Moto3 / Rennbericht

Fenati gewinnt Austin-GP, Öttl in den Top-10

Romano Fenati nutzte einen Abbruch nach Runde 3 perfekt aus und fuhr zum Austin-Sieg. Aron Canet war hingegen der Pechvogel des Tages. Öttl mit starker Fahrt.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Unverhofft kommt oft. War es am bisherigen Wochenende in Austin Aron Canet, der die Moto3-Meute in Grund und Boden fuhr, so war der strahlende Sieger am Ende doch ein anderer: Romano Fenati! Der Italiener nutzte eine Rotphase nach einem Sturz und brachte sich beim Neustart in eine vielversprechende Position, die er in den Sieg ummünzen konnte.

Moto3 Austin 2017: Die Schlüsselszene

Aron Canet lag in Führung, übertrieb es nach dem Restart jedoch in Runde vier nach einigen hitzigen Zweikämpfen mit dem späteren Sieger Fenati. Der Spanier ging in Kurve 19 spektakulär per Highsider zu Boden und musste seine Siegträume damit begraben - Ausfall! Danach hatte Fenati eine komfortable Führung, die der heißblütige Italiener locker nach Hause fuhr.

Moto3 Austin 2017: Der Rennfilm

Start: Aron Canet holt sich den Holeshot und biegt als Erster ins erste Eck oben am Berg ein. Dahinter reihen sich Joan Mir und Nicolo Bulega auf den Verfolgerplätzen ein.

1. Runde: In Kurve elf gehen Lorenzo Dalla Porta und Manuel Pagliani weit, während sich vorne schon Canet und Mir leicht absetzen. Dahinter überholt Enea Bastianini Bulega für P3. Auch Jorge Martin geht an Bulega vorbei. Philipp Öttl beendet die erste Runde auf P16.

2. Runde: Auch Fenati überholt Bulega, der damit nur noch Sechster ist. Es haben sich schon zwei Gruppen vorne gebildet: Canet und Mir fahren vorneweg, dahinter kämpfen Martin, Fenati, Bastianini und Bulega. KTM-Pilot Bo Bendsneyder ist gestürzt und muss das Rennen beenden. Schnellste Runde von Canet, Öttl ist 14.

3. Runde: Rote Flagge, das Rennen wird nach drei Runden unterbrochen! Kaito Toba ist in Kurve 14 gestürzt und braucht eine Zeit, um sich selbstständig von der Unfallstelle zu entfernen. Als alle Fahrer die Box erreicht haben, wird die neue Renndistanz für den Neustart bekannt gegeben: Zwölf Runden.

Restart: Aron Canet setzt sich im Sprint zur ersten Kurve durch und geht als Erster in Kurve eins, gefolgt von Romano Fenati und Fabio Di Giannantonio.

1. Runde: Fenati greift Canet in Turn 15 an und geht vorbei. Der Italiener kommt aus der ersten Runde als Führender zurück, vor Canet, Di Giannantonio, Mir und Martin. Öttl liegt auf P14.

2. Runde: Canet geht auf Start-Ziel wieder an Fenati vorbei und behauptet sich in Turn 1. Canet dreht einen neuen Rundenrekord, Öttl verbessert sich um einen Platz und ist jetzt 13.

3. Runde: Hinter Fenati öffnet sich eine Lücke zur Verfolgergruppe um Di Giannantonio, Mir, Martin und Bulega. Auf der langen Geraden überholt Fenati Canet wieder. Der kontert im Geschlängel danach wieder, doch in Turn 15 drückt sich Fenati wieder vorbei.

4. Runde: Canet geht wieder an Fenati vorbei. Kaito Toba ist in Kurve 2 über das Vorderrad gestürzt. Di Giannantonio geht in Turn 11 weit und fällt auf P6 zurück. Canet geht in Kurve 19 per Highsider zu Boden!

5. Runde: Fenati führt jetzt mit über einer Sekunde Vorsprung auf Martin, Mir, Bulega und Di Giannantonio. Öttl ist jetzt schon Achter. Canet unterdessen scheint sich bei seinem Sturz etwas stärker weh getan zu haben, er liegt noch immer im Auslauf von Kurve 19.

6. Runde: Fenatis Vorsprung wächst auf 1,7 Sekunden an, dahinter wird heiß um den zweiten Platz gekämpft. Di Giannantonio liegt jetzt vor Mir, Martin und Bulega. Öttl kämpft mit McPhee und Bastianini um P6.

8. Runde: Bulega übernimmt jetzt die zweite Position vor Di Giannantonio, Martin und Mir. In der Gruppe dahinter muss Öttl als Neunter leicht abreißen lassen.

9. Runde: Die Kampfgruppen um P2 und P6 schieben sich zu einer großen Gruppe zusammen, die bis zu Philipp Öttl auf Rang neun reicht. Martin, Di Giannantonio, Mir, Bastianini, Bulega, McPhee, Guevara und Öttl haben damit allesamt noch Podiumschancen. Währenddessen fängt Nakarin Atiratphuvapat einen Sturz in Turn 9 gerade noch ab.

11. Runde: Die Gresini-Jungs Di Giannantonio und Martin haben in der Verfolgergruppe die beste Ausgangslage, sie haben sich leicht von ihren Verfolgern abgesetzt.

Ziel: Romano Fenati fährt als Erster über die Ziellinie und gewinnt damit das Moto3-Rennen in Austin, gefolgt von Martin und dessen Teamkollege Fabio Di Giannantonio. Enea Bastianini wurde am Ende Vierter vor Nicolo Bulega, Juanfran Guevara, John McPhee und Joan Mir. Neunter wurde Philipp Öttl vor Darryn Binder, Gabriel Rodrigo und Andrea Migno. Die letzten Punkte gehen an Jules Danilo, Niccolo Antonelli und Livio Loi.

Moto3 Austin 2017: So lief es für Philipp Öttl

Philipp Öttl zeigte sich im Vergleich zu den Trainings stark verbessert. Von Startplatz 15 aus ging es schon in den ersten Rennrunden nach vorne, diese Tendenz sollte er auch nach dem Restart bestätigen. Öttl fuhr bis ganz zum Schluss in der Verfolgergruppe hinter Sieger Romano Fenati mit, konnte sich aber letztlich nicht weiter als Platz neun nach vorne kämpfen. Dennoch eine starke Leistung des Deutschen.

Moto3 Austin 2017: Die Lehren des Rennens

  • Aron Canet kann seine Dominanz nicht in Siege ummünzen
  • Romano Fenati wiederholt seinen Vorjahressieg in Austin
  • Der Circuit of the Americas lässt auch 2017 dominante Triumphfahrten in der Moto3 zu
  • Der Kampf um die Verfolgerplätze ist dafür spannend wie eh und je

Weitere Inhalte:
nach 18 von 18 Rennen
Wir suchen Mitarbeiter