Moto3

Harter Kampf: Öttl erobert Podest zwei in Spielberg

Philipp Öttl holte in Österreich das beste Ergebnis seiner WM-Karriere. So lief sein Rennen in Spielberg:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Philipp Öttl fuhr in Österreich die bislang beste WM-Platzierung seiner Karriere ein. Der Bayer holte im Moto3-Rennen in Spielberg den zweiten Platz und zeigte dabei eines seiner stärksten Rennen.

"Ich habe 20 Punkte mitgenommen und das ist, was wir drauf haben. Ich habe mich in meiner Gruppe durchgesetzt", sagte ein stolzer Öttl nach dem Rennen. Drei Sekunden hinter Mir sah er als Anführer der zwölfköpfigen Verfolgergruppe die Zielflagge.

Gegen Mir war an diesem Tag einfach kein Kraut gewachsen. "Als er mich in der Anfangsphase überholt hat, dachte ich mir: Puh, der ist auf einem anderen Niveau. Aber meine Pace hat gestimmt. Leider habe ich mich dann in Turn 4 einmal verbremst und dadurch ging die Lücke nach vorne auf."

Fehler kostet Anschluss an Mir

"Ohne diesen Fehler hätte ich an Mir dranbleiben können. Vielleicht hätte er mich trotzdem gebügelt, aber der zweite Platz wäre ungefährdeter gewesen", so Öttl. Denn zu Beginn des letzten Renndrittels wurde es noch einmal spannend, als Öttl die Führungsposition in der Verfolgergruppe verlor.

"Ich bin bis auf Platz sieben zurückgefallen, habe mich dann aber wieder nach vorne gekämpft." Sechs Runden dauerte es, bis Öttl wieder Mirs erster Verfolger war. Dann machte auch er ernst und gab - entgegen der meisten Rennverläufe in der Moto3 - diese Position nicht mehr ab.

"Es waren noch fünf Runden zu fahren, als mir klar wurde, dass ich jetzt anziehen muss. Ich habe mich dann nur noch nach vorne konzentriert", so Öttl. Der Bayer ließ sich nicht auf die üblichen Spielchen ein und wehrte sämtliche Attacken ab. Einmal wurde es noch kritisch, als Jaume Masia ein waghalsiges Manöver in Kurve 3 setzte.

"Da habe ich mir gedacht: Entweder ist das eine Hauruckaktion, oder sie sind wirklich noch so weit dran, dass sie mich überholen könnten. Eigentlich dachte ich, dass ich ein wenig Sicherheitsabstand hätte." Doch es reichte zum zweiten Platz. Dieser macht Öttl nun Lust auf mehr: "Wir wollen mehr Rennen so fahren wie heute. Mein Ziel ist klar: Ich will noch ein Treppchen weiter oben stehen."


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