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Moto2: Tom Lüthi beendet Motorrad-Karriere

Es geht zu Ende: Tom Lüthi hängt seinen Helm an den Nagel und beendet seine aktive Karriere. Der Motorrad-WM bleibt er aber erhalten.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Tom Lüthi wird am Ende der Saison 2021 seine Karriere als aktiver Motorrad-Rennfahrer beenden. Das erklärte der 34-jährige Schweizer am Donnerstag offiziell. Künftig wird er als Sportdirektor beim sächsischen Moto3-Team PrüstelGP und dessen Nachwuchsteams fungieren. Zudem wird Lüthi das Schweizer Talent Noah Dettwiler als Manager unterstützen.

"Ich freue mich sehr darauf, in einer neuen Rolle zum sportlichen Erfolg beitragen zu können. Meine Erfahrungen weitergeben zu können und gemeinsam mit Nachwuchshoffnungen, aber auch mit bereits sehr starken Fahrern in der Moto3-WM arbeiten zu dürfen ist eine spannende neue Challenge", wird Lüthi in einer Presseaussendung des Teams zitiert.

Mit Lüthi verlässt neben Valentino Rossi der zweite Marathonmann die Motorrad-WM. In der ewigen Bestenliste der meisten Starts ist Lüthi die Nummer vier. Lediglich Rossi, Loris Capirossi und Andrea Dovizioso haben in ihrer Karriere mehr WM-Einsätze bestritten als Tom Lüthi, der aktuell bei 310 Starts hält.

Mehrfach im WM-Kampf

Lüthi debütierte 2002 in der 125ccm-Klasse, in der er 2005 Weltmeister wurde. 2007 stieg er in die mittlere Kategorie auf, in der er nach dem Wechsel von 250ccm- auf Moto2-Bikes zweimal Vizeweltmeister und einmal WM-Dritter wurde. Bislang gewann Lüthi 17 Rennen und stand 65 Mal auf dem Podest. Unbefriedigend verlief seine einzige Saison in der MotoGP. 2018 holte er auf einer Honda des Marc VDS Teams in 18 Rennen null Punkte.

In den vergangenen beiden Jahren ließ Lüthis Leistung stark nach. Im Vorjahr holte er mit nur 72 Punkten die geringste Ausbeute seiner kompletten Karriere in der mittleren Klasse. 2021 brachte ein Wechsel in das SAG Team nicht die gewünschte Trendwende, sodass er nach zehn Rennen nur bei elf WM-Punkten steht.

2021 erlitt Lüthi zudem einen schweren persönlichen Rückschlag durch den tödlichen Unfall von Jason Dupasquier. Der 34-Jährige hatte das Talent zuvor stark gefördert und war eng mit dem Verunglückten befreundet.


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