Moto2

Moto2-Podium in Assen verpasst: Marcel Schrötter analysiert

Marcel Schrötter hat auch bei der Dutch TT in Assen das Podium nur knapp verpasst. Der Dynavolt-Intact-GP-Pilot weiß aber, woran es gehapert hat.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Es ist wie verhext: Auch bei der Dutch TT 2018 in Assen will Marcel Schrötter der Sprung auf das Moto2-Podium einfach nicht gelingen. Beim Traditionsrennen in Holland kam der Dynavolt-Intact-GP-Pilot erneut als Vierter ins Ziel. Schrötter scheint diese Platzierung abonniert zu haben - in den letzten vier Rennen holte er drei Mal Rang vier, dazu kommt der Ausfall in der ersten Runde in Mugello. Die zweite Rennhälfte bereitet dem deutschen Vertreter in der mittleren Klasse noch Kopfzerbrechen.

"Ab den letzten zehn Runden habe ich gemerkt, dass ich richtig Probleme mit der Traktion hatte. Gerade im letzten Sektor, aus dem dritten Abschnitt raus vor der Gegengeraden. Ich konnte den Kurvenspeed nicht halten und hatte entsprechend wenig Beschleunigung. Dazu war es extrem windig und ich hatte so ziemlich zu kämpfen mit dem Motorrad", erläuterte Schrötter.

Und in der Tat: Zu Beginn des Rennens lag Schrötter auf dem zweiten Platz hinter Francesco Bagnaia. Der Valentino-Rossi-Schützling und spätere Rennsieger konnte sich aber nach einigen Runden schrittweise von seinen Verfolgern absetzen. Schrötter hingegen musste Alex Marquez und später auch Lorenzo Baldassarri ziehen lassen. Immerhin konnte er den Anschluss zu beiden halten. Doch gerade im Vergleich zu Speed-Up-Fahrer Fabio Quartararo wurden die Probleme deutlich.

Assen: Schrötters Defizit wird im Vergleich mit Quartararo klar

"Bei Speed Up haben sich mit 100-prozentiger Sicherheit einen besseren Reifenverschleiß. Fabio konnte enge Linien fahren in den langgezogenen Kurven, da bin ich gar nicht hinterhergekommen", erkannte Schrötter. Eine Situation, die ihn angesichts der Jagd nach dem ersten WM-Podium frustriert: "Es hat mich wieder enttäuscht, dass er die Pace halten konnte und wir drei bis vier Zehntel langsamer geworden sind."

Die nächste Chance auf das Podium bietet sich Schrötter in zwei Wochen beim Heimspiel auf dem Sachsenring. Er ist überzeugt davon, dass nur der letzte Klick beim Setup fehlt. "Wenn man am Ende des Rennens nur zwei, drei Sekunden auf die Spitze verliert, dann ist das über die Distanz gesehen gar nichts. Das ist nur eine minimale Sache, die wir ab Rennmitte verbessern müssen, und dann stehen wir auf dem Podium", so ein zuversichtlicher Schrötter. Und wenn das beim Heimrennen gelingt - umso schöner, nach dem erneuten vierten Platz.


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