Moto3

Moto3 Sachsenring 2018: Martin siegt, Öttl wird Achter

Jorge Martin gewinnt das Moto3-Rennen am Sachsenring. Philipp Öttl zeigt im Deutschland-GP eine tolle Aufholjagd und holt Rang acht.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Jorge Martin gewinnt am Sachsenring sein fünftes Moto3-Saisonrennen und baut seine WM-Führung gegenüber Marco Bezzecchi, der Zweiter wird, von zwei auf sieben Zähler aus. Philipp Öttl kämpft sich nach einem schlechten Start zwischenzeitlich in Podiumsnähe, wird am Ende Achter.

Die Schlüsselszene

Rund sieben Runden vor Schluss zog Martin das Tempo an der Spitze mächtig an. Innerhalb kürzester Zeit konnte er eine Lücke von gut einer halben Sekunde auf seine Verfolger aufreißen und verwaltete diese in den letzten Rennrunden souverän.

Moto3 Sachsenring 2018: Der Rennfilm

Start: Martin verteidigt seine Pole Position am Start souverän und biegt vor Marcos Ramirez in Kurve eins. Dahinter reihen sich Jaume Masia, Tony Arbolino und Marco Bezzecchi ein. Enea Bastianini fällt von Startplatz drei auf Rang sechs zurück.

1. Runde: Bezzecchi ist auf dem Vormarsch. Er kassiert in der ersten Runde gleich Arbolino und Masia, ist somit Dritter und hat bereits vier Plätze gutgemacht.

2. Runde: In Kurve eins schnappt sich Bezzecchi auch Ramirez und nimmt P2 ein. Am Ende der Runde muss er in zwei Kurven mit Arbolino und Ramirez aber wieder zwei Piloten durchlassen.

3. Runde: Ramirez holt sich in Kurve eins die Führung von Martin.

4. Runde: Bezzecchi dreht wieder auf und fährt sich innerhalb einer Runde von Platz vier in Führung. Er führt nun eine 25 Mann große Spitzengruppe an.

6. Runde: Bezzecchi verbremst sich in Kurve zwölf etwas und verliert direkt drei Positionen. Martin führt wieder.

7. Runde: In Kurve eins macht Bezzecchi gegen di Giannantonio wieder eine Position gut.

9. Runde: Bezzecchi schnappt sich in Kurve eins auch Arbolino und ist wieder erster Verfolger des Führenden Martin. In Turn 12 schlägt Arbolino zurück, eine Kurve später kommt aber der erneute Konter von Bezzecchi.

10. Runde: An der Spitze hat sich nun eine fünf Mann große Spitzengruppe mit Martin, Bezzecchi, McPhee, di Giannantonio und Arbolino gebildet. Der Rest des Feldes liegt bereits mehr als eine Sekunde zurück.

12. Runde: Martin macht in Kurve eins einen Fehler und muss Bezzecchi sowie McPhee durchlassen. In Kurve zwölf holt er sich P2 von McPhee aber direkt wieder zurück, eine Kurve später muss der Schotte auch di Giannantonio durchlassen.

13. Runde: Di Giannantonio will es nun wissen, kassiert in Kurve eins auch Teamkollege Martin. In Kurve zwölf leistet sich Bezzecchi einen Fehler und muss di Giannantonio und Martin durchlassen, der sich vorbei an seinem Stallgefährten in Führung fährt.

14. Runde: Durch die Spielchen an der Spitze hat sich die Lücke zwischen der fünf Mann großen Führungsgruppe und den Verfolgern wieder geschlossen. 19 Fahrer liegen nun direkt hintereinander.

16. Runde: Di Giannantonio will in Kurve eins an Martin vorbeigehen, macht dabei einen Fehler, kracht in das Heck seines Teamkollegen und geht zu Boden. Sein Rennen ist vorbei. Martin hat Glück und kommt nicht zu Sturz, fällt aber auf Platz drei zurück. Arenas führt nun vor Bezzecchi.

17. Runde: Martin übernimmt wieder die durch die Kollision verlorene Führung.

18. Runde: Bezzecchi schnappt sich Martin in Kurve eins, liegt wieder an der Spitze. Philipp Öttl hat sich nach einem schlechten Start, der ihn von Startplatz 13 auf Rang 18 zurückfallen ließ, in die Spitzengruppe gekämpft. Er ist Fünfter!

19. Runde: Martin geht wieder in Führung.

20. Runde: Martin kann sich nun etwas absetzen. Erstmals in diesem Rennen hat er mehr als 0,5 Sekunden Vorsprung.

21. Runde: Arenas stürzt in Kurve zwölf auf Rang drei liegend aus dem Rennen.

Ziel: Martin gewinnt mit über zwei Sekunden Vorsprung auf Bezzecchi. McPhee komplettiert das Podium. Platz vier geht an Ramirez vor Canet, Masia und Kornfeil. Öttl, der zwischenzeitlich sogar auf P3 lag, muss am Ende wieder etwas Federn lassen und holt Rang acht.

So lief das Moto3-Rennen am Sachsenring für Philipp Öttl und Luca Grünwald

Philipp Öttl war von Rang 13 ins Rennen gegangen, erwischte aber einen schlechten Start und fiel auf P18 zurück. Er kämpfte sich im Verlauf des Deutschland-GP aber stetig nach vorne und lag wenige Runden vor Ende sogar kurzzeitig auf Podiumskurs. Am Ende musste Öttl noch einmal einige Fahrer ziehen lassen und wurde Achter.

Der von Platz 26 gestartete Wildcard-Mann Luca Grünwald konnte nicht wirklich aufzeigen, wurde 20. und Vorletzter.

Die Stimmen vom Podium

Jorge Martin (Sieger, Honda): "Es war ein gutes Rennen für mich. Ich habe das ganze Wochenende an der Pace gearbeitet. Ich habe versucht, in der Gruppe meinen Reifen zu schonen. Mein Teamkollege ist sehr aggressiv gefahren, ich weiß nicht warum. Dann hat er mich berührt und ich habe damit gerechnet, zu stürzen. Aber hier so zu gewinnen, ist wirklich toll."

Marco Bezzecchi (Zweiter, KTM): "Ich bin zufrieden. Nach dem Crash in Assen freue ich mich, wieder auf dem Podium zu stehen. Es war wichtig, Punkte zu sammeln. Das Rennen war schwer, denn der Reifen war nach der Hälfte des Rennens am Limit. Ich wollte mit Jorge mithalten, aber er war heute einfach schneller als ich. Ich wollte auch die anderen Fahrer hinter mir lassen."

John McPhee (Dritter, KTM): "Nach dem Warm-Up war ich ein bisschen nervös, das hat man im Grid sicher auch gesehen. Meine Pace war gut, aber ich wusste nicht, ob der Reifen halten würde. Das Bike hat aber gut funktioniert. Ich habe mich das ganze Rennen über sehr gut gefühlt."

Die Lehren aus dem Rennen

  • Jorge Martin geht als WM-Führender in die Sommerpause
  • Der Gresini-Pilot ist mittlerweile ein hervorragender Taktiker
  • Philipp Öttl gelingt ein Befreiungsschlag

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