Moto3

Moto3 Katar 2018: Martin bezwingt Canet, bitteres Öttl-Aus

Jorge Martin und Aron Canet fahren beim Moto3-Auftakt in Katar in ihrer eigenen Liga und machen sich den Sieg aus. Philipp Öttl scheidet unverschuldet aus.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Jorge Martin heißt der erste Rennsieger der Moto3-Saison 2018. Der Spanier setzte sich beim Katar-GP auf dem Losail International Circuit im Zweikampf gegen seinen Landsmann Aron Canet durch. Dahinter wurde erbittert um den letzten Podestplatz gekämpft. Philipp Öttl hat viel Pech beim Saisonauftakt und scheidet aus.

Moto3 Katar 2018: Die Schlüsselszene

Das Rennen entscheidet sich Katar-typisch erst auf der Zielgeraden. Jorge Martin führt, abgesehen von einer Runde, die über die gesamte Distanz das Rennen an, Canet kann immer erst auf Start-Ziel im Windschatten daneben ziehen. Martins Top-Speed reicht jedoch aus, um sich im Zielsprint gegen Canet durchzusetzen.

Moto3 Katar 2018: Der Rennfilm

Start: Antonelli setzt sich im Sprint zur ersten Kurve durch und führt das Rennen vor Rodrigo und Martin an. Öttl ist nach dem ersten Sektor Neunter.

1. Runde: Rodrigo überholt Antonelli in Turn 4, zwei Kurven später nimmt ihm Martin die Führung ab. Kornfeil geht in Turn 10 an Antonelli vorbei und neuer Dritter. Die Top-5 am Ende von Runde 1: Martin, Rodrigo, Kornfeil, Antonelli, Bastianini. Öttl ist Achter.

2. Runde: Antonelli nimmt Kornfeil wieder P3 ab, Öttl verliert P8 Canet. Canet geht danach auch an Bezzecchi vorbei. An der Spitze setzt sich Martin schon um 0,5 Sekunden ab.

3. Runde: Bastianini übernimmt in Turn 1 den zweiten Platz vor Sasaki, Canet und Kornfeil, Öttl ist Zehnter. Canet und Kornfeil überholen Sasaki wieder. Auch Bastianini und Canet lösen sich von den Verfolgern, haben aber weiter eine halbe Sekunde Rückstand auf Martin. Schnellste Runde von Canet. Öttl verteidigt P10.

4. Runde: Canet überholt Bastianini in Kurve 1, der kontert in Turn 4 wieder. Doch Canet schlüpft in Kurve 5 wieder durch. Trotz dieser Duelle schließen sie auf Martin auf. Die Verfolgergruppe führt nun Dalla Porta an, vor Rodrigo, Kornfeil, Sasaki und Antonelli. Öttl und Binder liegen im Kies von Kurve 8 und sind aus dem Rennen.

5. Runde: Bastianini übernimmt in Kurve 1 die Führung von Martin, Canet bleibt Dritter. Das Trio hat schon über 1,3 Sekunden Vorsprung auf die nächste Gruppe. Dort hat Antonelli die Führung übernommen.

6. Runde: Beim Anbremsen von Kurve 1 setzt sich Martin wieder an die Spitze vor Bastianini und Canet. Bastianini stürzt in Turn 6 und muss das Rennen beenden. Hinter der Spitze kämpften Kornfeil, Antonelli, Rodrigo, Dalla Porta, Bezzecchi und Sasaki um die Plätze.

7. Runde: Dalla Porta führt die Verfolgergruppe im Kampf um P3 wieder an, vor Kornfeil, Rodrigo, Antonelli und Bezzecchi. Sasaki muss leicht abreißen lassen. Auf Martin und Canet fehlen den Verfolgern schon knapp zwei Sekunden.

8. Runde: Bezzecchi ist in Kurve 1 neuer Dritter vor Antonelli, Rodrigo, Kornfeil und Dalla Porta.

9. Runde: Beim Anbremsen von Turn 1 übernimmt nun Dalla Porta P3 vor Antonelli, Rodrigo, Kornfeil und Bezzecchi. Antonelli überholt Dalla Porta in Turn 6, Kornfeil setzt sich gegen Rodrigo durch. Die Spitze ist schon um mehr als 2,5 Sekunden enteilt.

