Moto2

Moto2 Argentinien 2018: Pasini siegt in spektakulärem Dreikampf

Mattia Pasini ringt im Moto2-Rennen von Argentinien Xavi Vierge und Miguel Oliveira nieder. Aegerter und Schrötter landen in den Top-Ten.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Galavorstellung von Mattia Pasini im Rennen der Moto2 zum Argentinien-Grand-Prix. In einem tollen Dreikampf gegen Xavi Vierge und Miguel Oliveira spielt er seine gesamte Erfahrung sein großes Können im direkten Duell aus und holt sich den Sieg.

Moto2 Argentinien 2018: Die Schlüsselszene

In Runde 18 übernimmt Oliveira am Ende der Gegengeraden die Führung von Pasini. Der zögert aber nicht lange und holt sich mit einem knallharten, aber nicht unfairen Manöver Platz eins zurück. Bis zur Zielflagge gibt er die Spitzenposition nicht mehr aus der Hand.

Moto2 Argentinien 2018: Der Rennfilm

Start: Vierge verteidigt seine Pole Position und biegt als Erster in Kurve eins ein. Baldassarri behält P2. Oliveira schießt von Startplatz sieben auf Rang drei nach vorne. Dahinter ordnen sich Mattia Pasini und Alex Marquez ein.

1. Runde: Oliveira überholt nach wenigen Kurven Baldassarri. Der schlägt aber am Ende der langen Gegengeraden zurück und holt sich kurz darauf auch Vierge. Baldassarri führt!

2. Runde: Pasini geht an Oliveira vorbei auf Rang drei, wenig später muss der Portugiese auch Alex Marquez platzmachen. Gegen Marquez kann Oliveira aber kontern. Am Ende der Runde holt sich Pasini auch Vierge und damit P2.

3. Runde: Pasini übernimmt die Führung! Er liegt vor Baldassarri und Oliveira, der ebenfalls an Vierge vorbeigehen konnte. Vierge schlägt gegen Oliveira aber wieder zurück und versucht es in Turn 13 auch gegen Baldassarri, kommt dabei aber fast zu Sturz und fällt hinter Sam Lowes auf P5 zurück.

4. Runde: An der Spitze können sich Pasini, Oliveira und Baldassarri etwas absetzen. Sie liegen bereits knapp eine Sekunde vor Lowes.

5. Runde: Lowes macht einen schweren Fehler und fällt weit zurück. Marquez ist jetzt erster Verfolger des Spitzentrios, hinter ihm kleben Vierge, Mir, Aegerter und Gardner.

11. Runde: Vierge geht an Marquez vorbei und ist neuer Vierter. Die beiden Spanier konnten sich von Gardner, Mir, und Aegerter absetzen. Auf das Spitzentrio fehlen ihnen aber anderthalb Sekunden.

13. Runde: Pasini kommt vor der langen Gegengeraden auf eine nasse Stelle und hat einen wilden Rutscher. Oliveira nutzt das und geht an ihm vorbei in Führung. Pasini kontert in Turn 13 aber mit einem knallharten Manöver, schiebt Oliveira nach außen und holt sich Platz eins zurück. Baldassarri nutzt die Situation und geht ebenfalls an Oliveira vorbei.

14. Runde: Durch die Kämpfe an der Spitze kommt Vierge wieder an die Spitze heran. Mit der schnellsten Rennrunde verkürzt er den Rückstand auf nur sieben Zehntelsekunden.

15. Runde: Oliveira überholt Baldassarri wieder und schnappt sich Platz zwei.

16. Runde: Oliveira dreht jetzt richtig auf und klebt nun am Hinterrad von Pasini. Baldassarri muss abreißen lassen und gerät unter Druck von Vierge.

17. Runde: Vierge geht an Baldassarri vorbei auf Rang drei. Der Pole-Sitter ist wieder auf Podiumskurs und nun auch schnellster Mann auf der Strecke, nur sieben Zehntel hinter dem Führungsduo.

18. Runde: Oliveira führt wieder! Er bremst sich am Ende der Gegengerade an Pasini vorbei. In Turn 13 kontert Pasini aber wieder knallhart und holt sich die Führung zurück. Vierge schlüpft ebenfalls innen durch. Pasini liegt nun vor Vierge und Oliveira.

20. Runde: Marquez versucht Baldassarri zu überholen, verbremst sich aber und muss sich mit Platz fünf abfinden. Auch Baldassarri kann mit dem Spitzentrio nicht mithalten. Die Entscheidung um den Sieg fällt zwischen Pasini, Vierge und Oliveira.

21. Runde: Oliveira kommt nicht mehr mit. Pasini und Vierge sind zu schnell.

Ziel: Pasini hält Vierge und Oliveira, der doch noch einmal den Anschluss gefunden hat, auf Distanz und gewinnt in Argentinien. Baldassarri wird Vierter vor Marquez, Gardner und Mir. Aegerter belegt Rang acht vor Bagnaia und Schrötter.

So erging es Marcel Schrötter und Dominique Aegerter

Dominique Aegerter fuhr ein gutes Rennen und kämpfte sich von Startplatz elf auf Rang acht nach vorne. Lange Zeit durfte er sich in der Verfolgergruppe sogar Hoffnungen auf Rang vier machen.

Marcel Schrötter betrieb nach einem enttäuschenden Qualifying mit Startplatz 20 Schadensbegrenzung. Schon am Start machte er einige Positionen gut und setzte seine Aufholjagd konstant fort. Zwischenzeitlich lag der Deutsche auf Rang neun, am Ende fuhr er Position zehn ein.

Moto2 Argentinien 2018: Stimmen vom Podium

Mattia Pasini (Sieger, Italtrans Racing Team): "Ich habe nicht über Vierge nachgedacht. Ich habe nur an mich gedacht und wie ich am Ende alles über die Bühne bringen kann, ohne Fehler zu machen und am Ende alles zu verlieren. Es war ein unfassbares Rennen. Ich konnte alles gut managen, auch, wenn mich andere überholt haben. Dann konnte ich zurückschlagen. Ich freue mich, hier in Argentinien zu gewinnen."

Xavi Vierge (Zweiter, Dynavolt Intact GP): "Ich weiß nicht, was ich hätte tun können, um zu siegen. Ich habe alles versucht. Ich habe es auf der Geraden versucht und in den letzten Kurven. Ich habe alles gegeben, aber er war einfach schneller als ich. Trotzdem sind wir ein gutes Rennen gefahren. Mein Start war super, dann habe ich ein bisschen abfallen lassen müssen. Ich habe am Ende wieder aufgeholt und habe wirklich alles versucht, um zu siegen, aber Mattia war zu stark."

Miguel Oliveira (Dritter, Red Bull KTM Ajo): "Ich denke, ich habe die Tür am Ende sehr weit aufgelassen. Vor allem in der letzten Kurve. Ich wusste, dass es hier nicht einfach sein würde, zu überholen. Mein Rennen war nicht schlecht. Ich hatte eine gute Pace und habe mich wohl gefühlt. Ich bin nur zu defensiv gefahren. Es ist schade, dass ich oft so weit rausgeschoben wurde. Trotzdem freue ich mich über das Podium. Wir sind in einer guten Position."

Die Lehren aus dem Rennen

  • Mattia Pasini ist 2018 definitiv ein Titelanwärter
  • KTM und Miguel Oliveira sind nach einem enttäuschenden Katar-GP wieder zurück
  • Xavi Vierge könnte eine der Überraschungen 2018 sein

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