz 4 am Start in der Spitzengruppe festbeißen. Im letzten Renndrittel führte er das große Feld sogar mehrfach an, in den letzten zwei Runden musste er aber noch einige Fahrer passieren lassen und belegte nach einem kämpferischen Rennen den 8. Rang.


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