10. Runde: Nächster Umlauf, diesmal setzt sich Kornfeil in der Verfolgergruppe in Front, vor Dalla Porta, Rodrigo, Antonelli und Bezzecchi.

11. Runde: Dalla Porta übernimmt in Turn 1 den dritten Platz vor Bezzecchi, Rodrigo, Antonelli und Kornfeil. Sasaki kämpft verzweifelt um Anschluss. Ein Sturz in Turn 2 beendet das Rennen von Nicolo Bulega.

12. Runde: Bezzecchi presst sich in Kurve 1 an Dalla Porta vorbei, doch der kontert gleich wieder. Dahinter reihen sich Rodrigo, Antonelli und Kornfeil ein. Sasaki ist wieder dran. Vorne wartet Canet weiter ab, er hätte Martin schon mehrfach aus dem Windschatten überholen können. Alonso Lopez crasht ins Aus.

13. Runde: Martin geht in Kurve 1 weit, Canet schlüpft durch und übernimmt die Führung. Dahinter liegen jetzt Dalla Porta, Bezzecchi, Rodrigo, Kornfeil, Sasaki und Antonelli.

14. Runde: Martin setzt sich in Kurve 1 wieder an die Spitze, dahinter ist jetzt Rodrigo Dritter. McPhee und Di Giannantonio haben die Verfolgergruppe jetzt ebenfalls eingeholt, damit kämpfen acht Mann um Platz drei. Livio Loi muss das Rennen beenden.

15. Runde: Dalla Porta führt die Verfolgergruppe wieder an, nun vor McPhee, Di Giannantonio, Sasaki, Rodrigo, Bezzecchi, Antonelli, Kornfeil. Martin und Canet haben inzwischen 6,6 Sekunden Vorsprung.

16. Runde: Di Giannantonio setzt sich jetzt in Kurve 1 in der Verfolgergruppe in Front, doch drei Turns später übernimmt Bezzecchi wieder den dritten Platz.

17. Runde: McPhee und Di Giannantonio führen nun die Verfolgergruppe an, vorne liegt immer noch Martin hauchdünn vor Canet in Front.

18. Runde: Martin bleibt nach der ersten Kurve vorn, dahinter hat Dalla Porta in Turn 1 die Führung in der Verfolgergruppe übernommen. Bezzecchi stürzt im Getümmel in Kurve 6.

Ziel: Jorge Martin setzt sich gegen Aron Canet durch und gewinnt den Auftakt. Dahinter geht der letzte Podiumsplatz an Lorenzo Dalla Porta vor Niccolo Antonelli und Gabriel Rodrigo. Fabio Di Giannantonio, Kaito Toba, Ayumu Sasaki, Jakub Kornfeil und Andrea Migno schaffen es in die Top-10. Die letzten Punkte holen Adam Norrodin, Jaume Masia, Kazuki Masaki, Marco Bezzecchi und Marcos Ramirez.

Moto3 Katar 2018: Stimmen vom Podium

1. Jorge Martin (Gresini Racing): "Es war ein hartes Rennen. Ich habe von Anfang an gepusht, denn ich wollte schnell weg. Der Rest hat mich dann eingeholt und ich habe versucht, ruhig zu bleiben. Im letzten Sektor der letzten Runde habe ich nochmal alles gegeben, um zu siegen und das habe ich geschafft. Es ist unglaublich."

2. Aron Canet (Estrella Galicia): "Ich bin zufrieden. Ich hätte auf der Geraden ein bisschen mehr gebraucht. Der Wind war sehr hart und die Front hat sich viel bewegt. Nach dem Beginn des Rennens konnte ich mich davon ein bisschen befreien und mitkämpfen. Im ersten Rennen des Jahres Zweiter zu sein ist super."

3. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing): "Ich bin kein Rookie, aber das letzte Jahr war schwierig. Ich bin sehr glücklich, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist toll, im ersten Rennen schon auf dem Podium zu sein. Ich bin so happy. Im nächsten Rennen versuche ich, noch besser zu sein."

Moto3 Katar 2018: Die Lehren des Rennens

  • Jorge Martin und Aron Canet sind in dieser Form heiße WM-Favoriten
  • Enea Bastianini darf nicht stürzen, will er ein Wörtchen mitreden
  • Philipp Öttl hat Potenzial
  • Hinter der Spitze wird wieder mal heiß gekämpft

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