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Moto2, Moto3 Katar: Der Freitag der deutschsprachigen Piloten

In Katar sind an diesem Wochenende nur Moto2 und Moto3 am Start. So lief der Trainings-Freitag für die deutschsprachigen Piloten beider Klassen.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Ohne die Beteiligung der MotoGP am Wochenende in Katar gehört die große WM-Bühne ganz allein den Piloten der Moto2 und Moto3. So lief der erste Trainings-Freitag der neuen Saison für alle deutschsprachigen Piloten der beiden kleinsten WM-Klassen.

Moto2: So lief es für Lüthi, Schrötter und Raffin

Tom Lüthi: Für Tom Lüthi begann der Auftakt der Moto2-Saison 2020 mit gemischten Gefühlen. Zwar beendete der Schweizer bei seiner Rückkehr in die mittlere WM-Klasse sein erstes Freies Training an der Spitze der Zeitnahme, dafür crashte er in der Abend-Session auf dem Losail International Circuit gleich zweimal.

Das erste Freie Training beendete der Dynavolt-Pilot mit einer Bestzeit von 1:59.168 auf dem ersten Rang. Damit ließ er seine Konkurrenten, angeführt von Jorge Martin, hinter sich. Dem Spainer fehlten allerdings nur 0.017 Sekunden auf Lüthi, beim Drittplatzierten Aron Canet waren es nur 0.047 Sekunden.

In der zweiten Trainingssession des Tages konnte Lüthi seinen guten Trend nicht fortsetzen. Bereits wenige Minuten nach Start der FP2-Session landete der Schweizer als erster Pilot des Trainings mit einem heftigen Highsider in der Auslaufzone. Der Zwischenfall ereignete sich in Kurve 14. Zum Glück konnte Lüthi unmittelbar nach dem Crash aufstehen, brauchte aber eine lange Zeit, um wieder an die Box zurückzukehren.

Doch bei einem Sturz blieb es für Lüthi an diesem Freitag nicht. Nur eine Minute vor Ende des FP2 crashte der Schweizer ein weiteres Mal, allerdings in Kurve zwei. Auch hier war er schnell wieder auf den Beinen, fand sich aber dennoch anschließend im Medical Center ein. Dort gab es Entwarnung: Trotz der beiden Stürze ist der Schweizer unverletzt und kann am Qualifying-Samstag wie geplant teilnehmen.

Die zweite Trainings-Session in Katar beendete Lüthi mit einer Zeit von 02:00.262 nur auf dem 26. Rang und 1.841 Sekunden hinter dem Tagesschnellsten Joe Roberts. In der kombinierten Zeitenwertung von Tag eins in Katar rangiert der Schweizer damit auf P11.

Marcel Schrötter: Marcel Schrötter beendete hinter seinem Teamkollegen Tom Lüthi den ersten Tag in Katar als zweitschnellster, deutschsprachiger Pilot in der Moto2. In der ersten Trainings-Session auf dem Losail International Circuit hielt der Deutsche sich mit einer 01:59.446 in den Top-10, mit einem Rückstand von 0.278 Sekunden auf Lüthi an der Spitze.

Am Nachmittag konnte der Dynavolt-Pilot die Top-10-Platzierung zwar nicht erreichen, beendete die Session durch Lüthis Stürze jedoch als bester deutschsprachiger Pilot. Mit einer Bestzeit von 01:59.198 drückte Schrötter seine vorherige Bestmarke aus dem FP1, sein Rückstand auf den Tagesschnellsten Roberts wuchs allerdings auf 0.777 Sekunden an.

In der Gesamtwertung des ersten Tages hält sich Schrötter damit auf Platz 13. Einen Sturz konnte der Deutsche am Freitag vermeiden.

Jesko Raffin: Unter den deutschsprachigen Piloten der Moto2 bildete Jesko Raffin am Trainings-Freitag das Schlusslicht. Der Schweizer fuhr im ersten Freien Training auf den 22. Rang, mit einer Bestzeit von 02:00.181 fehlten ihm 1.013 Sekunden auf Lüthis Spitzenmarke. In der zweiten Session landete Raffin auf dem 25. Rang und damit einen Platz vor dem mehrfach gecrashten Lüthi. Seine persönliche Bestzeit aus der vorhergegangenen Session konnte er im FP2 nicht unterbieten, sondern war 0.002 Sekunden langsamer.

Damit belegt Raffin in der kombinierten Wertung beider Sessions den 26. Rang. Ein Crash konnte er wie Schrötter ebenfalls vermeiden.

Moto3: So lief es für Kofler, Dupasquier und Geiger

Maximilian Kofler: Die ersten beiden Trainings-Session des Freitags waren für Maximilian Kofler die ersten WM-Runden auf dem Losail International Circuit. Vorher war der Österreicher nur bei Moto3-Läufen auf dem Red Bull Ring und in Großbritannien unterwegs. Seine Debüt-Session beendete Kofler auf dem 29. Rang, über zweieinhalb Sekunden hinter dem schnellsten Mann auf der Strecke, Sergio Garcia. Seine persönliche Bestmarke lag damit bei einer 02:07.908.

Dieser konnte der Österreicher im zweiten Training aber deutlich unterbieten. Im FP2 brannte Kofler mit seiner KTM eine 02:06.981 in den Asphalt. Damit fehlten ihm zwar immer noch 2.404 Sekunden auf die Tagesbestzeit von Raul Fernandez aus dem FP2, seine vorherige Bestzeit unterbot Kofler eine Session später aber bereits um 0.927 Sekunden. Ebenso stürzte der Österreicher an seinem ersten Tag in Katar nicht.

Jason Dupasquier: Der Schweizer schnuppert an diesem Wochenende in Katar zum allerersten Mal überhaupt WM-Luft. In FP1 lieferte als 24. von 31 Piloten direkt eine kleine Talentprobe ab. Weniger als 1,8 Sekunden fehlten ihm da auf die Session-Bestzeit.

Am Nachmittag wurde Dupasquier allerdings etwas durchgereicht. Das 2. Freie Training beendete er nur noch als 28., was in der kombinierten Zeitenliste den 29. Rang bedeutet. Rückstand auf Freitags-Leader Fernandez: 2.586 Sekunden.

Dirk Geiger: Auch für Dirk Geiger war der Trainings-Freitag in Katar ein Debüt. Seine erste WM-Session auf dem Losail International Circuit beendete der Deutsche auf dem 30. Rang und ließ damit nur Jose Julian Garcia hinter sich. Geigers schnellste Runde war eine 02:09.005, womit ihm über dreieinhalb Minuten auf Sergio Garcias Spitzenzeit fehlten. Genau wie Kofler konnte Geiger seine Leistungen im FP2 aber steigern.

Am Ende der zweiten Trainingssession hatte Geiger die Strecke in 02:07.713 Sekunden umrundet, seine eigene Zeit vom Vormittag also um 1.292 Sekunden verbessert. Trotzdem reichte es im FP2 erneut nur für einen 30. Rang vor Jose Julian Garcia. Damit hält sich Geiger in der Gesamtwertung auf demselben Platz. Zu Sturz kam der Deutsche weder während des FP1, noch des FP2.


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