Moto2

Pasini holt Brünn-Pole, Cortese in den Top-10

Mattia Pasini holt in Brünn seine erste Pole seit fast zehn Jahren. Sandro Cortese mit starker Fahrt in den Top-10, die Schweizer Piloten enttäuschen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Mattia Pasini kommt mit einem absoluten Formhoch aus der Sommerpause zurück. Der routinierte Italiener war im Moto2-Qualifying in Brünn nicht zu schlagen und holte seine erste Pole-Position in der WM seit dem Australien-GP auf Phillip Island 2007. Neben Pasini stehen Miguel Oliveira und Franco Morbidelli in der ersten Reihe. Sandro Cortese schaffte es in die Top-10, während die Schweizer enttäuschten.

Die Platzierungen: Mattia Pasini führte nach einer Viertelstunde die Rangfolge mit einer 2:02.611 vor Franco Morbidelli und Jorge Navarro an. Sandro Cortese lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang acht und fiel während der zweiten Runs hinter Brad Binder auf P9 zurück, Thomas Lüthi war Zehnter. Doch die meisten Fahrer steigerten sich erwartungsgemäß erst am Ende der Qualifying-Session.

Pasini ließ sich nicht mehr von der Spitze verdrängen, doch dahinter übernahm Miguel Oliveira Platz zwei vor Morbidelli. Francesco Bagnaia fuhr sich auf Platz vier in die zweite Reihe vor Navarro und Alex Marquez. Luca Marini wurde Siebter vor Cortese und Simone Corsi, Brad Binder beschließt die Top-10. Lüthi wurde am Ende Zwölfter, Dominique Aegerter 21.

Die Zwischenfälle: Den ersten Sturz leistete sich schon nach wenigen Minuten Sandro Cortese. Cortese ging in Kurve elf zu Boden und beschädigte seine Suter dabei nachhaltig. Wenige Augenblicke später hat es Dominique Aegerter nach einem Zusammenstoß mit Simone Corsi in Kurve sieben erwischt. Auch Tetsuta Nagashima crashte. Corsi legte sich nach gut einer Viertelstunde ebenfalls in den tschechischen Kies, genauso wie Karel Hanika. 19 Minuten vor dem Ende hat es auch Remy Garnder erwischt. Vier Minuten vor Schluss stürzte Lorenzo Baldassarri in Kurve 1.

Das Wetter: Auch für die mittlere Klasse in der Motorrad-WM wurde die Qualifying-Session zu einer Hitzeschlacht. Bei leichter Bewölkung kletterte das Thermometer auf 31 Grad Celsius in der Luft und 47 Grad Celsius auf dem Asphalt. Auch die Moto2-Fahrer hatten daher mit keinen idealen Grip-Verhältnissen zu kämpfen.

Die Analyse: Die Sommerpause ist vorbei, und wieder finden sich fast alle üblichen Verdächtigen in der Spitzengruppe. Einzig Thomas Lüthi fällt etwas ab, muss im Rennen hart kämpfen um den Schaden gering zu halten. Sandro Cortese dagegen fällt positiv auf, seit dem Sachsenring präsentiert er sich in deutlich besserer Verfassung.


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