Moto3

Moto3 Le Mans 2018: Martin wieder auf Pole, viele Stürze

Es war ein hartes Moto3-Qualifying in Le Mans - am Ende stand aber wieder Jorge Martin auf der Pole Position. Viele Fahrer hatten zu kämpfen, viele Stürze.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Und wieder ist es Jorge Martin: Er holt sich beim Qualifying der Moto3 in Le Mans die Pole, und blieb vor allem auf seinem Motorrad sitzen. Das konnten viele andere heute nicht von sich behaupten: Es gab viele Stürze, und einige Highsider.

Das Wetter: Das Moto3-Qualifying wurde wie die Trainings bei sehr gutem Wetter gefahren. Die Lufttemperatur hielt bei 20 Grad, die Streckentemperatur stieg in der Mittagssonne auf 40 Grad.

Die Platzierungen: Aron Canet fuhr zu Beginn die erste Bestzeit, während hinter ihm das Qualifying mit einem großen Sturz-Chaos begann. Der Trainingsschnellste Marcos Ramirez zeigte wieder mit schnellen Zwischenzeiten auf, brach dann aber seine erste Runde ab - obwohl er auf Bestzeit-Kurs war.

Im zweiten Run kamen Enea Bastianini und Albert Arenas zurück auf die Strecke. Beide waren zu Beginn des Qualifyings gestürzt, ließen sich aber nichts anmerken und fuhren zwischenzeitlich auf die Positionen eins und zwei.

Zum Schluss des Qualifyings war es dann trotzdem wieder Jorge Martin, der sich ans Heck von Ramirez hängte und zur Pole fuhr. Ebenfalls mit dabei in der Gruppe war Jakub Kornfeil, der sich damit Platz 2 sichern konnte. Bastianini unternahm noch einen späten Angriff, aber für ihn reichte es nur für Platz 3.

Die Zwischenfälle: Jaume Masia begann das Qualifying gleich einmal mit einem Crash: Nach 10 Minuten stürzte er in der ersten Schikane, blieb am Kurvenausgang neben seinem Motorrad liegen. Er konnte dann zwar aufstehen, aber Streckenposten mussten ihm von der Strecke helfen.

Gleich danach erwischte es Gabriel Rodrigo in der letzten Kurve, er stieg mit einem Highsider ab und blieb im Schotter sitzen. Sicherheitshalber wurde er mit der Bahre abtransportiert. Für weitere Checks wurde Rodrigo danach ins Medical Center gebracht. Nur Minuten später landete auch noch Enea Bastianini nach einem Highsider im Kies, aber er konnte selbst aufstehen und stieg wieder auf sein Motorrad auf. Keine fünf Minuten später war er wieder an seiner Box.

Dann war Albert Arenas dran, er rutschte in der letzten Kurve über das Vorderrad weg und ins Kiesbett. Damit ging es ihm zumindest besser als seinen Vorgängern - er konnte sein Motorrad selbst aufstellen und weiterfahren.

Bei seinem zweiten Versuch stürzte dann Makar Yurchenko. Ihn erwischte es ordentlich, er verlor auf dem Weg ins Kiesbett auch noch sein Visier. Er konnte selbstständig wieder aufstehen, dann halfen ihm Streckenposten hinter die Absperrung. Ihm folgte Bezzecchi, auf Platz 5 liegend stürzte er in Kurve 7, rutschte am Kurvenausgang über die Front weg. Bezzecchi konnte wieder aufstehen und sein Motorrad wieder in Gang bringen.

Der nächste war John McPhee, er stürzte in Kurve 10 und konnte danach zwar aufstehen, aber nicht mehr weiterfahren. 3 Minuten vor Schluss folgte dann noch ein Highsider: Adam Norrodin flog von seinem Motorrad, auch ihm mussten die Streckenposten aus dem Kiesbett helfen.

Die Analyse: Lange sah es nicht nach einer Pole von Jorge Martin aus - aber am Schluss stand wieder er ganz oben auf dem Zeitenmonitor, wie immer. Bastianini fuhr ein beeindruckendes Qualifying - trotz Highsider schaffte er es in die erste Reihe. Interessant wird morgen das Rennen von Aron Canet werden - er wurde für den Jerez-Crash bestraft und muss von ganz hinten starten. Aber er hat die Pace, um ganz vorne mitzufahren.


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